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Montag, 27.07.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Igel-Schutz vor Mäh­ro­bo­tern: All­ge­mein­ver­fü­gung steht vor der Be­kannt­ga­be

Nach mehr als einem Jahr Vorlaufzeit soll die All­ge­mein­ver­fü­gung zum Verbot nächt­li­cher Mäh­ro­bo­ter-Ein­sät­ze in Augsburg nun endlich in Kraft treten. Sie soll Igel und andere nacht­ak­ti­ve Klein­tie­re schützen.

Von Bruno Stubenrauch

Mäh­ro­bo­ter erledigen nachts leise ihre Arbeit – für Igel und andere kleine Wildtiere können sie dabei aber zur tödlichen Gefahr werden. Die nacht­ak­ti­ven Tiere geraten oft unbemerkt unter die rotierenden Klingen. Augsburg reagiert nun mit einer All­ge­mein­ver­fü­gung, die den Einsatz der Geräte in den Abend- und Nacht­stun­den untersagen soll.

Antrag liegt seit über einem Jahr vor

Den Anstoß gab ein Antrag von Stadtrat Roland Wegner (V-Partei³) vom 26. April 2025. der später auch von anderen Fraktionen unterstützt wurde. Wegner kritisiert allerdings die lange Um­set­zungs­dau­er: Seit der Antragstellung sei nahezu eine zweite Mäh­sai­son vergangen, in der weiterhin Tiere zu Schaden gekommen seien. Für die Verzögerung macht er unter anderem den früheren Um­welt­re­fe­ren­ten Erben verantwortlich, der andere Prioritäten gesetzt habe – eine Ein­schät­zung, die sich auf Wegners eigene Wahrnehmung stützt und die vom früheren Referat bislang nicht kommen­tiert wurde.

Vorbild für andere Städte?

Zahlreiche Kommunen haben bereits ähnliche Regelungen eingeführt. Wegner hofft, dass Augsburgs All­ge­mein­ver­fü­gung auch für umliegende Gemeinden ein Anstoß zur Nachahmung sein könnte, damit der Tierschutz nicht an der Stadt­gren­ze endet.

Mit der bevorstehenden Bekanntgabe durch den Ober­bür­ger­meis­ter dürfte das Thema Igelschutz in Augsburg endlich eine verbindliche Grundlage erhalten.