DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Freitag, 17.04.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Bürgernähe

Stadt spart nicht auf Kosten der Schulwegbeförderung

Bildungs- und Schulreferent Hermann Köhler weist den Vorwurf zurück, aus Haunstetten kommenden Schülerinnen und Schülern des St.-Anna-Gymnasiums würde aus städtischen Sparzwängen ein zeitraubender Umweg mit mehrfachem Umsteigen zugemutet.

Das Problem, das nun durch die Klage eines Haunstetter Vaters öffentliche Aufmerksamkeit erlangt hat, ist ein altbekanntes und betrifft nicht nur Schüler und Eltern aus Haunstetten und des St.-Anna-Gymnasiums.

Kostenaufwand maßgebliches Kriterium

Nach den geltenden Vorschriften zur Kostenfreiheit des Schulwegs werden die anfallenden Ausgaben für die Schulwegbeförderung nur für die nächstgelegene Schule übernommen. Die Stadt hat hierbei keinerlei Ermessenspielraum. Als nächstgelegene Schule gilt diejenige, die mit dem geringsten finanziellen Beförderungsaufwand zu erreichen ist, nicht eine, die zeitlich für die Schüler am wenigsten aufwändig ist. Diese Festlegung wird durch die ständige Rechtsprechung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes bestätigt.

Wie Josef Däubler vom städtischen Bildungsreferat gegenüber der DAZ erläuterte, kommt es im gesamten Stadtgebiet beim Besuch von weiterführenden Schulen zu der Konstellation, dass Eltern und Schüler eine weiterführende Schule auswählen, die ihren Vorstellungen entspricht, diese aber weiter entfernt ist als eine vergleichbare. In diesen Fällen würden die Beförderungskosten nur bis zu der günstiger gelegenen übernommen, was immer wieder für unangenehme Überraschungen sorge.

Schulreferent Hermann Köhler

Schulreferent Hermann Köhler


Das angewendete Prinzip gilt ebenso, wenn es verschiedene Möglichkeiten gibt, zur Schule zu gelangen. Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus schreibt auch hierfür die Wahl der billigsten Beförderungsvariante vor. „Die Stadt Augsburg hat ihre Entscheidung nicht aus Sparzwängen heraus, sondern auf der Grundlage gesetzlicher Vorgaben und der hierzu ergangenen Rechtsprechung getroffen“, betont Schulreferent Hermann Köhler nachdrücklich. Würde die Stadt von den Vorgaben abweichen, würde das zu einem Verlust der staatlichen pauschalen Zuweisung führen, die einen Teil der von der Stadt zu schulternden Aufwendungen für die kostenlose Schulwegbeförderung auffängt.

Vorschlag der SPD nicht praktikabel

Der Vorschlag der SPD-Fraktion, die Mehrkosten für die Haunstetter Schüler, die zum Anna-Gymnasium müssen, aus dem Budget des Schulreferates zu bezahlen, sei nicht umsetzbar, da dies Präzedenzfälle auch für alle anderen Stadtteile und Schulen schüfe und Mehrkosten im hohen sechsstelligen Bereich nach sich ziehen könne. Außerdem wisse man nicht, wie sich der Freistaat zu einer Mischfinanzierung stelle. Ein Verlust der Kofinanzierung könne nicht riskiert werden.

Da die Richtlinien für die die Kostenfreiheit des Schulweges nach Auffassung der Stadt Augburg nicht mehr den heutigen Gepflogenheiten entsprechen, hat man sich im vergangenen Jahr mit eine Resolution an den Bayerischen Landtag gewandt, um eine Aktualisierung der Bestimmungen zu erwirken. Leider sei dieser Vorstoß nicht von Erfolg gekrönt gewesen.

Abklärung der Rechtsposition kommt gelegen

Im Übrigen bleibe es den Eltern unbenommen, die monatlichen Mehrkosten für eine höhere Preisstufe bei der Beförderung selbst zu übernehmen. Die Kostenfreiheit für die günstigste Beförderung bleibe davon unberührt. Im Falle der nun eingereichten Klage wollte der Vater, ein Jurist, die gesetzlichen Bestimmungen grundsätzlich überprüft wissen. Der Stadt kommt dieses Vorgehen gelegen, da eine Klageabweisung ihre Position nur bestärken würde.

gesamten Beitrag lesen »



Volksbegehren: Grüne fordern längere Öffnungszeiten zur Eintragung

Die Grüne Stadtratsfraktion setzt sich für eine bürgernahe Regelung der Eintragungsbedingungen beim Volksbegehren Nichtraucherschutz ein. Sie beantragt längere Öffnungszeiten der Eintragungslokale. Der Fraktionsvorsitzende Reiner Erben fordert: „Die Verwaltung muss ermöglichen, dass eine Unterstützung des Volksbegehrens durch die berufstätige Bevölkerung möglich ist und die Eintragungslokale auch abends und am Wochenende geöffnet sind.“ Die Eintragungsphase für das […]

gesamten Beitrag lesen »



Bürgersprechstunden: Pro Augsburg legt sich ins Zeug

Der Pro Augsburg-Wahlkampfslogan „Bürger machen Politik“ beziehungsweise das mangelhafte Umsetzen dieser basisdemokratischen Versprechung war einer der diskutierten Kritikpunkte innerhalb der Bürgervereinigung in den vergangenen Monaten. Die Stadtratsfraktion hat darauf reagiert. In Zukunft werden regelmäßig und im wöchentlichen Turnus Bürgersprechstunden angeboten. „Diese finden (ab 10.11.09) jeden Dienstag, von 17 bis 18 Uhr im Fraktionsbüro, Rathaus, Nordtreppe, […]

gesamten Beitrag lesen »



Stadt strebt strukturelle Verbesserungen der Badegewässer an

Nach der Ablehnung des Ausbaues des Kaisersees zu einem qualifizierten Badesee im Stadtrat hat der Umweltausschuss gestern die Beauftragung einer Maßnahmenanalyse für die strukturelle Erhaltung und Verbesserung von Badebereichen im Stadtgebiet beschlossen. Die rund 29.000 € teure Voruntersuchung wird drei Badebereiche, und zwar den Bergheimer Baggersee, den Wertachkanal im Bereich Eiserner Steg und das Luftbad […]

gesamten Beitrag lesen »



Nachwuchs im Netz: Was „treiben“ unsere Kinder im Internet?

Kostenlose Informationsveranstaltung des Stadtjugendrings für Eltern, Lehrer und Pädagogen am 21. Oktober von 18 bis 20 Uhr im Veranstaltungssaal im Erdgeschoß der Neuen Stadtbücherei am Ernst-Reuter-Platz 1. In Dingen des technischen Fortschritts sind Kinder und Jugendliche den Erwachsenen heutzutage oft weit überlegen. Nicht selten besteht deshalb bei Eltern Unsicherheit darüber, was der Nachwuchs im Netz, […]

gesamten Beitrag lesen »



Mit dem OB zu Mittag essen

Am nächsten Freitag, den 23. Oktober kann man zusammen mit Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl und sämtlichen Referenten der Stadtregierung zu Mittag essen. „Wer möchte, bestellt sich auf eigene Kosten etwas zu Trinken und/oder zu Essen, um beim Mittagstisch den OB und die Referenten als „Stadtregierung zum Anfassen“ näher kennen zu lernen“, so der Text der […]

gesamten Beitrag lesen »



Pro Augsburg vor Ort

Zu einem Diskurs à la „Jetzt red I“ luden Frank Dietrich und Harald Binder, die Pro Augsburg vor-Ort-Verantwortlichen für das Hochfeld, am vergangenen Sonntag. Auf dem Podium: der 3. Bürgermeister Peter Grab und Edgar Mathe, Geschäftsführer der WGB Augsburg. Zahlreiche Bürger aus dem Hochfeld – darunter auch SPD-Stadträtin Gertrud Lehmann – kamen der Einladung nach. […]

gesamten Beitrag lesen »



Neue EnEV: Umweltamt überarbeitet Energieinfo

Zum 1. Oktober trat die novellierte Energieeinsparverordnung 2009 (EnEV 2009) in Kraft. Anlässlich der Novelle hat das Umweltamt der Stadt Augsburg das Informationsblatt zum Energieausweis aktualisiert. Gegenüber der bisher geltenden EnEV 2007 werden höhere Anforderungen an die energetische Qualität sowohl im Neubau als auch bei der energetischen Modernisierung von Gebäuden gestellt. „Durchschnittlich um 30 Prozent […]

gesamten Beitrag lesen »



Stadt bietet Themensprechstunden an – Auftakt mit „Radfahren in Augsburg“

Die Bürgerinformation der Stadt Augsburg wird erweitert um Themensprechstunden, die von Fachleuten aus den Ämtern angeboten werden. Augsburgs Stadtgesellschaft lebt vom Engagement seiner Bürger. Deshalb sind Beiträge, Vorschläge, Anregungen und Ideen aus der Einwohnerschaft stets willkommen. Sie werden in den Fachbereichen der Stadt auf ihre Durchführbarkeit hin geprüft, erörtert und vielfach später auch umgesetzt. Unterstützung […]

gesamten Beitrag lesen »



Volksbegehren Nichtraucherschutz: Unterschreiben im Bürgerbüro

Vom 19. November bis zum 2. Dezember 2009 läuft die Eintragungsphase für das Volksbegehren „Für echten Nichtraucherschutz“. Um möglichst vielen Augsburgerinnen und Augsburgern die Abgabe ihrer Unterschrift zu ermöglichen, hat sich der lokale Aktionskreis mit den Bürgerbüros arrangiert. Mindestens zehn Prozent der Bayerischen Wahlberechtigten müssen sich innerhalb zwei Wochen für das Volksbegehren eintragen, wenn es […]

gesamten Beitrag lesen »