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Mittwoch, 24.06.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Theater

Klamauk auf der Metaebene

Enemy Alien Brecht: BB vor dem Sensemble-Untersuchungsausschuss

Von Frank Heindl

Dass „DAZ-Bashing“ angesagt sein würde, ging schon aus dem Programmheft hervor. DAZ-Autor Manfred Seiler hat beim letzten Brechtfestival heftig polemisiert, und das haben – verständlicherweise – nicht alle Betroffenen goutiert. Sebastian Seidels Auftragswerk zum Brechtfestival mit dem Titel „Enemy Alien Brecht“ setzt nicht neue Polemik dagegen, sondern will sich lustig machen über den Umgang Augsburgs mit „seinem“ Dichter und seinem Brechtfestival. Das gelang nur bedingt.

Feindlicher Ausländer in Augsburg? Ralph Jung als Bertolt Brecht (sitzend), Florian Fisch als Untersuchungsbeamter in Sebastian Seidels „Enemy Alien Brecht“ (Foto: Nina Hortig).

Feindlicher Ausländer in Augsburg? Ralph Jung als Bertolt Brecht (sitzend), Florian Fisch als Untersuchungsbeamter in Sebastian Seidels „Enemy Alien Brecht“ (Foto: Nina Hortig).


Seidel, der fürs Brechtfestival 2012 aus den Protokollen Augsburger Stadtrat-Sitzungen ein Stück geschnipselt hatte (DAZ berichtete), schaute diesmal nicht ein halbes Jahrhundert, sondern hauptsächlich auf die letzten drei Brechtfestivals zurück – und auf die Diskussionen, die drum herum geführt wurden. Formal findet auf der Bühne des Sensemble-Theaters eine Untersuchung statt, in der ein „künstlich am Leben gehaltener“ Bertolt Brecht Verantwortung übernehmen soll auch für das, was posthum mit seinem Werk geschieht – und zwar in Anlehnung an jene Brecht-Befragung vor dem amerikanischen McCarthy-Ausschuss im Oktober 1947, in deren Folge der Dichter sich erneut ein anderes Exilland suchte und schließlich in der DDR landete.

Dieses künstliche Setting ist eine Crux von Seidels Stück, denn es will und will nicht einleuchten, warum sich ein Untersuchungsbeamter (Ralph Jung) im Jahr 2013 derart ungehalten dem toten Brecht (Florian Fisch) gegenüber zeigen sollte, warum einer sich aufführt wie Rumpelstilzchen, bloß weil’s ihn ärgert, dass Brecht mal so und mal anders interpretiert wird. Er habe Brechts Werke gelesen, behauptet dieser Choleriker, sei aber „nicht schlau draus geworden.“ Das geht vielen so, aber dafür kann Brecht nichts. Der Beamte aber fordert Bekenntnisse, verbietet es dem Dichter aber, irgendwelche Erklärungen zu verlesen.

So unkonkret war Brecht nun doch nicht (mehr …)

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Horrortrip mit sägendem Bass

Brechtfestival: Thomas Thieme spielte den Baal als One-Man-Show
Von Frank Heindl
Am Anfang war dieser Baal ein Wagnis, am Ende ein Ereignis. In der Mitte allerdings hatte er auch seine Schwächen. Thomas Thieme, gefeierter Schauspieler und Baal-Kenner aus mehrfacher Perspektive, brachte am Sonntagabend seine Version von Brechts gewalthaft-gewaltigem Jugendstück – 1918 entstand die erste Fassung, 1923 war die Uraufführung – auf die Bühne […]

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Laokoon in der Badewanne

Die HeadFeedHands mit „Fischen ohne Helm“ im Parktheater Von Frank Heindl Fünf Menschen treffen sich irgendwo, kommen mit großen und kleinen Koffern an, benutzen das Bad, schauen fern, unterhalten sich. Könnte alles ganz einfach sein – ist es aber selten. Die fünf Mitglieder der Tanz- und Akrobatik-Truppe „HeadFeedHands“ zeigten am Freitag im Parktheater in ihrem […]

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Schlussverkauf bei „L’Étoile“

Für die Vorstellung von Emmanuel Chabriers Opéra bouffe „L´Étoile“ am Sonntag, 23. Dezember 2012, um 15 Uhr im Großen Haus bieten das Theater kurzfristig als kleines Weihnachtsgeschenk „Theater für alle“ an: Die Karten kosten auf allen Plätzen nur 10 Euro. Zum Geburtstag von König Ouf darf sich das Volk alljährlich auf eine besondere Attraktion freuen: die Hinrichtung eines […]

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Aus der Schlamperei nach Knautschland

„Absurd, überdreht und sehr vergnüglich“ fand die DAZ Felicia Zellers „Gespräche mit Astronauten“ im Hoffmannkeller nach der Premiere im vergangenen Februar. Am Mittwoch, 2. Januar 2013 um 20.30 Uhr feiert das Stück Wiederaufnahme. Sie heißen Olanka, Irina und Mascha und sind Au-pair-Mädchen. Sie sind aus der „Schlamperei“, der „Ukulele“ und aus „Rostland“ nach „Knautschland“ gekommen, […]

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Neuanfang beim Brechtfestival

Im Februar erstmals Kooperation mit dem Theater Augsburg
Von Frank Heindl
Mit einer Pressekonferenz machten am Dienstag die Veranstalter auf das Programm des Brechtfestivals im kommenden Februar aufmerksam. Zwei große Unterschiede gibt es zu den in den vergangenen drei Jahren von Joachim Lang alleine verantworteten Festivals: Organisatorisch ist der Event zur „Dachmarke Brecht“ nun beim Theater […]

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Peter Handke im Literatursalon „extra“

In Persona kommt er natürlich nicht – aber Peter Handke wird das Spezialthema des am Mittwoch tagenden literarischen Salons sein. Die Veranstalter haben sich einen „extra“-Abend zum 70. Geburtstag des Autors vorgenommen. Im Foyer des Stadttheaters diskutieren am 20 Uhr Sebastian Seidel vom Sensemble-Theater, Dramaturg Oliver Brunner vom Theater Augsburg, und Meinolf Krüger von der […]

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„Das weiße Album“: Beatles wieder live in Augsburg

Endlich! Das Theater Augsburg nimmt seine wunderbare Beatles-Inszenierung „Das weiße Album“ wieder auf – ein Konzert mit Live-Band und deutschen Texten von Roland Schimmelpfennig. Roland Schimmelpfennig zählt zu Deutschlands meistgespielten zeitgenössischen Dramatikern. Der mehrfache Preisträger hat alle Songs des Beatles-Albums ins Deutsche übertragen. Wiebke Puls und Tom Stromberg haben in der vergangenen Spielzeit das legendäre […]

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Weihnachtlicher Dauerbrenner im Sensemble

Eigentlich wollte auch das Stadttheater in diesem Winter den „Messias“ zeigen. Man hatte dort übersehen, das Sebastian Seidel und das Sensemble-Theater sozusagen ein Abonnement auf das Stück haben – es wird dort seit 10 Jahren als weihnachtlicher Dauerbrenner gezeigt. Nun hat das Stadttheater stattdessen den „Kaktus“ im Programm – und im Sensemble beginnt am Freitag, […]

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Slapstick ohne innere Logik

Juli Zehs „Der Kaktus“ in der Brechtbühne Von Frank Heindl Premiere am Sonntag: Unter Fabian Alders Regie kam „Der Kaktus“ von Juli Zeh auf die Bretter der Brechtbühne – als Komödie zwischen Farce und Slapstick, ohne Identifikationsfigur, ohne Gut und Böse, ohne Happyend. Wer es sich wie die junge Autorin Juli Zeh zur Aufgabe gemacht […]

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