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Donnerstag, 24.09.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Lange Nacht der Demokratie im Augsburger Rathaus

Am Freitag, 2. Oktober 2026, verwandelt sich das Augsburger Rathaus von 18 bis 22 Uhr in ein offenes Forum für Begegnung, politische Bildung und Austausch. Unter dem Motto der Partizipation laden die Stadt Augsburg und zahlreiche lokale Partner dazu ein, Demokratie im Herzen der Stadt aktiv zu erleben.

Von Bruno Stubenrauch

Cover Programmflyer

Das vielfältige Programm umfasst über 40 einzelne Angebote, die von interaktiven Diskussionen und Fachvorträgen bis hin zu musikalischen Beiträgen und künstlerischen Aktionen reichen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen im Rathaus ist frei.

Programmpunkte vorab

Schon vor dem eigentlichen Hauptprogramm gibt es erste Angebote für Interessierte. Um 16:30 Uhr startet an der Seite des Rathauses am Eisenberg eine Stadtführung zum Frauen*Stadtplan, die historische Frauenpersönlichkeiten Augsburgs beleuchtet. Dies ist der einzige Programmpunkt, für den eine Online-Anmeldung erforderlich ist.

Ab 17 Uhr öffnet das Große Sitzungszimmer für die jüngsten Besucherinnen und Besucher ab fünf Jahren, die beim Bilderbuchkino „Das Parlament der Tiere“ spielerisch an das Thema Wahlen herangeführt werden.

Offizieller Auftakt und politische Prominenz im Oberen Fletz

Den offiziellen Startschuss gibt Oberbürgermeister Dr. Florian Freund um 18 Uhr im Oberen Fletz. Direkt im Anschluss geht es im Goldenen Saal musikalisch weiter, wo Augsburger Chöre unter der Leitung von Martina Hellmann gemeinsam mit dem Publikum Lieder im Zeichen des gesellschaftlichen Zusammenhalts anstimmen. Ab 18:45 Uhr rücken dann die aktuellen Herausforderungen demokratischer Systeme in den Mittelpunkt, wenn die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Andrea Römmele eine Keynote zum Thema „Demokratie unter Druck“ hält.

In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutiert die Expertin unter anderem mit Oberbürgermeister Dr. Florian Freund, Verena Wengert von der Günter Holland Journalistenschule und Frieda Rothe vom Jugendforum Augsburg über Wege zur Stärkung der kommunalen Demokratie. Um allen Bürgerinnen und Bürgern die Teilhabe zu ermöglichen, wird dieser gesamte Programmpunkt im Oberen Fletz in Gebärdensprache übersetzt.

Interaktive Themenstationen auf allen Etagen

Ein wesentliches Element des Abends ist die Nutzung des gesamten Rathauses als Ort der Begegnung. Im Unteren Fletz dreht sich vieles um Informationskompetenz und Medien. So zeigen Volontärinnen und Volontäre der Günter Holland Journalistenschule live, wie Fakes im Netz entlarvt werden können, während die Stadtbücherei mit dem „Café am Rande der Wahrheit“ zum Faktencheck einlädt. Ergänzt wird das Angebot im Erdgeschoss durch Stände der Drogenhilfe Schwaben, des Vereins BRÜCKE e.V. sowie Präsentationen zu feministischer Friedensforschung.

Im Oberen Fletz sowie im Sitzungsbereich stehen soziale Themen und Zukunftsfragen der Stadt im Vordergrund. Die Zentrale Antidiskriminierungsstelle lädt bei einer Mitmachaktion zum Perspektivwechsel ein, während das Jugendforum und die städtischen Beiräte mit der Augsburger Bürgerschaft darüber diskutieren, was die Stadt aktuell bewegt. Zudem sorgt ab 20 Uhr der von Horst Thieme moderierte Demokratie-Poetry-Slam für sprachliche und kulturelle Höhepunkte.

Kurzvorträge und Mitmachaktionen im Goldenen Saal

Der Goldene Saal im dritten Obergeschoss dient während des gesamten Abends als Bühne für sogenannte „Speedvorträge“. Im Viertelstundentakt präsentieren Initiativen prägnante Impulse zu unterschiedlichsten Fragestellungen – von Jugendbeteiligung via Minecraft über Nachhaltigkeitsziele bis hin zu Radikalisierungsprävention, Desinformation auf Social Media und Gleichberechtigung.

Neben den Kurzvorträgen bietet der Ausstellungsbereich im Goldenen Saal zahlreiche Gelegenheiten zum Mitmachen. Besucherinnen und Besucher können an einem Escape-Game zur Entlarvung von Falschinformationen teilnehmen, Grundgesetz-Artikel in musikalische Klangcollagen verwandeln oder im „Café Nostalgie“ beim Generationentalk mit Zeitzeugen ins Gespräch kommen


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