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Samstag, 25.04.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Parteien

AfD: Frauke Petry wird zur persona non grata

Frauke Petry wird wohl wegen ihrer jüngsten Äußerungen von der Augsburger AfD ausgeladen werden. Petry war zum Neujahrsempfang der Augsburger AfD als Gastrednerin geladen. Der Vorschlag, diese Einladung zu revidieren, wurde von Oberbürgermeister den beiden AfD-Stadträten Markus Bayerbach und Thorsten Kunze unterbreitet.

Die beiden Augsburger AfD-Stadträte Markus Bayerbach und Thorsten Kunze nehmen Frauke Petry in die Mitte

Die beiden Augsburger AfD-Stadträte Markus Bayerbach und Thorsten Kunze nehmen Frauke Petry in die Mitte


Falls dieser Forderung nicht Rechnung getragen werde, wird die Stadt prüfen, ob aufgrund der Aussagen ein Hausverbot gegen Frau Petry ausgesprochen werden könne und dieses auch aussprechen. Oberbürgermeister Dr. Gribl reagiert somit auf die jüngsten Aussagen der AfD-Chefin Frauke Petry und der Berliner AfD-Vorsitzenden Beatrix von Storch zu einem möglichen Schusswaffengebrauch an deutschen Grenzen mit klaren Konsequenzen für den geplanten Neujahrsempfang der Augsburger AfD-Fraktion. Wie OB Gribl dem Augsburger AfD Stadtrat Thorsten Kunze am Sonntagabend telefonisch mitteilte, ist der Auftritt von Frau Petry in Augsburg unerwünscht.

„Die Stadträte der AfD werden von mir aufgefordert, Frau Petry mit einer klaren inhaltlichen Positionierung auszuladen oder den Neujahrsempfang gänzlich abzusagen“, so OB Gribl wörtlich. „Dies sind Äußerungen, die verfassungsfeindlichen Charakter haben. Wir machen in Augsburg zudem eine besondere Sensibilität als Friedensstadt geltend. Dass an gleicher Stelle, an der Friedenspreisträger für den Brückenbau bei Konfliktlagen gewürdigt werden, solches Gedankengut öffentlich geäußert werden könnte, ist mir unerträglich“.

Man werde, so OB Gribl, nun prüfen ob aufgrund der Aussagen ein Hausverbot gegen Frau Petry ausgesprochen werden könne und dieses auch aussprechen, falls die Augsburger AfD den Forderungen des Oberbürgermeisters nicht nachkomme.

AfD-Chefin Frauke Petry hatte gegenüber dem „Mannheimer Morgen“ geäußert, dass Deutschland „umfassende Kontrollen“ brauche, „damit nicht weiter so viele unregistrierte Flüchtlinge über Österreich einreisen können”.“Zurückweisungen”, so Petry in dem Interview, müssten “notfalls auch mit Grenzsicherungsanlagen durchgesetzt werden” und man müsse “notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen”. – Die Berliner AfD-Chefin Beatrix von Storch hatte daraufhin in einem Facebook-Post bekräftigt, dass “notfalls auch Frauen mit Kindern mit Waffengewalt am Grenzübertritt zu hindern” seien.

Wie am späten Abend AfD-Stadtrat Markus Bayerbach gegenüber der DAZ sagte, seien die Aussagen von Petry nicht akzeptabel. Man werde am Montag eine Vorstandssitzung einberufen, um über die Ausladung von Frau Petry zu beraten. Für Bayerbach wäre zur persona-non-grata-Petry der gleichberechtigte Vorsitzende der Bundes-AfD, Jörg Meuthen, eine Alternative. Der Wirtschaftsprofessor gehöre zur moderaten Führung der Partei, so Bayerbach. „Wir wissen aber noch nicht, ob Herr Meuthen an diesem Tag zu haben ist“, so Bayerbach, der davon ausgeht, dass Frauke Petry nach den aktuellen Entwicklungen nicht in Augsburg sprechen wird. Gestelzter drückte sich Thorsten Kunze in einer am späten Abend mit heißer Nadel gestrickten Pressemitteilung aus: „Aufgrund der jüngsten Ereignisse denken wir über Umstrukturierungen unseres Neujahrsempfang nach. Ergebnisse können wir als demokratische Partei nur nach Rücksprache im Vorstand und Parteikollegen bekannt geben.”

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Stadtrat: Kein Redeverbot für AfD-Vorsitzende Petry

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Der von allen politischen Beobachtern und allen Stadträten quer durch alle Parteien hochangesehene Haushaltsexperte, nämlich der finanzpolitische Sprecher der Grünen, Christian Moravcik, ist nicht mehr bereit, die Schuldenpolitik der Stadtregierung mitzutragen. Von Siegfried Zagler Christian Moravcik, der als Mitglied der sogenannten „Koalitionsausschüsse“ auch innerhalb der Stadtregierung eine wichtige Funktion ausübt, legt bei der Grünen Fraktion […]

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Pro Augsburg wechselt Vorstand aus

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Parteien: Zanders CSU-Eintritt bringt FDP auf die Palme

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Das ehemalige CEMA-Gelände in Oberhausen soll neu entwickelt werden. Dort plant der neue Eigentümer und Investor („Pegasus Capital“) eine Umwandlung der Gewerbefläche in Wohnbebauung, eine Grünzone und Gewerbe mit geringfügigen Lärmemissionen. Zusätzlich existiert in der Vorplanung der Gedanke, für zirka 100 Asylbewerber eine Unterkunft zu schaffen, deren anerkannte Asylbewerber in die neuen Wohnungen einziehen könnten: […]

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