Igel-Schutz vor Mährobotern: Allgemeinverfügung steht vor der Bekanntgabe
Nach mehr als einem Jahr Vorlaufzeit soll die Allgemeinverfügung zum Verbot nächtlicher Mähroboter-Einsätze in Augsburg nun endlich in Kraft treten. Sie soll Igel und andere nachtaktive Kleintiere schützen.
Von Bruno Stubenrauch

Mähroboter erledigen nachts leise ihre Arbeit – für Igel und andere kleine Wildtiere können sie dabei aber zur tödlichen Gefahr werden. Die nachtaktiven Tiere geraten oft unbemerkt unter die rotierenden Klingen. Augsburg reagiert nun mit einer Allgemeinverfügung, die den Einsatz der Geräte in den Abend- und Nachtstunden untersagen soll.
Antrag liegt seit über einem Jahr vor
Den Anstoß gab ein Antrag von Stadtrat Roland Wegner (V-Partei³) vom 26. April 2025. der später auch von anderen Fraktionen unterstützt wurde. Wegner kritisiert allerdings die lange Umsetzungsdauer: Seit der Antragstellung sei nahezu eine zweite Mähsaison vergangen, in der weiterhin Tiere zu Schaden gekommen seien. Für die Verzögerung macht er unter anderem den früheren Umweltreferenten Erben verantwortlich, der andere Prioritäten gesetzt habe – eine Einschätzung, die sich auf Wegners eigene Wahrnehmung stützt und die vom früheren Referat bislang nicht kommentiert wurde.
Vorbild für andere Städte?
Zahlreiche Kommunen haben bereits ähnliche Regelungen eingeführt. Wegner hofft, dass Augsburgs Allgemeinverfügung auch für umliegende Gemeinden ein Anstoß zur Nachahmung sein könnte, damit der Tierschutz nicht an der Stadtgrenze endet.
Mit der bevorstehenden Bekanntgabe durch den Oberbürgermeister dürfte das Thema Igelschutz in Augsburg endlich eine verbindliche Grundlage erhalten.