Smart Glasses in Bädern und Schulen: CSU fordert klare Verbote
Die CSU-Stadtratsfraktion setzt sich für ein Verbot von Smart Glasses mit Aufnahmefunktion in städtischen Bädern, Sportanlagen und Schulen ein. Heimliche Aufnahmen in Umkleiden und Duschen sollen grundsätzlich untersagt werden.
Von Bruno Stubenrauch
Smart Glasses mit Videokamera (Symbolbild)
Smart Glasses, die unauffällig filmen und fotografieren können, werden immer alltäglicher. Die CSU-Stadtratsfraktion sieht darin ein wachsendes Problem für den Schutz der Privatsphäre – und hat einen Antrag an die Stadtverwaltung gestellt.
Konkret fordert die Fraktion, die Nutzung von Smart Glasses mit integrierter Foto-, Video- oder Audiofunktion in städtischen Frei- und Hallenbädern, Sportanlagen sowie Schulen zu untersagen. Zusätzlich sollen Bild-, Video- und Tonaufnahmen durch Smartphones, Tablets oder andere Geräte in besonders sensiblen Bereichen wie Umkleiden, Duschen und Sanitäranlagen grundsätzlich verboten werden. Ausgenommen sind Smart Glasses, die von sehbehinderten Menschen als Assistenzsystem eingesetzt werden.
Bereits die Befürchtung reicht aus
Die entsprechenden Haus- und Benutzerordnungen sollen angepasst und durch Hinweisschilder sichtbar gemacht werden. „Gerade in sensiblen Bereichen müssen wir alles dafür tun, dass die Privatsphäre der Menschen geschützt bleibt und sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene sicher fühlen können“, erklärt Stadträtin Mäggi Heinrich.
Nach Auffassung der CSU reicht bereits die Befürchtung, heimlich gefilmt werden zu können, aus, um das Sicherheitsgefühl vieler Menschen zu beeinträchtigen. Besonders Kinder und Jugendliche seien auf geschützte Räume angewiesen.
„Unsere städtischen Bäder, Sportstätten und Schulen müssen Orte sein, an denen sich alle Menschen unbeschwert und unbeobachtet bewegen können“, betont Heinrich. Mit dem Antrag will die CSU frühzeitig auf neue technische Entwicklungen reagieren und klare Regeln schaffen.





