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Sonntag, 24.10.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Grüne: „Nur auf den Container zu setzen ist mit hohen Risiken behaftet“

Die Augsburger Grünen haben via Pressemitteilung Kulturreferent Peter Grab die alleinige politische Verantwortung beim Theater um die Interimsspielstätte zugesprochen.

“Bisher nichts zustande bekommen” – Parkplatz Kasernstraße ohne Container

„Dass die Komödie nicht mehr als zweite Spielstätte genutzt werden kann, ist seit langem bekannt. Dass es bis heute keinen Ersatz gibt, ist dem Versagen von Kulturreferent Peter Grab geschuldet“, so Reiner Erben, Fraktionschef der Grünen. Grab sei die Aufgabe unterstellt, dem Theater geeignete Spielstätten zur Verfügung zu stellen und in dieser Frage habe der Referent ohne Konzept und ohne Plan agiert. Nach Ansicht der Grünen reiche es nicht aus, in einer teuren Grundlagenermittlung die Defizite der Theaterlandschaft zu ermitteln. „Seit es die Grundlagenermittlung gibt, ist nichts mehr passiert. In der Realisierung hat Peter Grab bisher nichts zustande bekommen”.

„Sollte das nicht klappen, steht das Theater am Ende mit leeren Händen da“

„Heute gibt es weder eine zweite Spielstätte noch einen durchfinanzierten Sanierungsplan für das Große Haus“, so Verena von Mutius, die für die Grünen im Kulturausschuss sitzt und zusammen mit Karl-Heinz Schneider (SPD) zu den scharfzüngigsten Kritikern des Kulturreferenten zählt. Hintergrund für die Kritik ist der Umstand, dass die Besucherzahlen aufgrund der geringeren Platzanzahl in den diversen Ersatzspielstätten zurückgegangen sind und der Freiverkauf teilweise schlechter angenommen wurde. Die dadurch entstandenen Einnahmenrückgänge schränken nach Auffassung von von Mutius das gesamte Theater ein.

Alleine auf den Container zu setzen, sei ohnehin mit hohen Risiken behaftet. „Sollte das nicht klappen oder wieder zu teuer werden, steht das Theater endgültig mit leeren Händen da. Das wäre eine Katastrophe, so von Mutius, die darüber hinaus betont, dass die Zukunft des Theaters nicht ausschließlich mit der Containerlösung in Verbindung zu bringen sei, sondern mit der nötigen Sanierung des großen Hauses.