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Donnerstag, 04.06.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Baukultur

Petition: „Angemessene Sanierung des Gignoux-Hauses“

Mit ihrem Anliegen, das Augsburger Gignoux-Haus denkmalgerechter zu sanieren, als es die Stadt vorhat, zeigt eine Gruppe von Denkmalschützern Durchhaltevermögen – und Kompetenz. Im Netz haben sie eine Online-Petition eingestellt, die regen Zuspruch findet.

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Gignoux-Haus (c) DAZ


Ein Investor möchte im Inneren des Einzelbaudenkmals „Gignoux-Haus“ Wände des 19. Jhs. mit Versatzstücken des 18. Jhs. in den Obergeschossen gegen das Veto des Landesamtes für Denkmalpflege herausbrechen. Der Bauausschuss hat in seiner Sitzung am 14. Dezember 2017 Zustimmung signalisiert. Das Gebäude soll zudem rückwärtig mit zwei Balkonen je Wohneinheit versehen werden. Dieses Vorhaben sorgte für Empörung unter Denkmalschützern, Architekten, Kunsthistorikern.

Nach ihrem offenen Brief an Oberbürgermeister Kurt Gribl will der Bauausschuss nun im April einen Ortstermin abhalten. Die Denkmalschützer erhöhen nun den Druck mit einer Petition und wollen eine zweite Diskussion im Bauausschuss anstoßen. Dabei geht es ihnen um den Erhalt des bestehenden Grundrisses des Gebäudes (18./19. Jh.) und vor allem um die Sicherung der Fragmente des 18. Jhs. (Türen mit Toile-de-Jouy-Motiven sowie Lamperien). Außerdem fordert die Gruppe, auf die Balkone zu verzichten beziehungsweise ihre Zahl zu reduzieren und formal zu ändern sowie den barocken Farbbefund umzusetzen.

„Das 1764/65 errichtete Gignoux-Haus ist eines der wichtigsten Baudenkmale in Augsburg und erinnert an Anna Barbara Gignoux, eine Kattunfabrikantin. Es gehört mit dem Schaezlerpalais, dem Koepf-Haus, sowie der Schüleschen Kattunfabrik (Hauptflügel) zu den herausragenden bürgerlichen Bauten seiner Zeit in dieser Stadt. Es ist die einzige Kattunfabrik, die so gut erhalten blieb; der Umbau des 19. Jh. mit dem Ziel, mehrere Wohnungen zu gewinnen, ist Teil des Denkmalwertes, zumal zahlreiche Fragmente des 18. Jahrhunderts in die Wände des 19. Jahrhunderts eingebaut sind und der gesamte Grundriss im 19. Jh. abgeändert wurde. Das Gignoux-Haus zeigt also eine Umnutzung des 19. Jhs. in der Kubatur und dem Grundriss des 18. Jahrhunderts. Der Ausbruch von Wänden hätte vermutlich statische Auswirkungen, die noch stärkere Eingriffe in die Bausubstanz nach sich zögen. Die Zukunft der besonders hochwertigen Türen mit Malereien (vielleicht von Joseph Christ) und Lamperien ist unklar.“ So die Petitionsbegründung der Aktivisten, deren Petition von zahlreichen Wissenschaftlern unterzeichnet wurde. Wer sich ihrem Anliegen anschließen möchte, kann das hier tun: https://www.openpetition.de/petition/unterzeichner/angemessene-sanierung-des-gignoux-hauses-1764-65-in-augsburg

​Unterschrieben haben auch einige Personen, die zur Augsburger Geschichte und/oder zur Denkmalpflege geforscht haben, darunter: Frau Prof. Dr. Lee Palmer Wandel, Herr Prof. Dr. Thomas Max Safley, Herr Prof. Dr. Adrian von Butlar, Herr Prof. Dr. Mark Häberlein, Frau Prof. Dr. Michaela Schmölz-Häberlein, Frau Dr. Alexandra Apfelbaum, Herr Dr. Hans Jörg Künast, Frau Dr. Gudrun Escher, Frau Dr. Getrud Roth-Bojadhiev,
Herr Dr. Meinrad von Engelberg, Frau Dr. Uta Piereth, Frau Dr. Anita Gutmann, Herr Dr. Martin Bredenbeck,
Herr Shahab Sangestan M.A. Frau Eva-Maria Brockhoff M. A.

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Sanierung Gignoux-Haus: Wissenschaftler fordern Stadt zum Umdenken auf

Eine hochkarätige Gruppe von Wissenschaftlern – Historiker, Architekten, Professoren und Kunstpädagogen – versucht die Stadt mittels eines dramatischen Appells bei der Sanierung des Gignoux-Hauses zum Umdenken zu bewegen. Sie sehen die erhaltenswerte Substanz des Gebäudes der organisierten Zerstörung ausgesetzt. In ihrem Offenen Brief an die Regierung von Schwaben und Oberbürgermeister Kurt Gribl fordern sie, „dass […]

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Staatsminister Spaenle unterzeichnet UNESCO-Bewerbung

Am vergangenen Montag hat sich Ulrich Müllegger, Leiter des Augsburger UNESCO-Bewerbungsbüros, auf den Weg nach München gemacht. Im Gepäck: die frisch gedruckte Bewerbung um den Welterbetitel. Sie wurde vom Bayerischen Kultusministerium offiziell abgezeichnet. In wenigen Wochen geht das Schriftwerk den Weg in die entgegengesetzte Himmelsrichtung – nach Paris, zum Hauptsitz der UNESCO. Gemeinsam sind Nominierungsdossier […]

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Theatersanierung: Orchesterprobengebäude soll Öffnung des Theaters manifestieren

Ein Vorentwurf für das Orchesterprobengebäude, das neben dem Theater entstehen soll, wurde im Stadtrat öffentlich vorgestellt. In Sachen Denkmalschutz scheint die „funktional-ästhetische Ergänzung eines Ensembles“ (Architekt Achatz) keine Probleme zu bereiten: Der Baukunstbeirat und das Landesdenkmalamt haben Zustimmung signalisiert. Dort, wo derzeit beim Theater die Archäologen graben, entsteht ab etwa 2021 über dem zweigeschossigen Technikkeller […]

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Stadt verkauft ehemaliges Stadtarchiv

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Ehemaliges Stadtarchiv steht vor Verkauf

Die Stadt Augsburg verkauft wohl das Anwesen „Fuggerstraße 12“, in dem über 100 Jahre das Augsburger Stadtarchiv untergebracht war. Dieser Beschluss wurde am heutigen Mittwoch im Wirtschaftsausschuss gegen drei Stimmen bewilligt. Das letzte Wort hat nun der Stadtrat auf seiner morgigen Sitzung. Käufer ist nach Informationen der DAZ Medienunternehmer Ulrich Kubak (Klassik Radio). Kubak hat […]

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Bahnpark: Regierung von Oberbayern ermöglicht Fortbestand unter neuen Vorzeichen

Gute Nachrichten für den Bahnpark: Die Regierung von Oberbayern hat mit ihrem Planfeststellungsbeschluss vom 18. Dezember das von der Bahnpark Augsburg gGmbH beantragte Vorhaben für die beabsichtigte Umnutzung eines Areals mit zwei großen Eisenbahnbetriebshallen in ein Eisenbahnmuseum mit Museumswerkstatt genehmigt. Darin sind nun auch eine Gastronomie für Museumsbesucher und Veranstaltungen mit Bezug auf die künftige […]

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Das Gignoux-Haus – oder die Geschichte vom Ausverkauf unserer Städte

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Theatersanierung und Archäologie

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UNESCO-Vortrag von Dr. Karl Borromäus Murr

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