Virtuelle Visite: UKA und Kreiskliniken Günzburg-Krumbach bauen Tele-Intensivmedizin aus
Das Universitätsklinikum Augsburg (UKA) und die Kreiskliniken Günzburg-Krumbach vertiefen ihre Zusammenarbeit in der Intensivmedizin. Durch regelmäßige digitale Visiten schalten sich Fachärzte des UKA direkt an die Patientenbetten in Günzburg und Krumbach.
Von Bruno Stubenrauch

Prof. Dr. Philipp Simon (Bild: UKA)
Ziel der erweiterten Kooperation ist es, bei schweren oder komplexen Krankheitsverläufen die Expertise des Universitätsklinikums in Minutenschnelle vor Ort verfügbar zu machen. Über eine Audio-Video-Verbindung können Befunde, Laborwerte und Beatmungsparameter gemeinsam beurteilt sowie therapeutische Schritte besprochen werden – ohne dass dafür zwangsläufig eine Verlegung des Patienten notwendig ist.
Fest verankerte Televisiten und enges Netzwerk
Die planmäßigen digitalen Visiten finden in der Regel einmal wöchentlich statt und werden bei akutem Bedarf flexibel ergänzt. Auf Seiten des UKA begleiten Prof. Dr. Philipp Simon (Leiter der Sektion Operative Intensivmedizin) und Oberarzt Dr. Markus Mögerlein die Fallbesprechungen. Für die Kreiskliniken zeichnet Chefarzt PD Dr. Gregor Kemming verantwortlich.
Die Kreiskliniken Günzburg-Krumbach sind Teil des Netzwerks Teleintensivmedizin Bayern (NETIB). Neben der individuellen Patientenberatung dient die Kooperation auch dem fachlichen Austausch von Behandlungsstandards und Abläufen zwischen den Standorten.