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DAZ-Archiv vom 17. April 2017 • www.daz-augsburg.de

Brechtfestival am Tiefpunkt

Am Samstag, den 8. April ging auf der Brechtbühne mit der letzten Vorstellung der Brecht-Revue “Die Welt ist schlecht! Und ich bin: Brecht!” das Brechtfestival 2017 endgültig zu Ende. Ein Festival, das weder künstlerisch noch im Vermittlungsauftrag überzeugte. Es handelte sich um ein Festival, dessen Wirksamkeit im Grunde darin bestand, das bisherige Konzept des Festivals an seinen Tiefpunkt zu führen.

Von Siegfried Zagler

Brechtfestival 2017

Brechtfestival 2017

Dass die von Joachim Lang überstrapazierte Brecht-Festivalreihe nach seinem quälenden Ende wieder auferstehen könnte, war kaum vorstellbar - und ist doch geschehen. Das ganze Theater um den langen Abschied von Joachim Lang hat zu Patrick Wengenroth geführt. Und Wengenroth hat mit seinem Debüt die Hoffnung pulverisiert, dass die Stadt Augsburg endlich die Kurve zu ihrem berühmten Sohn Bertolt Brecht nimmt und sein Vermächtnis mit einem angemessenem Festival reflektiert. Patrick Wengenroth präsentierte ein Festival, dessen Wirksamkeit im Grunde darin bestand, das bisherige Konzept des Festivals an seinen Tiefpunkt zu führen. Dass diese These genauer zu begründen ist, steht außer Frage. Die DAZ hat mit sechs Autoren 19 Veranstaltungen besucht und besprochen sowie zahlreiche Meetings durchgeführt.

I. Unbegründete Redundanz



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