Erinnerungskultur: Stadt informiert online
Mit einem neuen Sonderteil informiert die Stadt Augsburg ab sofort auf ihrem Online-Portal zu den verschiedenen Facetten der Erinnerungskultur an die Opfer des NS- Regimes. Der Link www.augsburg.de/erinnerungskultur führt zu einem Überblick auf den so genannten „Augsburger Weg“, auf das ehemalige KZ-Außenlager „Halle 116“ und auf den Gedenkraum, der im Unteren Fletz des Rathauses an die im Holocaust ermordeten Augsburger Juden erinnert.
„Die kritische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus ist eine wichtige Grundvoraussetzung für die Aneignung politischer Bildung und das Erlernen von Demokratiefähigkeit, Toleranz und Zivilcourage. Die Stadt Augsburg hat es sich deshalb zum Anliegen gemacht, der Erinnerungskultur einen besonderen Stellenwert einzuräumen“, so Kulturreferent Thomas Weitzel. Im Vordergrund soll die mahnende Erinnerung an die Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes und das Gedenken an dessen Opfer stehen.
Auf der Seite zu den Gedenkzeichen „Stolpersteine“ und „Erinnerungsbänder“ findet man neben einer Definition des „Augsburger Wegs der Erinnerung“ auch ausführliche Hinweise zur Beantragung eines Erinnerungszeichens sowie eine Auflistung der Anforderungen für die Anträge auf Gewährung eines Erinnerungszeichens im öffentlichen Raum. Grundlage dafür ist ein Stadtratsbeschluss vom 17. März 2016. Die Seite ist unter www.augsburg.de/AugsburgerWeg direkt zu erreichen.
Ebenfalls mit einer eigenen Seite wird der Gedenkraum im Unteren Fletz des Rathauses gewürdigt. Er erinnert seit 2004 an die vom NS-Regime ermordeten Augsburger Jüdinnen und Juden. Auf gläsernen Gedenktafeln sind die Namen aller Opfer aufgezählt. Die Seite ist unter www.augsburg.de/gedenkraum direkt erreichbar.
