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Sonntag, 03.05.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Parteien

Theater: Opposition nimmt Grab unter Beschuss

Augsburgs Kulturreferent Peter Grab ist für seinen Alleingang in Sachen Augsburger Stadttheater schwer in die Kritik geraten. Peter Grab hatte sich vergangene Woche im Bayerischen Staatsministerium dafür eingesetzt, dass der Freistaat dem Stadttheater finanziell stärker unter die Arme greift oder es in ein Staatstheater verwandelt. Von der Rathausopposition erntete Peter Grab für seinen Vorstoß mehr Kritik als Zustimmung.



„Die Art und Weise wie Kulturreferent Grab agiert hat, ist nicht förderlich für die Sache. Es müsste eine abgestimmte Aktion der Gesamtstadt Augsburg und auch der Region sein, um das Thema Theater voranzubringen“, so die Augsburger Grünen, die sich darüber mokieren, dass weder OB Gribl, noch die Rathausfraktionen (inklusive die CSU) in die Aktion eingebunden waren. Nach Auffassung von Verena von Mutius sei die Aufgabe des Kulturreferenten solche weitreichenden Forderungen auf breite Beine zu stellen. Da sich Grab mit seinen „publicitywirksamen Forderungen“ singulär in die Öffentlichkeit gewagt habe, müsse er sich nun an seinen Erfolgen in dieser Angelegenheit messen lassen, so fasst von Mutius die politischen Konsequenzen aus Grabs Alleingang zusammen.

„Es liegt nahe, dem Theater 1,4 Millionen zu kürzen und eine Sparte abzuschaffen“

Der kulturpolitische Sprecher der SPD, Frank Mardaus, kommentierte auf Anfrage den Zeitpunkt der Initiative Grabs: „Während der jüngste Vorschlag nicht präsentiert wurde, als der Container immer teuerer wurde, auch nicht, als der Gesamtfinanzierungsplan für die komplette Sanierung der maroden Spielstätten von über 100 Millionen vorgestellt wurde, ist er am Vorabend der Beratungen zum Haushalt veröffentlicht worden“. Wie berichtet, hat die Regierung von Schwaben der Stadtregierung eine Nettoneuverschuldung in Rekordhöhe genehmigt, allerdings mit der Auflage, für das nächste Jahr 8 Millionen Euro einzusparen. Für die weiteren Jahre solle noch mehr gespart werden. Wie Mardaus auf Anfrage bestätigte, habe die KGSt bezüglich des Theaters „recht konkrete Sparvorschläge“ vorgestellt. Aber nicht nur bezüglich des Theaters. Wie die DAZ in Erfahrung bringen konnte, soll an ku.spo, am Popkulturbeauftragten, am Alten Stadtbad, im Freibad Lechhausen, am Marionettentheater, bei der ehrenamtlichen Jugendarbeit gespart werden. „Viele dieser Projekte sind für den Kulturreferenten Aufgaben“, so Mardaus, „die an seinem (sport-)kulturpolitischen Leitbild erhebliche, wenn nicht gar finale Auswirkungen hätten“. Deshalb würde es für Grab das einfachste sein, dem KGSt-Vorschlag zu folgen, dem Theater 1,4 Millionen zu kürzen, und eine Sparte abzuschaffen, so Mardaus, der Grab darüber hinaus die politische Raffinesse unterstellt, er habe seine Initiative gegenüber dem Freistaat deshalb geritten, weil er somit das Rumoren in der Stadtgesellschaft klein halten könne, „wenn der Freistaat nun nachweislich uneinsichtig ist und sich einer Subventionserhöhung verweigert“.

„Politik funktioniert eben etwas anders als Eventmanagement“

Der Augsburger Bundestagsabgeordnete und Stadtrat Alexander Süßmair (Linke) bezeichnete gestern auf Anfrage Grabs Vorstoß als „unglücklich und unprofessionell“. „Die Zielsetzung, eine bessere Förderung für die Kultur in Augsburg zu bekommen, ist zu unterstützen. Das Ansinnen hätte Grab aber vorher mit der Stadtregierung und dem Stadtrat, zumindest aber im zuständigen Ausschuss, thematisieren müssen“, so Süßmair, der davon ausgeht, „dass die Staatsregierung in München von einer Forderung eines dritten Bürgermeister und Referenten nicht sonderlich zu beeindrucken ist“. Würde aber der Stadtrat und die Zivilgesellschaft in Augsburg eine fundierte und konkrete Forderung gegenüber München erheben , wäre das andere Kategorie und möglicherweise wirkungsvoll. „Politik funktioniert eben etwas anders als Eventmanagement“.

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