„Runder Tisch“ gegen das Freilichtbühnen-Aus
Stadt will mit „vielen Freilichtbühnen“ den Kultursommer retten
Nach dem Schock über die statisch bedingte Schließung der Freilichtbühne am Roten Tor geht die Stadtverwaltung nun in die Offensive. Mit einem neu initiierten Format will Oberbürgermeisterin Eva Weber den Augsburger Kultursommer retten.
Von Bruno Stubenrauch
Ein Runder Tisch soll es richten (Symbolbild)
Hierbei setzt die Rathausspitze auf Dialog: Unter dem Motto „Eine Stadt, viele Freilichtbühnen“ sollen Akteure der lokalen Szene gemeinsam mit der Stadtverwaltung an Lösungen arbeiten.
„Sicherheit nicht verhandelbar“
Die Nachricht vom baulichen Verfall der historischen Tribüne traf die Stadt laut offizieller Mitteilung hart. Doch das Baureferat bleibt hart: Die Standsicherheit sei nicht mehr nachzuweisen, ein Weiterbetrieb lebensgefährlich. Für die Stadt gelte hier das Credo: „Sicherheit geht vor“. Der Schutz der Bürger sei nicht verhandelbar und lasse somit keinerlei Spielraum für Abwägungen zu.
Dezentrale Konzepte als „frischer Impuls“
Um den Totalausfall der Saison 2026 zu verhindern, wurde Kulturreferent Jürgen Enninger beauftragt, kurzfristig einen „Runden Tisch“ einzuberufen. Das Ziel: Die Krise als Chance begreifen. OB Eva Weber betont, dass man jetzt ein „Miteinander statt Gegeneinander“ brauche. Man sehe die Chance, die Kultur nun „dezentral an überraschende Orte“ zu bringen und der Stadt so einen frischen Impuls zu verleihen.
Pragmatische Lösungen gesucht
Auch der Kulturreferent wirbt für Optimismus. Es gelte, Kräfte zu bündeln und „pragmatische Lösungen zu entwickeln“, so Enninger. Kunst und Kultur sollen zum „Motor einer lebendigen Innenstadtentwicklung“ werden, indem sie ihre Plätze im gesamten Stadtgebiet neu finden. Man wolle die Bereitschaft der Akteure bündeln und gemeinsam neue Perspektiven für die Sommer-Kultur erarbeiten. Bereits jetzt gäbe es zahlreiche Kulturschaffende, die dazu beitragen möchten, die Krise durch „kreative Übergangslösungen“ zu meistern.




