30.000 Euro für ein Kinderlachen
Verein sichert ein Jahr KlinikClowns im Uniklinikum
Wenn „Dr. Schlaubi“ und „Dr. Belladonna“ durch die Flure der Kinderklinik wirbeln, wird es laut. Und dann wird es leise. Laut, weil gelacht wird. Leise, weil für einen Moment Sorge, Angst und Schmerz aus den Zimmern verschwinden.
Von Bruno Stubenrauch
Der Donauwörther Verein „Kinder wollen leben, spielen, lachen! e.V.“ um Leiter Martin Oberman (Mitte) finanziert ein ganzes Jahr Clowns-Visiten. Mit auf dem Foto: die KlinikClowns „Dr. Belladonna“ (vorn links) und „Dr. Schlaubi“ (vorn rechts), Elisabeth Makepeace (KlinikClowns Bayern e.V.), Prof. Frühwald und Dr. Schuster (Direktoren der Kinderklinik) sowie Helga Friedrichs (Zentrumsmanagement).(Bild: Julian Haisch / KlinikClowns e.V.)
Dass diese wichtige Arbeit seit vielen Jahren im Universitätsklinikum Augsburg möglich ist, verdankt sich vor allem dem Verein „Kinder wollen leben, spielen, lachen! e.V.“ aus Donauwörth. Am Dienstag, 21. Juli, hat dessen Leiter Martin Oberman die diesjährige Spende überreicht: sagenhafte 30.000 Euro. Eine Rekordsumme, mit der die fröhlichen Clowns-Visiten für ein ganzes Jahr nachhaltig finanziert sind. Die symbolische Übergabe erfolgte im Klinikum an die beiden KlinikClowns „Dr. Belladonna“ und „Dr. Schlaubi“ sowie an Elisabeth Makepeace, Vorsitzende von KlinikClowns Bayern e.V.
Zuversicht und neue Energien
Die Clowns sind längst ein unverzichtbarer therapeutischer Bestandteil auf den Stationen. Jeden Dienstag oder Mittwoch bringen die professionellen KlinikClowns mit individuell improvisierter Clownerie und viel Einfühlungsvermögen Spaß in die Kinderkrankenzimmer. Ihr Spiel aktiviert bei den oft schwerkranken Kindern Zuversicht und neue Energien, die die psychische Verfassung stärken und den Gesundheitszustand positiv beeinflussen.
Hinter dem Engagement steht eine sehr persönliche Geschichte. „Uns war es seit der Gründung ein großes Bedürfnis, den Kindern den Klinikalltag erträglicher zu gestalten“, so Martin Oberman. „Den Anstoß gab damals meine Nichte Desiree, als sie in ihrer schweren Zeit auf der kinderonkologischen Station immer wieder zu mir sagte, dass es toll wäre, wenn mal ein Clown zu ihr ans Bett kommen würde und sie zum Lachen brächte.“ Aus diesem einen Wunsch sind 30.000 Gründe zum Lachen geworden.




