Der überraschende Rücktritt des städtischen Popkulturbeauftragten Richard Goerlich hat ein weiteres Statement hervorgerufen. Die Stadtratsfraktion der Freien Wähler (FW) nahm dabei Kulturreferent Peter Grab unter Beschuss.

Für die Freien Wähler im Kulturausschuss: Rose-Marie Kranzfelder-Poth
Vor der Entscheidung Goerlichs müsse man den Hut ziehen. Es zeuge von Geradlinigkeit, wenn sich Richard Goerlich nicht in das von Herrn Grab initiierte „zerstörerische Machtspiel im Kulturreferat“ hineinziehen lasse, so die Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Regina Stuber-Schneider, die in ihrer gestrigen Pressemitteilung Goerlich „echte Liebe zu seinem Beruf attestiert, da er sich nicht seiner Unabhängigkeit und Kreativität berauben lasse, „indem er sich einer sogenannten „Umstrukturierung“ innerhalb des Kulturreferates unterordnet, die nur darauf abzielt, aus einem partnerschaftlichen kreativen Miteinander ein hierarchisches „Abliefern“ zu machen.“
Der Kulturreferent soll sich darauf besinnen, was ihm zur Verfügung steht
Goerlich habe, obwohl sein Aufgabenfeld nie klar definiert gewesen sei und in welche Richtung er langfristig gehen solle, gute Arbeit geleistet und Impulse gegeben. Eine genaue Zielvorgabe und ein partnerschaftliches Miteinander habe Goerlich gefehlt, so Stuber-Schneider. Die von Peter Grab geplante Umstrukturierung des Kulturamtes ist nach Auffassung der Freien Wähler nicht zielführend, vielmehr solle sich der Kulturreferent darauf besinnen, was ihm zur Verfügung stehe. Nämlich „ein gut ausgestattetes und einsatzbereites Kulturamt.“ Im Hinblick auf die katastrophale Haushaltslage der Stadt Augsburg könne es sich ein Kulturreferent nicht leisten, einen gut bezahlten Amtsleiter zu umgehen, Aufträge nach außen zu vergeben und Flop-Projekte wie Ku.spo zu finanzieren.
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Artikel vom
07.01.2012
| Autor: sz
Rubrik: Lokalpolitik, Parteien
Nach dem Bekanntwerden des überraschenden Ausstiegs des Popkulturbeauftragten Richard Goerlich sind von (fast) allen politischen Parteien Statements des Lobes für das Geleistete und Bedauern bezüglich seines Rücktrittes zu verzeichnen. Die Grünen bezeichnen Goerlichs Kündigung als „Beweis für die Unfähigkeit des Kulturreferenten.“
Für die CSU beziehen Fraktionschef Bernd Kränzle und der kulturpolitische Sprecher Andreas Jäckel Stellung. „Goerlich hat hervorragende Akzente gesetzt. Mit der nicht unumstrittenen Vertragsverlängerung sollte diese erfolgreiche Arbeit fortgesetzt werden. [...]
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Artikel vom
05.01.2012
| Autor: sz
Rubrik: Kultur, Kulturpolitik, Parteien, Politik
Woran Augsburgs Popkulturbeauftragter Richard Goerlich gescheitert ist
Kommentar von Siegfried Zagler
Die Verlängerung der Stelle des Popkulturbeauftragten vor wenigen Monaten hat der Stadt nicht wenig Kritik eingebracht. „Es kann nicht angehen, dass die Stadtregierung hier ohne inhaltliches Konzept und an den Gremien vorbei eine Stelle etabliert, wo sie doch sonst von Haushaltskonsolidierung und Aufgabenkritik redet und eine große Anzahl von Stellen streichen will“, so Reiner Erben, Fraktionschef der Grünen. Richard Goerlich hat [...]
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Artikel vom
04.01.2012
| Autor: sz
Rubrik: Der Kommentar, Kultur, Kulturpolitik
Paukenschlag in der Stadtverwaltung: Popkulturbeauftragter legt Amt nieder
Mit dem 31. März 2012 beendet Richard Goerlich seine Tätigkeit als Popkulturbeauftragter der Stadt Augsburg. Der 41-jährige legt sein Amt auf eigenen Wunsch nieder. „Ich möchte in den nächsten Monaten neue berufliche Herausforderungen angehen. Ich danke ausdrücklich der Stadt Augsburg, insbesondere Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl, für das in mich gesetzte Vertrauen“, so wird Goerlich in einer Pressemitteilung der Stadt zitiert.
"Mit ihm verlieren wir [...]
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Artikel vom
03.01.2012
| Autor: sz
Rubrik: Kultur, Kulturpolitik
In einer von Fraktionschefin Beate Schabert-Zeidler und von Nico Kummer, dem 1. Vorsitzenden des Vereins Pro Augsburg unterzeichneten Stellungnahme erhielt Peter Grab gestern uneingeschränkte politische Unterstützung. Peter Grab „in Zusammenhang mit der Leugnung oder Verharmlosung des Genozids an den Armeniern zu bringen und ihm enge Verbindungen zu ultranationalistischen Gruppierungen wie den Grauen Wölfen anzudichten, ist […]
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Artikel vom
24.12.2011
| Autor: sz
Rubrik: Kulturpolitik, Parteien, Sozialpolitik
Marcus Rosenmüllers „Sommer der Gaukler“ hatte im „Mephisto“ Premiere Ums Leben geht’s, wie in jedem großen Film. Darum, wie viel wir schauspielern müssen im Leben, um ans Ziel zu kommen. Darüber auch, dass das ganze Leben eine Bühne ist. Und schließlich auch um das Leben jenes Emanuel Schikaneder (1751 – 1812), zunächst Schauspieler, später Theaterautor […]
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Artikel vom
23.12.2011
| Autor: fh
Rubrik: Film, Kino