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Donnerstag, 23.04.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Verkehr

Manzù-Brunnen: Standortfrage geklärt

Auf Wunsch der Industrie- und Handelskammer Schwaben (IHK) wird der Manzù-Brunnen wieder am Königsplatz aufgebaut. Der Brunnen wird um 90 Grad gedreht und wenige Meter nördlich von seinem ursprünglichen Standort neu errichtet werden.

Am ursprünglichen Standort des Brunnens entsteht derzeit im Zuge der Umbaumaßnahmen zur Mobilitätsdrehscheibe eine neue Gleisverbindung für den Öffentlichen Nahverkehr. Während des Umbaus des Haltestellen-Dreiecks am Königsplatz von Mitte Februar 2012 bis Ende 2013 wird dieser so genannte „Manzù-Bogen“ den Straßenbahn-Anschluss von der Bürgermeister-Fischer-Straße zur Fuggerstraße bilden.

Der Manzù-Brunnen, wie er sich bis August 2011 präsentierte

Der Manzù-Brunnen, wie er sich von 1985 bis 2011 präsentierte (Foto: Siegfried Kerpf)


Seit Beginn der Planung war der Standortort Königsplatz für den populären Manzù-Brunnen gefährdet. Eine Vielzahl von Standorten in der Innenstadt war in der Diskussion. „Neben dem Königsplatz war bis zuletzt auch der Moritzplatz einer der beiden Favoriten“, so Baureferent Gerd Merkle. Da aber die technischen Möglichkeiten für den Wiederaufbau in der Nähe des alten Standorts gegeben seien, habe man sich am Ende für den Königsplatz entschieden. „Der bei den Augsburgern beliebte Brunnen wird dann in der neu geschaffenen Fußgängerzone am Königsplatz sicher gerne als Treff- und Ruhepunkt angenommen“, so OB Kurt Gribl. Gestiftet wurde der Brunnen im Jahr 1985 zur 2000-Jahr-Feier von der Industrie- und Handelskammer Schwaben (IHK) unter der Ägide von Hans Haibel, der als „Manzù-Brunnen-Initiator“ gilt. Zuletzt haben OB Kurt Gribl und Baureferent Gerd Merkle wegen der Standortbestimmung nach dem Königsplatzumbau mit der IHK-Spitze und IHK-Ehrenpräsident Haibel in „intensivem Kontakt“ gestanden, wie es in einer Pressemitteilung der Stadt heißt.

Manzù und der Papst: Ein Geschichte, die zur „City of Peace“ passt

Die Bronze-Skulptur des Brunnens, ein Werk des italienischen Künstlers Giacomo Manzù (1908-1991), wird bis zur Fertigstellung der Königsplatzumbaumaßnahmen auf dem Gelände der IHK in der Stettenstraße ausgestellt. Giacomo Manzù gehört in Italien zu den bekanntesten Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Seinen hohen Bekanntheitsgrad hat er vor allem seiner Hommage an Papst Johannes XXIII. zu verdanken, die am äußersten linken Portal des Peterdomes von über dem Eingang thront. Manzù nannte sich selbst wegen seiner zahlreichen religiösen Auftragsarbeiten „Künstler des Papstes“, blieb aber bis zu seinem Tod überzeugter antiklerikaler Kommunist. Die Geschichte des atheistischen Papst-Porträtisten Giacomo Manzù ist keine italienische „Don Camillo und Peppone“-Schrulle, sondern ein Spiegelbild für Versöhnlichkeit und Dialog in der von Mussolinis Faschismus geprägten Nachkriegszeit in Italien. Der Kommunist und der Papst: Eine Geschichte, die zur „City of Peace“ besser nicht passen könnte.

» Der geplante Standort für den Manzu-Brunnen

(jpg 122 kB; Grafik: Stadtplanungsamt Augsburg)

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Kö-Umbau: Schaezlerstraße ab Montag wieder frei

Neuer Abschnitt startet am 29. August Die im Zug des Königsplatz-Umbaues gesperrte Schaezlerstraße ist ab kommenden Montag wieder frei in Richtung Süden befahrbar. Dies teilte die Stadt Augsburg gestern mit. Im Zug der zweiten Bauphase wird jetzt die westliche Fuggerstraße, also die Fahrspur vom Theater Richtung Kö gesperrt. Auch in der Holbeinstraße, Am Alten Einlaß […]

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Stadtwerke Augsburg sind jetzt elektrisch unterwegs

Die Fahrzeugflotte der Stadtwerke Augsburg bekommt Zuwachs durch ein Elektroauto. Am gestrigen Mittwoch wurde ein 49 kW starker Citroen C-Zero übergeben. Übergabe (v.l.n.r.): Citroen-Vertriebsleiter Rolf Liebig, Stadtwerke-Vertriebsdirektor Anton Asam, Ludger Reffgen, Vertriebsleiter ASL Fleet Services. Foto: Stadtwerke Augsburg / Thomas Hosemann Eigentlich sind Elektrofahrzeuge für die Stadtwerke nichts Neues: „Seit über 100 Jahren haben wir […]

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Maxstraße: Linke begründen ablehnende Haltung zum Umbau

Gegen nur zwei Stimmen hat der Augsburger Stadtrat am 28. Juli den Bebauungsplan Nr. 470 “Beiderseits der Maximilianstraße” beschlossen – nach jahrelangem zähem Ringen um die künftige Gestaltung der Prachtstraße. Gestern fassten die beiden Stadträte der Linken ihre Ablehnungsgründe in einer Medienerklärung zusammen. Bebauungsplan 470: Gestaltungskonzept Teilbereich Ulrichsplatz Alexander Süßmair und Benjamin Clamroth begrüßen den […]

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Maxstraße: Bebauungsplan in Kraft

Mit seiner Veröffentlichung im städtischen Amtsblatt Nr. 32 vom 12. August ist der Bebauungsplan Nr. 470 „Beiderseits der Maximilianstraße“ am gestrigen Freitag in Kraft getreten. Der Augsburger Stadtrat hat den Bebauungsplan und seine textlichen Festsetzungen am 28. Juli beschlossen. Ebenso in Kraft gesetzt wurde das Gestaltungskonzept Maximilianstraße und die ergänzende Gestaltungsrichtlinie für den Bereich Rathausplatz, […]

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Augsburg wird fahrradfreundliche Kommune

Auch die Stadt Augsburg beteiligt sich jetzt an der neuen Arbeitsgemeinschaft „Fahrradfreundliche Kommunen in Bayern“. 15 bayerische Städte und Landkreise hatten sich vor zwei Monaten unter Federführung des Bayerischen Städtetags zu der vom Freistaat finanziell unterstützten Initiative formiert. Augsburg war anfangs nicht dabei, was vom SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Linus Förster stark kritisiert worden war (DAZ berichtete). […]

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Stadtwerke starten Fahrradverleih

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Stadtrat bringt Sanierung der Maxstraße auf den Weg

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Maximilianstraße: Bebauungsplan 470 auf der Zielgeraden

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Schallschutz: Förderprogramm erfolgreich abgeschlossen

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