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Mittwoch, 29.04.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

FCA gegen Sportclub Freiburg – zwei Punkte verloren, ein Punkt gewonnen: ein hochverdientes 0:0!

Der Tabellenfünfte gegen den Tabellenelften, man durfte ein enges Spiel erwarten und war gespannt, wie die derzeit beste Defensive Europas (vor dem FC Barcelona!) den Breisgauer Offensivbemühungen standhalten würde.

Von Peter Bommas

Die knapp 30.000 in der WWK-Arena wurden nicht enttäuscht, wenn auch alle Augsburger Fans bis in die Nachspielzeit noch an einen Sieg glauben durften, denn der FCA war die bestimmende, souverän aufspielende Mannschaft, der nur eines fehlte – ein effektiver Knipser vorne drin, der neben einem Lattenknaller und einem Pfostentreffer auch mal allein vor dem SC-Keeper clever abschließen kann. Mindestens vier hochkarätige Chancen wurden herausgespielt und die Freiburger mussten bis zum Abpfiff zittern.

Jess Thorup vertraute der Elf der letzten Spiele und die zeigte von Beginn an, dass sie wollte, dass sie konnte und den SC das ein ums andere MaL in Verlegenheit brachte. Schiri Harm Olmers pfiff an und schon 15 Sekunden später war der FCA vor dem Freiburger Tor. Der erste Schuss wird zur Ecke geklärt, die kurz ausgeführt zu Claude-Maurice kommt, dessen Abnahme gefährlich aufs Tor kommt, aber von der Freiburger Verteidigung weggeköpft wird. Dann in der 3. Minute wieder Ecke für den FCA, die über den zweiten Ball durch Gouweleeuws Volleyschuss Gefahr für Freiburg bringt. Im Anschluss der erste Vorstoß des SC, der zu einer Ecke führt. Doch Grifos Hereingabe wird am kurzen Pfosten von Wolf geklärt. Freiburg kommt jetzt zwar besser ins Spiel, doch der FCA ist in der 9. und 11. Minute schon wieder in Freiburgs Strafraum. Claude-Maurice beschäftigt die SC-Abwehr, holt einen Freistoß heraus, den Tietz durch eine Lücke in der Mauer aufs Tor bringt, doch Atubolu ist zur Stelle. Von der 12. Bis zur 24. Minute wogt das Spiel hin und her, keine klaren Chancen, aber der FCA sehr souverän, lässt Freiburg nicht wirklich ins Spiel kommen.

Dann in Minute 24 die erste Riesenchance für Augsburg: Flanke des umtriebigen Claude-Maurice, der Ball prallt ab, Onyeka zieht volley ab, doch Atubulo bringt noch die Fingerspitzen an den Ball und lenkt an die Unterkante der Latte, von wo der Ball wieder raus springt. Großes Glück für Freiburg. Dann bis zu Minute 30 noch zwei gelungene Angriffe des FCA, einmal über Jensen, dann über Claude-Maurice – doch die Abschlussversuche von Tietz werden geblockt. Der FCA bleibt am Drücker und findet immer wieder kleine Lücken in der SC-Abwehr, aber es fehlt die Fortune im Abschluss. Dann in der 37.Minute urplötzlich eine Chance für Freiburg. Wolf verschätzt sich bei einer Grätsche im Halbfeld, die rechte Abwehrseite ist offen, Röhl nimmt Fahrt auf und kommt in den 16er, doch 8 Meter vor dem Tor trifft er den Ball nicht richtig, Dahmen hat kein Problem. Danach noch zweimal der FCA im Vorwärtsdrang, Freiburg läuft nur hinterher. Jensen mit einem Flugball zum langen Pfosten, den der heransprintende Giannoulis volley abnimmt, aber das Tor veerfehlt. Dann gleich noch einmal der FCA mit dem aktiven Giannoulis, der auf Tietz flankt, der den Ball mit dem Kopf nimmt, ihn aber nicht entscheidend drücken kann. In der 45. Minute noch Gelb für Giannoulis nach einer Grätsche gegen Doan. Vier Minuten Nachspielzeit und der FCA wieder mit einer guten Torchance: Jakic steckt auf Claude-Maurice durch, der wunderbar auf den Elfmeterpunkt passt, wo Tietz den Ball annimmt, hoch schaut und dann – harmlos genau in die Arme von Atubulo schießt. Das wärs gewesen, das verdiente Führungstor. Dann Abpfiff zur Halbzeit.

Foto: Martina Tichov

Zu Beginn der zweiten Halbzeit keine Wechsel und schon in der 50. Minute der nächste gelungene Vorstoß des FCA über Claude-Maurice, der Jensen einsetzt der dann zu Tietz schiebt – aber der kommt zu spät. Der FCA macht das Spiel, Freiburg ist lediglich auch dabei. Dann in Minute 59 der erste wirkliche Torabschluss des SC bei dem Dahmen wirklich eingreifen muss, der damit auch einen persönlichen Rekord einstellt: 399 Minuten ohne Gegentreffer! In Minute 62 dann die ersten Wechsel: Kömür für Jensen beim FCA, Beste für Grifo beim SC. Und Beste – vom FCA noch gar nicht richtig auf dem Plan – hat sofort die Riesenchance für Freiburg, taucht völlig frei im Strafraum vor Dahmen auf – doch der bleibt lange stehen und wird dann von Beste angeschossen. Zwischen Minute 65 und 71 geht das Spiel hin und her, keine klaren Torchancen. Dann in der 74. Minute erneute Auswechslungen: Mounie kommt für den glücklosen Tietz, Maier für Jakic, beim SC Dinkci für Höler, Gregoritsch für Röhl und Eggestein für Höfler. Jetzt beginnt die Schlussphase. Die Freiburger wachen nochmal auf und versuchen es mit Schüssen von Beste und Ginter, doch Dahmen ist auf dem Posten. Dann schon die Nachspielzeit und in Minute 93 die dritte Großchance für den FCA. Der eingewechselte Maier findet rechts in der Freiburger Abwehr eine Lücke, bringt den Ball scharf in den Torraum, wo der ebenfalls eingewechselte Mounie den Ball satt trifft und frontal an den Pfosten donnert. Sehr schade, das wäre der verdiente Sieg für den FCA gewesen. Danach Abpfiff.

Fazit: Ein souverän aufspielender FCA mit zahlreichen Torchancen – ohne Glück im Abschluss – der Freiburg kaum ins Spiel kommen ließ, aber auch gefühlt ein Verlust von zwei Punkten, man hätte zu Dortmund aufschließen können. Das muss jetzt bis zum kommenden Wochenende warten, da ist der FCA beim BVB.

Die Aufstellung des FCA:
Tor: Dahmen
Abwehr: Matsima, Gouweleeuw, Zeisiger
Defensives Mittelfeld: Wolf, Onyeka, Jakic (später Maier), Giannoulis
Offensive: Jensen (später Kömür), Claude-Maurice, Tietz (später Mounie)

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