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Sonntag, 29.03.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Musik

Die Csárdásfürstin: Tanz auf dem Vulkan an der Zeitenwende – etwas mehr Paprika hätte dabei nicht geschadet

Mit dem Triumphzug der Musicals scheinen die Operetten etwas ins Abseits gedrängt, doch immer wieder werden auch an renommierten Häusern Operetten inszeniert, ja selbst von „Renaissance“ war schon die Rede. In Augsburg hat man sich in dieser Spielzeit Emmerich Kálmáns Csárdásfürstin vorgenommen – eine „moderne“ Operette sozusagen, die erst im Dunstkreis des Ersten Weltkriegs 1915 uraufgeführt wurde.

Von Halrun Reinholz

Ein betont schlicht-graues Bühnenbild im ersten Akt

Die „Csárdásfürstin“ ist eine Varietésängerin, in die sich ein junger Adliger verliebt hat. Die Standesschranken sprechen selbstverständlich gegen die Ehe, weshalb es viele Verwicklungen und eine überraschende Auflösung hin zum Happy-End gibt. Dazwischen viele musikalische Ohrwürmer, mehr oder weniger (je nach Alter des Publikums) bekannt. Eine gut gemachte, leichte Unterhaltung erwartet man da wohl. Zumal der Regisseur Otto Pichler eigentlich vom Tanz kommt und auch für die Choreographie zeichnete. Das merkte man sehr, um es gleich vorweg zu sagen. Die Tanzszenen waren einfallsreich und dynamisch. Nicht originell, aber effektvoll die „Engelsflügel“ beim Liebesduett „Habt euch lieb“, die das Liebespaar schließlich wie in einer Wolke umhüllen. Ja, die große Geste passt zur Operette – wie übrigens auch zum Musical. (mehr …)

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Brechtfestival: Lyrik zwischen Elektroniksamples

Ein phänomenales Konzert mit Isabell Münsch Von Frank Heindl Das ist jetzt aber schon ein bisschen naiv – diese zuckersüße, zarte Kinderstimme, gesungen von einer Blondine im weißen Minikleidchen, die sich selbst ach so lieb auf der akustischen Gitarre begleitet und dabei so verträumt-sehnsüchtig guckt, dass in älteren Kritiker-Herren Vatergefühle wach werden. Und dann setzt […]

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Brechtfestival: Längst nicht jeder kann Brecht

„Ich kann Brecht – Brecht kann mich“: Highlights und Peinlichkeiten Von Frank Heindl Wenig wirklich Sehens- oder Hörenswertes, einiges Mittelmaß und echte Peinlichkeiten: Was das Brechtfestival am Sonntag als „Pre-Opening“ in der Brechtbühne bot, hätte einer Regie bedurft, die Schlechtes und Überflüssiges auch mal einfach herauswirft, einer Dramaturgie, die Laien und Anfängern mit ein paar […]

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Panzerballet im Jazzclub

„Panzerballet ist die erste Band, die ich gehört habe, deren Musik wirklich ins 21, Jahrhundert führt“, so der Trompeter Randy Brecker. „Das Panzerballett schwört auf das einzigartige Prinzip der ‚Verkrassung‘. Jazzige Komplexität paart sich mit bluesiger Wärme, Weltmusikeinflüsse treffen auf die unerbittliche Wucht des Metal. Grenzen sind für das Panzerballett da, um pulverisiert zu werden. […]

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Durchs Requiem gehastet

4. Symphoniekonzert mit vielen Fragezeichen
Von Frank Heindl
Ein paar Zuhörer verließen am Ende wild gestikulierend und diskutierend das 4. Symphoniekonzert der Augsburger Philharmoniker: Wie bloß, bedrängte ein Mann mittleren Alters seine Partnerin, könne man derart uninspiriert durch das Requiem hetzen?

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Volksmusik – und dann doch was ganz anderes

Ein Genuss: Zwirbeldirn im Parktheater Von Frank Heindl Ein großer Chor, ein kleines Orchester: Wenn man mit geschlossenen Augen einfach nur lauschte, konnte man in Zweifel geraten, ob man wirklich nur dieses kleine Quartett aus dreimal wahlweise Geige oder Bratsche plus einmal Bass hörte – oder ob sich den vier „Zwirbeldirn“-Musikern am Samstag auf der […]

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„Geistreich“ – Das 3. Sinfoniekonzert schlägt einen Bogen von Haydn über Brahms zu Schostakowitsch

„Esprit“, Geist also, war diesmal das Motto des Sinfoniekonzerts der Augsburger Philharmoniker. Dazu hatte Lancelot Fuhry am Dirigentenpult einen Bogen zu schlagen von „Papa Haydn“, dem Inbegriff der Wiener Klassik, über einen witzig-spielerischen Schostakowitsch der 1930er Jahre zurück in die Romantik von Johannes Brahms. Von Halrun Reinholz Keinesfalls klassisch-langweilig zeigte sich die temperamentvoll-theatralische Ouvertüre zur […]

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Hoffmanns Erzählungen

Künstler scheitert an den Frauen – doch diese machen die Aufführung sehenswert Von Halrun Reinholz Mit Jacques Offenbach assoziiert man schnell den Can-Can-seligen Orpheus in der Unterwelt. Hoffmanns Erzählungen dagegen basieren auf romantisch-mystischen Geschichten des Schriftstellers E.T. A. Hoffmann, die sich weniger der Heiterkeit des Lebens, sondern dessen marginalen Abgründen verpflichtet fühlen. Auf Wunsch von […]

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Zeitgenössische Gitarrenmusik im Mozarthaus

Das Programm des Augsburger Gitarristen Johannes Stickroth führt mitten in ein Spannungsfeld moderner Musik: Arrivierte Komponistenpersönlichkeiten konfrontiert er mit zeitgenössischen Musikern, die ihre Kompositionen bis hin zur Improvisation ausdehnen. Zur ersten Gruppe gehören bei seinem am Samstag im Mozarthaus stattfindenden Konzert etwa der Amerikaner Robert Beaser, der in seiner Arbeit Einflüsse von Folk bis Jazz […]

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Am Samstag: Neue Musik im H2

Unter dem Titel „DIE ZWEI – contemporary / extraordinary / passionate“ präsentiert „jetzt:musik“, die Augsburger Gesellschaft für Neue Musik, am Samstag, 14.11. um 19.30 Uhr zum zweiten Mal einen Querschnitt durch die Augsburger Neue-Musik-Szene, die sich mit Werken verschiedenster Komponisten vielfarbig zeigt. Zu hören ist im H2 – Zentrum für Gegenwartskunst das große MEHR MUSIK! […]

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