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Mittwoch, 21.10.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Politik

Calmbergstraße: Protest gegen Pläne des Freistaats

Immer öfter protestieren Bürger deutschlandweit gegen Mietpreis- und Bauentwicklungen in ihren Städten – auch in Augsburg formiert sich Widerstand.

Kundgebung in der Calmbergstraße: Stadt Augsburg soll das Objekt erwerben – Bildquelle: privat

Das Gebäude der ehemaligen Gemeinschaftsunterkunft in der Augsburger Calmbergstraße soll bald zum Verkauf freigegeben werden. Das Gebäude befindet sich im Eigentum des Freistaats. Die bayerische Staatsregierung will zwar das Gebäude im Erbbaurecht vergeben, doch soll es gegen ein Höchstgebot ausgeschrieben werden.

Damit werde die Tür für Bauspekulanten geöffnet. Es sei zu erwarten, dass hochpreisige Wohnungen im Luxussegment gebaut werden, wie es in einer Stellungnahme von Stadtrat Bruno Marcon heißt, dessen Initiative „Augsburg in Bürgerhand“ zu einer Kundgebung vor der Immobile aufrief.

Ehemalige Hindenburg-Kaserne in der Calmbergstraße: Foto © DAZ

„Bezahlbares Wohnen statt Luxussanierung“ forderten nun am vergangenen Samstag knapp 100 Demonstranten vor der ehemaligen Kaserne. Sie hatten sich vor der ehemaligen Gemeinschaftsunterkunft (davor: Hindenburg-Kaserne“) versammelt. Nach einem Beschluss der Landesregierung soll es noch in diesem Jahr gegen „Höchstgebot“ veräußert werden. Marcon fordert, dass das Gebäude im Erbbaurecht nur in Form einer Konzeptvergabe vergeben werden soll, um Einfluss auf Milieus, Miet- und Immobilienpreise zu nehmen. Am besten wäre es, so Marcon, „die Stadt würde das Gebäude selbst erwerben, um sozialverträgliche Wohnprojekte zu verwirklichen und einer Luxussanierung einen Riegel vorzuschieben.“ Einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag habe er in den Stadtrat eingebracht.

 

 

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