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Dienstag, 23.06.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Theater

Dreimal Theater zum Thema Flucht

Was das Friedensfest im Stadttheater bot – eine Zusammenfassung

Von Frank Heindl

Das Friedensfest 2015 ist seit dem vergangenen Samstag vorüber. Gerne hätte man – mal wieder – viel mehr gesehen, gehört und gewürdigt, als ein Einzelner nun mal schaffen kann. Stattdessen kann und soll hier nur besprochen werden, was sich „theatermäßig“ im Großen Haus, in der Brechtbühne und im Hoffmannkeller abgespielt hat: „Flüchtlingstheater“ auf wechselndem Niveau, gespielt von Profis und Laien, allemal spannend, nicht immer künstlerisch befriedigend, aber – was fürs Theater nicht selbstverständlich ist: immer mittendrin in den Problemen der Gegenwart. Und nebenbei auch in denen der Stadt und des Theaters selbst.

„Das ersetzt viele Stunden Unterricht“

Kaffeetassen als Insignien der Macht bei Hans-Werner Krosingers „Frontex Security“ (Foto: David Baltzer).

Kaffeetassen als Insignien der Macht bei Hans-Werner Krosingers „Frontex Security“ (Foto: David Baltzer).


Es ging am 17. Juli los mit Hans-Werner Kroesingers „Frontex Security“ – ein aus Berlin importiertes Doku-Stück des dortigen Theaters Hebbel am Ufer. Kroesinger mutete seinem Publikum schwere Kost zu: Mehr als zwei Stunden Zahlen, Daten und Fakten zur Grenzpolitik der EU und deren Organisation „Frontex“ – Kritiker halten Frontex für mindestens mitschuldig am Tod Abertausender Flüchtlinge im Mittelmeer. Das Stück entwickelte zum Zweck der Aufklärung einen Charme, der am ehesten mit dem einer TV-Talkshow verglichen werden kann. Theatral war da eher wenig zu sehen – vier Schauspieler präsentieren die aalglatte Sprache der Bürokratie, jener Verwalter-Schicht, die fernab des Geschehens in mehr oder weniger abgeschotteten Hochhäusern sitzt und darüber entscheidet, wo, wann und wie Europas Grenzen gegen wen „gesichert“ werden. Dass diese Grenze für solche Strategen der Vorwärtsverteidigung inzwischen weit in der libyschen Wüste liegen, dass in der Konsequenz ihrer Sicherung bisher schätzungsweise 23.000 Menschen im Mittelmeer ertrunken sind, das kann man auch ohne Kroesingers Stück wissen. (mehr …)

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„Was, wenn es nicht besser wird?“

Am Donnerstag in der Brechtbühne: Mozarts „Zaide“ mit Flüchtlingen als Darsteller Von Frank Heindl „Was, wenn es nicht besser wird?“ Zufällig war man anwesend, als der Auftritt geprobt wurde, in dem dieser Satz fällt. Mehrmals hatte man ihn gehört, gesprochen in einer anrührenden Szene zwischen der Sklavin Zaide und ihrem geliebten Leidensgenossen Gomatz. Gespielt hatte […]

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Reise an die Orte des Grauens

Das Augsburger Stadttheater ist ein Ort, für den man sich als Augsburger schämen muss. Damit ist weniger die Kunst gemeint, als das marode Gebäude. In der folgenden Reportage von Frank Heindl geht es nicht um die bekannten Probleme, sondern um die alltägliche Struktur der Arbeit, um Arbeitsplatz- und Produktionsbedingungen, die für alle Beteiligten im Prinzip […]

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Utopia Toolbox, nicht Grandhotel

Der DAZ-Bericht über die von Protestierenden verhinderte Diskussionsveranstaltung mit Klaus Rösler enthielt einen Fehler: Nicht eine „große Gruppe um die Mitarbeiter des Flüchtlingsprojekts Grand Hotel Cosmopolis“ hatte sich auf die Treppen zur Brechtbühne gelegt, um den sprichwörtlichen Weg über Leichen zu symbolisieren. Initiator der Aktion war vielmehr das Projekt „Utopia Toolbox“.
Das Projekt gibt es seit 2014, seinen festen Ort in Augsburg hat es in der Generatorenhalle im ehemaligen Tramdepot am Senkelbach. […]

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Konflikt-Kulmination in der Brechtbühne

Frontex-Rösler durfte nicht sprechen – und Theater war, was es sein soll Von Frank Heindl Gerade noch hatte man an diesem sonnigen Freitagnachmittag im „Weissen Lamm“ zusammengesessen und über Flüchtlingstheater gesprochen. Cornelia Lanz, Leiterin und Ideengeberin des Opernprojektes „Zaide“, das am kommenden Donnerstag in der Brechtbühne Premiere feiert, und der DAZ-Redakteur. Eine der Hauptdarstellerinnen, erfuhr […]

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Stadtrat bringt Theatersanierung auf den Weg

Kostenreduzierung liegt noch weit unter den Zielvorstellungen
Gegen sechs Stimmen hat der Stadtrat in seiner gestrigen Sitzung nach dreistündiger Debatte einen Grundsatzbeschluss zur Generalsanierung des Theaters Augsburg gefasst. Damit ist der Weg frei für das rund 200 Millionen schwere Jahrhundertprojekt. Durchweg Lob für die Verwaltung und den anwesenden Architekten gab es von den Fraktionen der Regierungsbank […]

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Theatersanierung: Stadrat will morgen Grundsatz­beschluss fassen

Mit einer 17-seitigen Beschluss­vorlage zur Sanierung des Theaters Augsburg wird sich am morgigen Mittwoch, 29. Juli, der Stadtrat befassen. Dies gaben OB Dr. Kurt Gribl und Kulturreferent Thomas Weitzel heute gegenüber der Presse bekannt. Ziel des Beschlusses ist es, die zuletzt mit 189 Mio. Euro veranschlagten Kosten für das Mammutprojekt weiter zu senken. Dazu soll die Verwaltung […]

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Abserviert

Eine kurze Chronik zu einem unvermeidlichen Abschied Kommentar von Siegfried Zagler Juliane Votteler – Foto: Siegfried Kerpf In Sachen Augsburger Theaterchefin existiert jede Menge „Flüsterpost“. Damit sind Aussagen auf der Gerüchte-Ebene und nicht für die Öffentlichkeit bestimmte Bewertungen bezüglich des Führungsstils und der kommunikativen Kompetenz der Intendantin gemeint. Bewertungen, die man weder laut sagen noch […]

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Votteler: Kulturausschuss beschließt Nichtverlängerung

In Sachen „Vertrag Theaterintendanz“ gibt es den ersten offiziellen städtischen Beschluss. Der Kulturausschuss der Stadt Augsburg bestätigte in seiner heutigen Sitzung die politische Manifestation der Stadtregierung vor einer Woche und beschloss, den Vertrag von Theaterintendantin Juliane Votteler, der im Sommer 2017 ausläuft, nicht zu verlängern. Stadträte der Opposition geißelten nach Informationen der DAZ das „unterirdisch […]

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Wenig Neues, professionell serviert

Der Kulturreferent erklärt, warum die Intendantin gehen muss – die freut sich auf die Sommerferien. Von Frank Heindl „Hochprofessionell“, da sind sich die Pressebeobachter einig, haben Kulturreferent Thomas Weitzel und Intendantin Juliane Votteler das „Hintergrundgespräch“ hinter sich gebracht, in dem, so die Einladung an die Presse, „zur Zukunft der Theaterintendantin“ informiert werden sollte. Hochprofessionell hieß […]

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