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Donnerstag, 24.09.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Ak­tu­el­le Studie be­stä­tigt: das UNESCO-Welt­erbe stärkt den Tou­ris­mus

Der UNESCO-Welt­erbe-Titel für die his­to­ri­sche Was­ser­wirt­schaft – das „Augs­bur­ger Was­ser­ma­nage­ment-Sys­tem“ – war nicht zuletzt auch für die Regio Augs­burg Tou­ris­mus GmbH ein ge­wis­ser Kraft­akt: per­so­nell, or­ga­ni­sa­to­risch, fi­nan­zi­ell. Hat sich das alles ge­lohnt? Diese eben­so be­rech­tig­te wie span­nen­de Frage wird ak­tu­ell von den ersten Zwi­schen­er­geb­nis­sen einer Er­he­bung in UNESCO-Welt­erbe-Des­ti­na­ti­o­nen mit einem ein­deu­ti­gen „Ja“ be­ant­wor­tet.

Von Bruno Stubenrauch

Welterbe

UNESCO-Welt­erbe-Büro bei Nacht (Bild: DAZ)

Der „UNESCO-Welt­er­be­stät­ten Deutsch­land e.V.“ mit Sitz in Qued­lin­burg hat jüngst erste Zwi­schen­er­geb­nis­se einer bun­des­wei­ten Gäs­te­be­fra­gung in UNESCO-Welt­erbe-Des­ti­na­ti­o­nen vor­ge­stellt. Das erste Re­sul­tat dieser Studie kam zwar nicht völlig un­er­war­tet, doch seit ein paar Tagen hat es Augs­burgs Tou­ris­mus­di­rek­tor Götz Beck schwarz auf weiß auf dem Schreib­tisch liegen. Ein State­ment zu dieser Studie dürfte der Chef der Regio Augs­burg Tou­ris­mus GmbH be­son­ders ge­nos­sen haben: „Die Er­geb­nis­se be­stä­ti­gen, wie stark der Welt­erbe­sta­tus zur Sicht­bar­keit, At­trak­ti­vi­tät und Pro­fil­bil­dung unserer Des­ti­na­ti­o­nen bei­trägt“, so Miles Spohr, der Ge­schäfts­füh­rer des Ver­eins.

Zahlen, die über­zeu­gen

Die ersten Zwi­schen­er­geb­nis­se einer bun­des­wei­ten Gäs­te­be­fra­gung in UNESCO-Welt­erbe-Des­ti­na­ti­o­nen be­le­gen es si­gni­fi­kant. Sieben Monate nach dem Beginn der Be­fra­gung habe sich ein klares Er­geb­nis her­aus­kris­tal­li­siert – so eine ak­tu­el­le Pres­se­mit­tei­lung des „UNESCO-Welt­er­be­stät­ten Deutsch­land e. V.“: „Der UNESCO-Welt­erbe­ti­tel ist ein zen­tra­ler Im­puls­ge­ber für den Tou­ris­mus in Deutsch­land.“ UNESCO-Welt­erbe sei ein­deu­tig ein Rei­se­an­lass, für viele Gäste sogar aus­schlag­ge­bend bei der Wahl ihres Rei­se­ziels.

Im­mer­hin 37 Prozent der Gäste hätten an­ge­ge­ben, dass sie der UNESCO-Titel dazu mo­ti­vie­ren würde, eine Des­ti­na­ti­on zu be­su­chen. Für 26 Prozent der Be­frag­ten war der Besuch einer Welt­erbe-Stätte sogar das kon­kre­te Rei­se­mo­tiv. Für ähn­lich viele (24 Prozent) war das je­wei­li­ge Welt­erbe der ent­schei­den­de Faktor bei der Wahl des Rei­se­ziels. Bis zum Stich­tag 17. August 2026 waren im Rahmen des „Ver­glei­chen­den Gäs­te­mo­ni­tors“ knapp 4.900 Gäste be­fragt worden. Diese Be­fra­gung zu den 43 deut­schen Welt­erbe-Des­ti­na­ti­o­nen wird noch bis Ende 2026 fort­ge­setzt. Die fi­na­len Er­geb­nis­se werden vor­aus­sicht­lich im März 2027 prä­sen­tiert.

Augs­burg: Auf­wand hat sich ge­lohnt

UNESCO-Welt­erbe ist seit Juli 2019 auch das „Augs­bur­ger Was­ser­ma­nage­ment-Sys­tem“. Zu den 22 Ob­jek­ten der his­to­ri­schen Augs­bur­ger Was­ser­wirt­schaft ge­hö­ren das Ge­flecht der Lech­ka­nä­le, his­to­ri­sche Was­ser­wer­ke, frühe Strom er­zeu­gen­de Was­ser­kraft­wer­ke, Was­ser­bau­wer­ke und drei Mo­nu­men­tal­brun­nen mit ihren Bron­ze­fi­gu­ren im Stil des Ma­nie­ris­mus. „Der Weg zum Welt­erbe-Titel war ein großer Auf­wand, nicht zuletzt für die Regio Augs­burg Tou­ris­mus GmbH, die diese Be­wer­bungs­idee von Anfang an – per­so­nell, or­ga­ni­sa­to­risch und fi­nan­zi­ell – ge­för­dert hat“, sagt Augs­burgs Tou­ris­mus­chef Götz Beck. Doch die bun­des­wei­te Gäs­te­be­fra­gung habe es einmal mehr be­legt: „Dieser Auf­wand war für Augs­burg eine loh­nen­de In­ves­ti­ti­on.“

Auch Bar­ba­ra Büh­ler-Kar­pa­ti freut sich über die Um­fra­ge-Er­geb­nis­se. Denn: „Gerade unser Augs­bur­ger UNESCO-Welt­erbe blickt nicht nur in die Ver­gan­gen­heit“, so die Lei­te­rin des Augs­bur­ger UNESCO-Welt­erbe-Büros. „Wasser – das ist ein Zu­kunfts­the­ma für die ge­sam­te Mensch­heit. Mit unserem Info­zen­trum und unseren An­ge­bo­ten vor Ort wollen wir nicht nur den Bil­dungs­auf­trag der UNESCO er­fül­len. Es ist uns wichtig, die po­si­ti­ven Ef­fek­te des Welt­erbe­ti­tels auch lang­fris­tig zu sichern und das Be­wusst­sein für einen ver­ant­wor­tungs­vol­len Umgang mit der sen­si­blen Res­sour­ce Wasser zu stärken.“