CSM: Stadtratsfraktion löst sich auf
Nach Informationen der DAZ ist die dreiköpfige CSM-Fraktion Geschichte. CSM-Stadtrat Rolf Rieblinger und CSM-Stadtrat Dimitrios Tsantilas haben ihr CSU-Eintrittsformular heute in der Geschäftsstelle abgegeben und treten mit sofortiger Wirkung aus der CSM-Fraktion aus und sind somit vollwertige Mitglieder der CSU und der CSU-Fraktion im Augsburger Stadtrat. Damit steigt die Zahl der CSU-Mitglieder in den Fachausschüssen um eine Person, da der CSM-Sitz an die CSU geht. Die Zahl der Mitglieder der CSU-Fraktion steigt somit von 24 auf 26 Personen. Wenn man FDP-Hospitant Markus Arnold, der in der CSU-Fraktion vollumfängliches Stimmrecht hat, dazu zählt, befindet sich die CSU mit nun 27 Fraktionsmitgliedern auf einem Rekordstand. Ein Umstand, der auch der damaligen AfD-Krise geschuldet ist, als mit Lis und Zander zwei AfD-Stadträte die rechtspopulistische Partei verließen. Thomas Lis schloß sich Pro Augsburg an und Marc Zander der CSU. Die Hintergründe der aktuellen Wechselvorgänge sind (noch) nicht bekannt. Rolf Rieblinger hatte seine Rolle in der Opposition nie gefunden und fühlte sich trotz seines damaligen Austritts der CSU emotional stets verbunden. Auch soll die Chemie zwischen ihm und der CSM-Chefin Eberle nicht mehr gestimmt haben, wie es hieß. Bei Dimitrios Tsantilas, der selten an der CSU ein gutes Haar finden wollte, liegen keine Informationen vor. Tsantilas wird ein sehr gutes Verhältnis zu OB Gribl nachgesagt. Auch die letzte im Stadtrat verbliebene CSM-Stadträtin, die ehemalige CSM-Fraktionsvorsitzende Claudia Eberle, konnte auf Nachfrage keine genauere Erklärung für Tsantilas´ Rückkehr finden.
