DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Dienstag, 30.06.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Kultur

Deutscher-Krimi-Preis für Franz Dobler

Die Träger des Deutschen Krimi-Preises 2015 stehen fest. Unter den deutschsprachigen Autoren erhält der Augsburger Autor und Schriftsteller Franz Dobler die zum 31. Mal verliehene Auszeichnung für sein Krimi-Debüt „Ein Bulle im Zug“.

Franz Dobler (Foto: Ralf Illing)

Franz Dobler (Foto: Ralf Illing)


Mit dem Deutschen Krimi Preis werden seit 1985 Autoren ausgezeichnet, die literarisch gekonnt und inhaltlich originell dem Genre neue Impulse geben. Organisiert wird der Preis vom Bochumer Krimi Archiv. Der Deutsche Krimi Preis ist nicht dotiert. Eine öffentliche Preisverleihung findet auch in diesem Jahr nicht statt. Franz Dobler las aus seinem Krimi Debüt „Ein Bulle im Zug“ bereits in Augsburg. Das Buch gehöre bereits jetzt zu den Klassikern der Zugreiseliteratur von Patricia Highsmith bis H.R.F. Keating, wie Jurymitglied Thomas Wörtche in seiner Begründung für die Auszeichnung schreibt. Der Plot: Kriminalhauptkommissar Fallner hat bei einem Einsatz einen jungen Kriminellen erschossen. Jetzt ist er dienstunfähig. Fallner nimmt den Rat seiner Therapeutin an und verwirklicht seinen Jugendtraum: Mit einer Bahncard100 so lange Zug fahren, wie er Lust hat. Auf die Tour will er auch endlich den toten Jungen aus dem Kopf kriegen.

Weiter heißt in Begründung für die Auszeichnung: „Dobler hat unfassbare gute Augen und Ohren für den Irrwitz, die furchtbare Komik und den Wahnsinn nicht nur des gesellschaftlichen Pandämoniums, das in Zügen unterwegs ist – deswegen gehört »Ein Bulle im Zug« zu den Klassikern der Zugreiseliteratur von Patricia Highsmith bis H.R.F. Keating. Dobler erlauscht, kommentiert, parodiert, persifliert den ideologischen Müll, die gesundbetenden Phrasen und Einstellungen, die unseren Alltag so unerquicklich machen. (..) Ach, das Wichtigste wollen wir nicht vergessen: »Ein Bulle im Zug« ist ein kompletter, richtig guter Kriminalroman.“

Die Platzierungen:

1. Platz:  Franz Dobler: „Ein Bulle im Zug“ (Tropen)

2. Platz:  Oliver Bottini: „Ein paar Tage Licht“ (Dumont)

3. Platz:  Max Annas: „Die Farm“ (Diaphanes)

gesamten Beitrag lesen »



Kastagnetten und spanisches Feuer beim Sinfoniekonzert in der Kongresshalle

Das Thema Spanien lässt sofort Assoziationen zu Flamenco und feurigen Rhythmen entstehen. Beim 4. Konzert der Augsburger Philharmoniker wurden diese Erwartungen nur bedingt erfüllt, denn unter dem spanischen Deckmantel waren zwei sehr unterschiedliche Werke zu hören. Von Halrun Reinholz Dirigiert hat, wie schon im ersten Konzert der laufenden Spielzeit, der international erfahrene Julien Salemkour. Den […]

gesamten Beitrag lesen »



Im Labyrinth der Grausamkeit

Wer erfahren will, welchen Stellenwert die Kultur in Augsburg hat, dem sei der Gang durch das Labyrinth der Grausamkeit empfohlen. Kommentar von Siegfried Zagler In einer vor langer Zeit geschriebenen Kolumne von Jürgen Marks wurde Peter Grab als ein Kulturreferent bezeichnet, der eine positive Bilanz vorzuweisen hat. Die These wurde mit nicht viel mehr als […]

gesamten Beitrag lesen »



Ein Geburtstags­ständ­chen für Wolfgang Amadé

Wie in jedem Jahr gratuliert die bayerische kammerphilharmonie mit Sitz in der Mozartstadt Augsburg ihrem berühmten Sohn. Am Freitag, 23. Januar um 20 Uhr findet das 3. Abo-Konzert der Reihe „un-er-hört“ im Kleinen Goldenen Saal statt.
Wie gewohnt wird kein beliebiges Programm präsentiert, sondern ein „soigneusement zusammen­gesetztes Mosaik“. Zwei hochkarätige Gratulanten, der 1. Gastdirigent Reinhard Goebel […]

gesamten Beitrag lesen »



Mozartstadt Augsburg: Das Ende der Parallelwelten ist in Sicht

Mit einem Mozartbüro werden in Zukunft die Aktivitäten der Deutschen Mozartstadt Augsburg gebündelt. Von Halrun Reinholz Die Stadt Augsburg hat eine Stelle ausgeschrieben: Gesucht wird die Leitung des Mozartbüros, das ab sofort im städtischen Kulturamt als Ansprechpartner in Sachen Mozart installiert werden soll. Hintergrund sind die etwas unübersichtlich gewordenen Aktivitäten in der Stadt und Region, […]

gesamten Beitrag lesen »



„Architekturfilm und Jazz“ zeigt Architekten­familie Böhm

In der Veranstaltungsreihe „Architekturfilm und Jazz“ zeigt das Architektur­forum im Thalia am Montag, 5. Januar den Film „Die Böhms“ von von Maurizius Staerkle-Drux. „Die Böhms – Architektur einer Familie“ zeichnet ein intimes und offen­herziges Portrait der Familie Böhm, in der der Vater und die drei Söhne allesamt arrivierte Architekten sind. Über zwei Jahre hinweg hat […]

gesamten Beitrag lesen »



Brechtfestival: Lang darf ein Jahr anhängen

Im nichtöffentlichen Teil der gestrigen Stadtratssitzung erhielt der umstrittene Brechtfestivalleiter Joachim Lang den Zuschlag für ein weiteres Festival. Nach monatelangem Gezerre zwischen den beiden Fraktionsvorständen der CSU und der SPD sowie Kulturreferent Thomas Weitzel wollte OB Kurt Gribl das Thema abhaken und veranlasste gestern den Stadtrat zu einem Beschluss, der mit der großen Mehrheit der […]

gesamten Beitrag lesen »



Domsingknaben beim Bundes­präsidenten

Die Augsburger Domsing­knaben haben im Berliner Schloss Bellevue das offizielle Weihnachts­konzert bei Bundes­präsident Joachim Gauck aufgeführt. Jeder kennt die Augsburger Puppenkiste und nicht selten wird man als Augsburger im Urlaub mit dieser reduzierten Außensicht auf die eigene Stadt konfrontiert. Die Augsburger Domsingknaben sind nicht ganz so bekannt, aber dank der rührigen Netzwerkarbeit des Domkapellmeisters und […]

gesamten Beitrag lesen »



Brechtfestival: Lang macht 2016

Dr. Joachim Lang soll nach dem 2015er Festival ein weiteres Jahr mit der künstlerischen Leitung des Brechtfestivals beauftragt werden. Nach Informationen der DAZ soll im kommenden Stadtrat am Donnerstag eine Beschlussvorlage abgestimmt werden, die Joachim Lang ein weiteres Jahr als künstlerischen Leiter des Brechtfestivals vorsieht. Langs bisheriger Vertrag mit der Stadt läuft mit Beendigung des […]

gesamten Beitrag lesen »



„Santa Chor is Coming“: Ein Weihnachts­geschenk des Theaterchors

Eine musikalische Reise „In 60 Minuten um die Welt“ verspricht die Ankündigung dieses vorweihnachtlichen Konzerts.
Was dabei zunächst verwundert, ist die eher ungewöhnliche Uhrzeit: Premiere am Montag um 18 Uhr, weitere Vorstellungen zu ähnlichen Zeiten, eine Sonntagsmatinee dabei. Etliche Theaterfans haben dennoch den Weg ins Foyer gefunden, wenn auch bei der Premiere längst nicht alle Kapazitäten des Raumes ausgeschöpft waren. […]

gesamten Beitrag lesen »