Trotz des ganztägigen ÖPNV-Streiks findet am heutigen Dienstag ganz regulärer Unterricht an allen Augsburger Schulen statt. Dies haben der zuständige Ministerialbeauftragte und das Staatliche Schulamt entschieden.
Schätzungsweise rund 16.500 Schülerinnen und Schüler sind heute vom ÖPNV-Streik betroffen. Bildungsreferent Hermann Köhler: „Auf die Streik-Entscheidung der Gewerkschaft ver.di haben wir keinen Einfluss. Aber die damit verbundenen Unannehmlichkeiten für die Kinder- und Jugendlichen bedauern wir sehr“. „Streikfrei“ gibt es trotzdem nicht.
Auch in vergleichbaren früheren Fällen habe keine Veranlassung bestanden, mit dem Unterricht später zu beginnen, teilte der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Schwaben, Hubert Lepperdinger, gestern allen Direktoraten der Gymnasien in Schwaben mit. Er sei sich im Klaren darüber, dass es für Schüler, die den öffentlichen Nahverkehr nutzen, schwierig werden könne, pünktlich zum Unterricht zu erscheinen. Ein späterer Unterrichtsbeginn hätte aber zur Folge, dass Schüler, die ohne Nahverkehrsmittel zur Schule kommen, eigens beaufsichtigt werden müssten. „Auch bei einem Unterrichtsbeginn beispielsweise zur zweiten Stunde wäre nicht gewährleistet, dass dann alle Schüler rechtzeitig anwesend sind“, so Lepperdinger.
Wenigstens mit Rücksichtsnahme bei Leistungsnachweisen und bei der Neudurchnahme von Unterrichtsstoff dürfen die vom Streik betroffenen Schüler aber rechnen. Das hat der Ministerialbeauftragte und Leitende Oberstudiendirektor Hubert Lepperdinger in seinem gestrigen Rundschreiben angeregt.
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