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Sonntag, 26.07.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Peacetower: Deutschlands größtes Mural ziert Augsburger Fassade

Am 3. Juli 2026 wurde der Peacetower an der Lechbrücke feierlich eingeweiht. Die Fassade des ehemaligen Olympia-Stu­die­ren­den­wohn­heims schmücken seither sechs monumentale Wand­ge­mäl­de – Anlass war das 375. Hohe Friedensfest.

Von Bruno Stubenrauch

Peacetower mit Mural-Fassade an der Ulrichsbrücke (Bild: DAZ)

Wer derzeit über die Lech­brücke fährt oder läuft, kommt an ihm nicht vorbei: Der Peacetower zeigt seit Kurzem eines der größten Wand­ge­mäl­de Deutsch­lands. Sechs bemalte Flächen von je 288 Quad­rat­metern schmücken die Fassade des 62 Meter hohen Gebäudes.

Kunst aus aller Welt

Unter dem Motto „Empowering Perspectives“ entstanden Motive, die miteinander in einen visuellen Dialog treten. Thematisch drehen sie sich um stu­den­ti­sches Leben, das Miteinander unterschiedlicher Herkünfte und den Lech als Teil des UNESCO-Welt­erbes Wasser. Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler kommen unter anderem aus Augsburg, Australien, Polen und Portugal. Aus 123 internationalen Bewerbungen wählte eine Fach­jury die sechs realisierten Projekte aus.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Florian Freund zeigte sich bei der Einweihung beeindruckt von der Wirkung des Kunst­werks im Stadtbild. Er betonte, dass Tausende Menschen täglich an dem Gebäude vorbeikämen – zu Fuß, mit dem Rad oder in der Stra­ßen­bahn – und der Peacetower ihnen dabei einen Moment des Innehaltens schenke. Die Kunst­wer­ke stünden für Gemeinschaft und Hoffnung und machten sichtbar, was Augsburg ausmache: Vielfalt und offenen Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft.

Murals als Tradition beim Friedensfest

Wand­ge­mäl­de sind beim Hohen Friedensfest keine Neuheit. Bereits seit 2013 entstehen in Kooperation mit dem Graffiti-Verein Die Bunten e.V. regelmäßig neue Kunst­wer­ke im Stadtgebiet. Der Peacetower setzt diese Tradition nun in besonders großem Maßstab fort.

Ein Gebäude mit olympischer Geschichte

Das Hochhaus an der Lech­brücke wurde ursprünglich für die Olympischen Som­mer­spie­le 1972 errichtet, um Ath­le­tin­nen und Athleten unterzubringen. Seither dient es als Stu­die­ren­den­wohn­heim. Seit 2024 modernisiert die Wohn­bau­grup­pe WBG das Gebäude umfassend. Ab Herbst sollen dort wieder 250 jungen Menschen aus aller Welt ein Zuhause finden.

Mit dem neuen Mural erhält der Peacetower nicht nur ein modernisiertes In­nen­le­ben, sondern auch ein Gesicht, das weit über Augsburg hinaus Aufmerksamkeit findet.