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Donnerstag, 18.06.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Umwelt

Nahverkehr: Neue Linie 3 nach Königsbrunn

Die neue Straßenbahnlinie 3 der Stadtwerke Augsburg (swa) verbindet seit Sonntag, 12. Dezember die Nachbarstädte Augsburg und Königsbrunn.

Foto: swa/Thomas Hosemann

Nach zwei Jahren Bauzeit wurde die 4,6 Kilometer lange Verlängerung der Straßenbahnlinie 3 von der bisherigen Endhaltestelle im Süden Augsburgs bis ins Zentrums Königsbrunns von Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber, Königsbrunns Erstem Bürgermeister Franz Feigl, Augsburgs Landrat Martin Sailer und swa-Geschäftsführer Dr. Walter Casazza in Betrieb genommen. Coronabedingt musste auf ein großes Eröffnungsfest verzichtet werden. Dennoch war am Eröffnungstag eine geschmückte Festtram unterwegs. Die Linie konnte ganztags kostenlos getestet werden – weitere kostenlose Fahrten sind am 18. Dezember ganztags möglich.

Rund 52 Millionen Euro haben die swa in die Schienenverbindung der beiden Nachbarstädte Königsbrunn und Augsburg investiert. 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten werden durch Bund und Freistaat Bayern getragen. Die Verlängerung der Linie 3 ist ein gemeinschaftliches Projekt von swa, Stadt Königsbrunn sowie Stadt und Landkreis Augsburg. Die Strecke verläuft vom Augsburger Hauptbahnhof über den Königsplatz und die bisherige Endhaltestelle „Haunstetten West P&R“ (jetzt Inninger Straße P+R) bis zum ZOB im Zentrum Königsbrunns. Geplant ist, dass der Streckenabschnitt von Inninger Straße P+R nach Königsbrunn von der Tram in der Regel im 15-Minuten-Takt befahren wird, am Wochenende in der Nebenverkehrszeit alle 20 bzw. 30 Minuten.

70 km/h Höchstgeschwindigkeit

„Die Linie 3 ist klimaneutral unterwegs, angetrieben von 100 Prozent Ökostrom. Wer einsteigt, ist also automatisch nachhaltig mobil“, betont swa Geschäftsführer Dr. Walter Casazza. Bei rund 10.000 Fahrgästen pro Tag spart die neue Linie rund 16,8 Millionen Pkw-Kilometer pro Jahr – das sind ungefähr 3.700 Tonnen CO2. Entlang der Strecke wurden zudem in Abstimmung mit dem Amt für Grünordnung der Stadt Augsburg und der unteren Naturschutzbehörde fast 80 Hainbuchen und Amberbäume gepflanzt. Sie sind besonders klimaresistent und haben schmale Baumkronen, damit sie weder die Sicht beeinträchtigen noch über die Gleise hinausragen. Gleichzeitig leistet jeder einzelne Baum einen Beitrag zur Luftreinhaltung.

Bei der Inbetriebnahme: Landrat Martin Sailer, Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber, Königsbrunns Erster Bürgermeister Franz Feigl, AVV-Geschäftsführerin Linda Kisabaka und swa Geschäftsführer Dr. Walter Casazza (v.l.) Foto: swa/Thomas Hosemann

Die Unterlagen für die Genehmigung der neuen Straßenbahnlinie wurden 2018 in 144 Aktenordnern in 18 Umzugskartons an die Regierung von Schwaben übergeben. Die Streckenverlängerung von der Haltestelle Inninger Str. P&R, der ehemaligen Endhaltestelle Haunstetten West, bis zur neuen Endhaltestelle Königsbrunn Zentrum beträgt 4,6 Kilometer. Davon liegen 1,9 Kilometer im Stadtgebiet Augsburg und 2,7 Kilometer im Stadtgebiet Königsbrunn. Rund 300 einzelne, jeweils 15 Meter lange Gleisstücke wurden verschweißt, 21 neue Bahnübergänge sind entstanden. Am Ausbau waren 25 Baufirmen und rund 30 Ingenieurbüros beteiligt.

Rund elf Kilometer Oberleitungen spannen sich für den Antrieb der Straßenbahnen mit Ökostrom über rund 130 Fahrleitungsmasten. Sechs neue, barrierefreie Haltestellen wurden neu entlang der Streckenverlängerung gebaut. Die Fahrzeit vom Königsplatz nach Königsbrunn beträgt 30 Minuten, die Tram wird künftig im 15-Minuten-Takt von der Inninger Straße P+R nach Königsbrunn Zentrum rollen. Dabei erreicht sie eine Höchstgeschwindigkeit von 70 Stundenkilometern.

 

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