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Donnerstag, 13.08.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Gedenken an Bebo Wager auf dem West­friedhof

Am 83. To­des­tag des Augsburger Wi­der­stands­kämp­fers Josef „Bebo“ Wager haben Ver­tre­ter aus Politik und Stadt­ge­sell­schaft am Ehren­grab auf dem West­fried­hof Kränze nie­der­ge­legt. In ihren Reden mahnten sie zum ge­mein­sa­men Ein­tre­ten für De­mo­kra­tie.

Von Bruno Stubenrauch

Ge­den­ken am Ehren­grab von Bebo Wager auf dem Augsburger West­fried­hof (Bild: Sea Altmann)

An der Ge­denk­ver­an­stal­tung am Mittwoch nahmen unter an­de­rem die Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Anna Rase­horn, Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Florian Freund und Sabina Gaßner, Vor­sit­zen­de der AWO Augsburg, teil. Der 1905 in Augsburg ge­bo­re­ne So­zi­al­de­mo­krat Bebo Wager hatte in der NS-Zeit eine re­gi­o­na­le Wi­der­stands­grup­pe auf­ge­baut. Er wurde 1942 ver­haf­tet, vom Volks­ge­richts­hof zum Tode ver­ur­teilt und am 12. August 1943 in München-Stadelheim hin­ge­rich­tet.

Mahnung für die Ge­gen­wart

Die Redner be­ton­ten die Ak­tua­li­tät seines Ver­mächtnis­ses. Rase­horn be­zeich­ne­te das jährliche Ge­den­ken als Auftrag, Hass und Men­schen­feind­lich­keit ent­schlos­sen ent­ge­gen­zu­tre­ten. Ober­bür­ger­meis­ter Freund hob hervor, dass die Ge­schich­te Wagers zur Augsburger Er­in­ne­rungs­kul­tur gehöre und daran er­in­ne­re, dass Freiheit und Rechts­staat­lich­keit nicht selbst­ver­ständ­lich seien. Gaßner un­ter­strich zudem die enge Ver­bin­dung zwi­schen Wagers Einsatz für So­li­da­ri­tät und den Grund­wer­ten der Ar­bei­ter­wohl­fahrt.