Theaterfreunde fordern eigenes Kulturreferat für Augsburg
Angesichts der Pläne des designierten Oberbürgermeisters Dr. Florian Freund, das bisherige Sport- und Kulturreferat aufzulösen, schlagen die Theaterfreunde Augsburg Alarm. Der Verein fordert ein eigenständiges Kulturreferat – und warnt vor einem Bedeutungsverlust der Kultur in der Stadt.
Von Bruno Stubenrauch
Kultur braucht einen starken Anker, so die Botschaft der Theaterfreunde Augsburg. In einer Stellungnahme betont der Verein: „Was unterscheidet eine 300.000-Menschen-Großsiedlung von einer echten Großstadt? Ein vielfältiges Kulturleben auf Großstadtniveau.“ Dafür brauche es drei Dinge: einen fähigen kulturpolitischen Kopf, eine leistungsfähige Verwaltungsstruktur – also ein eigenes Referat – und eine durchgehende Sichtbarkeit in der Stadtgesellschaft.
Gibt es bald gar kein Kulturreferat mehr?
Hintergrund der Forderung ist ein Bericht in der Augsburger Allgemeinen, laut dem der künftige OB Dr. Florian Freund die seit 2020 bestehende Kombination aus Sport- und Kulturreferat für nicht sinnvoll hält; aus SPD-Kreisen sei zudem zu hören, dass es künftig vielleicht gar kein Kulturreferat mehr geben könnte – die Aufgaben könnte das OB-Referat übernehmen.
Die Theaterfreunde (gegründet 1954, rund 300 Mitglieder) unterstützen traditionell das Staatstheater Augsburg und setzen sich für ein lebendiges Kulturleben ein. Ihr Vorsitzender Peter Boegler macht deutlich: „Augsburg braucht ein Referat für den Bereich Kultur – als starke Stimme und sichtbare Institution.“
Ob der neue Stadtrat und OB Freund auf die Forderung eingehen, ist offen. Die Weichen für die künftige Ressortverteilung sollen in den kommenden Wochen gestellt werden.




