Spargürtel eng geschnallt: Stadt setzt ÖPNV-Sozialticket vorübergehend aus
Infolge der am 24. September verhängten Haushaltssperre stellt die Stadt Augsburg das ÖPNV-Sozialticket für Leistungsberechtigte nach SGB II, SGB XII und AsylbLG vorübergehend ein.
Von Bruno Stubenrauch

Bild: DAZ
Bezieher dieser Sozialleistungen erhielten bisher das in Augsburg als Sozialticket genutzte Deutschlandticket um 19 Euro im Monat günstiger.
Da es sich hierbei um eine freiwillige Leistung der Kommune handelt, können Anträge, die seit dem Stichtag 24. September eingereicht wurden, derzeit nicht bewilligt werden. Bürger, deren aktuell gültiges Sozialticket noch bis Ende des Jahres läuft, werden von den Stadtwerken Augsburg gesondert informiert.
Sicherung der Pflichtaufgaben
Die vorübergehende Einstellung ist laut Stadtverwaltung notwendig, um die Handlungsfähigkeit der Kommune zu sichern und gesetzlich vorgeschriebene Pflichtleistungen – insbesondere im stark belasteten Sozial- und Jugendhilfebereich – weiterhin zu gewährleisten.
Eine schnelle Rückkehr zum vergünstigten Ticket ist laut Stadt vorerst nicht in Sicht: Auch für die erste Jahreshälfte 2027 ist nach aktuellem Stand keine Änderung der Lage zu erwarten.