Flüchtlings-Notaufnahme in der RWS: Alles im Griff
260 Flüchtlinge sind zurzeit in der Turnhalle der Reischleschen Wirtschaftsschule (RWS) am Alten Postweg untergebracht – zum dritten Mal. Die städtischen Referate gehen inzwischen routiniert mit der Situation um.
Um eine Vielzahl von Presseanfragen zu bündeln, hatten Ordnungsreferent Dirk Wurm, Sozialreferent Dr. Stefan Kiefer und Schulreferent Hermann Köhler am gestrigen Freitagmittag die Medienvertreter zu einem Vor-Ort-Termin eingeladen. Bereits zum dritten Mal seit Anfang August diene die Dreifach-Turnhalle der RWS als Not-Erstaufnahmeeinrichtung, so Dirk Wurm. In den 5 bis 6 Tagen, in denen die 260 Flüchtlinge, überwiegend aus Afrika, Syrien, Afghanistan und dem Irak, in Augsburg zu Gast sind, findet deren Registrierung und ein erstes medizinisches Screening statt. Danach sollen die Flüchtlinge auf andere Einrichtungen außerhalb von Augsburg verteilt werden.
„Nicht nötig, dass jeder Nachbar noch einen Kuchen bäckt“
„Wir begleiten die Erstaufnahme, weil der Freistaat nicht die nötigen Kapazitäten hat“, so Sozialreferent Dr. Stefan Kiefer, dessen Referat vier Mitarbeiter in Vollzeit abgestellt hat. Zusammen mit mehreren Hilfsorganisationen habe man die Ausnahmesituation gut im Griff. Es sei deshalb „nicht nötig, dass jeder Nachbar noch einen Kuchen bäckt“. So erfolge beispielsweise die Verpflegung dreimal täglich über Catering. Rund um die Uhr ist ein Security-Unternehmen vor Ort. Kein Etat sei allerdings für Dolmetscher da, weshalb man hier gerne auf ehrenamtliche Hilfe zurückgreife. „Denn auch der beste Arzt nützt nichts, wenn ihm der Patient nicht sagen kann, wo es weh tut“, so Kiefer. (mehr …)
