Gedenken an Bebo Wager auf dem Westfriedhof
Am 83. Todestag des Augsburger Widerstandskämpfers Josef „Bebo“ Wager haben Vertreter aus Politik und Stadtgesellschaft am Ehrengrab auf dem Westfriedhof Kränze niedergelegt. In ihren Reden mahnten sie zum gemeinsamen Eintreten für Demokratie.
Von Bruno Stubenrauch
Gedenken am Ehrengrab von Bebo Wager auf dem Augsburger Westfriedhof (Bild: Sea Altmann)An der Gedenkveranstaltung am Mittwoch nahmen unter anderem die Landtagsabgeordnete Anna Rasehorn, Oberbürgermeister Dr. Florian Freund und Sabina Gaßner, Vorsitzende der AWO Augsburg, teil. Der 1905 in Augsburg geborene Sozialdemokrat Bebo Wager hatte in der NS-Zeit eine regionale Widerstandsgruppe aufgebaut. Er wurde 1942 verhaftet, vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 12. August 1943 in München-Stadelheim hingerichtet.
Mahnung für die Gegenwart
Die Redner betonten die Aktualität seines Vermächtnisses. Rasehorn bezeichnete das jährliche Gedenken als Auftrag, Hass und Menschenfeindlichkeit entschlossen entgegenzutreten. Oberbürgermeister Freund hob hervor, dass die Geschichte Wagers zur Augsburger Erinnerungskultur gehöre und daran erinnere, dass Freiheit und Rechtsstaatlichkeit nicht selbstverständlich seien. Gaßner unterstrich zudem die enge Verbindung zwischen Wagers Einsatz für Solidarität und den Grundwerten der Arbeiterwohlfahrt.