DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Mittwoch, 24.06.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Theater

Licht, Witz und Körpersprache

Das Augsburger Ballettensemble in Itzak Galilis „Schattenspiel“



Von Halrun Reinholz


Menschliche Abgründe rund um ein Sofa: Ana Dordevic und Patrick Howell in Itzik Galilis „The Sofa“ (Foto: Nik Schölzel)

Menschliche Abgründe rund um ein Sofa: Ana Dordevic und Patrick Howell in Itzik Galilis „The Sofa“ (Foto: Nik Schölzel)


Die Sparte Tanz fristet – von vielen unbeachtet – vermeintlich ein Schattendasein am Rande der Opern- und Schauspielproduktionen. Aber es gibt viele Fans, wie die alljährlich in Windeseile ausverkaufte Ballettgala eindrucksvoll beweist. Grund dafür ist nicht zuletzt der ruhige, freundliche und künstlerisch hochkarätige Ballettdirektor Robert Conn, ein ruhender Pol im Wechselkarussell der Namen und Köpfe beim Augsburger Theater. Er hat nicht nur ein Spitzenensemble aufgebaut, sondern bringt seine Erfahrungen und hervorragenden internationalen Kontakte geschickt in den Augsburger Bühnenalltag ein.

Nun hatte die zweite Produktion dieser Spielzeit Premiere: Nach dem „Bildnis des Dorian Gray“, nach literarischer Vorlage von Oscar Wilde in Zusammenarbeit mit dem Schauspiel realisiert, kam nun ein „Choreografenabend“ des international renommierten Künstlers Itzik Galili. (mehr …)

gesamten Beitrag lesen »



Die Bombennacht – streng dokumentarisch

Premiere: Hans-Werner Kroesinger inszenierte „Operation Big Week“ in der Brechtbühne
Von Frank Heindl
Es muss eine selten mühselige Herausforderung gewesen sein für das Ensemble, diese unglaublich langen, drögen Texte auswendig zu lernen. Selbst schuld: Die sechs Schauspieler hatten einen großen Teil ihrer Vorlagen selbst recherchiert. Großartig dagegen ist es, wie aus kiloschwerem Papierkram, aus Verwaltungsvorschriften, Sitzungsprotokollen, Bauanleitungen und vielem mehr ein letztendlich fesselndes Stück geworden ist, […]

gesamten Beitrag lesen »



Episches Theater in epischer Breite

Der Beitrag des Theaters Augsburg zum Brechtfestival: schon vor der Pause zu lang
Von Frank Heindl
Es tut richtig weh! So viel gutes Theater war zu sehen im Rahmen dieses Brecht­festivals. Angriffs­lustiges aus Ungarn, formal Verblüffendes aus Italien, berauschend Intellektu­elles schon am Eröffnungs­abend. Und nun das: Die Eigen­produktion des Stadt­theaters, unter der Regie einer intelligenten, gebildeten, mit ersten Meriten belohnten griechischen Regisseurin – sie ist gescheitert. […]

gesamten Beitrag lesen »



Brechtfestival: Die Frage von Verantwortung und Moral im Sensemble Theater

„Böser Bruder“ – Sebastian Seidels Auftragswerk für das Festival feierte Premiere Von Halrun Reinholz Es geht um zwei Brüder mit unterschiedlichen Lebensauffassungen und es geht – wie könnte es im Kontext des Brechtfestivals anders sein? – um die Fragen, wie man ein guter Mensch sein kann und ob es möglich ist, ein moralisches Leben zu […]

gesamten Beitrag lesen »



Brecht hoch drei, Brecht mal zwei

Bluespots Productions zeigten im Brechtfestival zwei Inszenierungen mit unterschiedlichem Niveau Von Frank Heindl Ausgezogen, die Augsburger Theaterwelt zu revolutionieren, sind die in der Szene stadtbekannten Pichler-Zwillinge, ihres Zeichens Regisseurinnen und Gründer des Ensembles „Bluespots Productions“, beim einstmals revolutionären Brecht angekommen – und damit auf den Brettern und Bühnen, die etabliertes Theater machen. Wobei sich die […]

gesamten Beitrag lesen »



Wie an Fäden dem Schicksal und der Revolution entgegen

Brechtfestival: „Die Mutter“ in einer Inszenierung aus Italien
Von Frank Heindl
Die bisher möglicherweise verblüffendste Inszenierung des diesjährigen Brechtfestivals lieferte am vergangenen Sonntag das italienische Ensemble des Teatro Elicantropo aus Neapel und sein Regisseur Carlo Cerciello: Die Truppe machte keine Anstalten, Brechts „Mutter“ (nach dem Roman von Maxim Gorki) irgendwie zu aktualisieren. […]

gesamten Beitrag lesen »



Das Leben des schwulen Eduards

In der ungarischen Produktion wurde Brecht aktuell wie selten
Von Frank Heindl
Wer weiß, dass ungarische Theaterleute heutzutage von Abgesandten ihrer Regierung überwacht werden, wenn sie im Ausland spielen, der musste mit doppeltem Interesse verfolgen, wie das Ensemble des Katona Jószef Theaters Bertolt Brechts „Leben Eduards des Zweiten von England“ zeigen würde. […]

gesamten Beitrag lesen »



Brechtfestival: Brecht und die Wilde Bühne

Im Hoffmannkeller wird der Zeitgeist der wilden Zwanziger in Berlin heraufbeschworen Von Halrun Reinholz Brecht kam nach Berlin in eine Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs nach dem Ersten Weltkrieg, eine Zeit, in der Sinnlichkeit und Frivolität neben politischer Radikalisierung auf beiden Seiten das Stadtbild prägten. Die wilden Zwanziger eben. Ein Abbild dieser Zeit bot Trude Hesterbergs […]

gesamten Beitrag lesen »



Ein mitreißendes Wochenende

Das Brechtfestival ist endlich im Theater angekommen
Von Frank Heindl
Am vergangenen Freitag hat das Augsburger Brechtfestival 2014 begonnen. Als Zwischenbilanz des ersten Wochenendes lässt sich festhalten: Es ist – endlich! – angekommen. Vor allem im Theater, aber auch in der Stadt – und auf einem künstlerischen Niveau, das dem Namen des Festivals und dem des Namensgebers gerecht wird. […]

gesamten Beitrag lesen »



Wo beginnt Gewalt?

Bluespots Productions inszeniert „Call a Conflict“ in der Wohnung des Landtagsabgeordneten Linus Förster Von Rebecca Steinhart In der Küche droht die Situation zu eskalieren. Während Ruth mit eingezogenen Schultern dasteht schimpft ihr aggressiver Ehemann auf sie ein. Die Atmosphäre in dem Raum ist gedrückt. Es ist die Küche von Linus Förster. Verschiedene Dramen spielen sich […]

gesamten Beitrag lesen »