Das 60. Deutsche Mozartfest 2011 beginnt am Wochenende mit der „Auferstehung und Himmelfahrt Jesu“ von Carl Philipp Emanuel Bach. Erst dann ist der Namensgeber dran – mit der klanggewaltigen „Missa Solemnis“. Dem Bach-Sohn zumindest zollte Mozart großen Respekt: „Er ist der Vater, wir die Buben. Wer von uns was Rechtes kann, hat von ihm gelernt.“ Carl Philipp Emanuel, zweitältester Sohn von Johann Sebastian Bach, war nämlich zu Lebzeiten berühmter als sein Vater. 1714 in Weimar geboren, begann er seine Musikkarriere in Berlin. Dort veröffentlichte er 1753 sein bedeutendstes Lehrwerk „Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen“. In Hamburg schrieb er das Oratorium, das am Samstag zu hören ist – es wurde 1778 im Konzertsaal uraufgeführt. Mozarts „Missa Solemnis“ in C-Dur entstand zwei Jahre später 1780 in Salzburg.
In der Ev. Heilig Kreuz-Kirche sorgen hochkarätige Musiker für höchsten Kunstgenuss: Hermann Max, Bach-Experte und Spezialist für historische Aufführungspraxis, dirigiert sein Originalklang-Ensemble „Das Kleine Konzert“ und die Augsburger Domsingknaben. Er hat das Barockorchester 1980 gegründet. Es glänzt durch präzises Zusammenspiel und meisterhafte Interpretationen. Die Solo-Parts übernehmen Veronika Winter (Sopran), der die Interpretation Alter Musik besonders am Herzen liegt, Margot Oitzinger (Alt), Bachwettbewerb-Preisträger Andreas Post (Tenor) und Stephan Genz (Bass), der zahlreiche Auszeichnungen erhielt und auf Festivals und Opernhäusern in der ganzen Welt zu Hause ist.
Das Eröffnungskonzert in Ev. Heilig Kreuz beginnt am kommenden Samstag, 14. Mai um 20 Uhr. Karten gibt es noch beim Besucherservice des Theaters Augsburg, Telefon 0821 324-4900. Die Abendkassen öffnen eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Ausführliche Programminfos zum 60. Deutschen Mozartfest unter www.mozartstadt.de.
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