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Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

Städtepartnerschaft Augsburg-Bourges: 50 Jahre gelebte EU

Seit 50 Jahren pflegen die Städte Augsburg und Bourges ein Verhältnis, das weit über die Lippenbekenntnisse einer gelebten Europäischen Union hinausreicht.

Von Udo Legner

Zwei Bürgermeister dem Himmel so nah

Zwei Bürgermeister dem Himmel so nah


Der Abschluss der Europa-Woche stand ganz im Zeichen der Partnerschaft zwischen Augsburg und Bourges. Feierlich wehten die Tricolore und die Deutschlandfahne neben der Europa-Fahne über dem Augsburger Rathausplatz und verliehen diesem einen Hauch von großer Politik. Das Bühnenprogramm und die vielen französischen Sprachfetzen, die zwischen den Infoständen zu vernehmen waren, machten dagegen deutlich, wie gut die 50-jährige Partnerschaft zwischen diesen beiden Städten funktioniert. Für den ersten Höhepunkt am Samstag sorgten Oberbürgermeister Kurt Gribl und Pascal Blanc, seinem Pendant aus Bourges, die sich in den frühsommerlichen Himmel hieven ließen, um aus luftiger Höhe ihre Grußworte zu sprechen.

Neben Bürgermeister Pascal Blanc und seinen beiden Stellvertretern Christelle Prenois und Jennifer da Silva waren über 100 Gäste aus der 67.000 Einwohner-Stadt Bourges zum 50-jährigen Partnerschaftsjubiläum angereist. Highlights des Bühnenprogramms waren die Folkloregruppe „Notre Berry“ aus Bourges sowie die deutsch-französische Chanson-Gruppe „Cartouche“ aus Augsburg und der Can-Can-Workshop des Maria-Theresia-Gymnasiums.

Schülertanzgruppe auf dem Rathausplatz

Schülertanzgruppe "Can-Can-Workshop" auf dem Rathausplatz


Unter dem Motto „Es lebe die Freundschaft“ präsentierten sich Vereine und Einrichtungen, die einen aktiven und regelmäßigen Austausch mit der französischen Partnerstadt pflegten. Dass einem um die Zukunft dieser Städtepartnerschaft nicht bange sein muss, belegte der Infostand des Jakob-Fugger Gymnasiums zur Geschichte des Schüleraustausches mit Bourges, der sich seit fünf Jahrzehnten ungebrochener Beliebtheit erfreut und gleich von drei Augsburger Gymnasien gemeinsam gepflegt wird.

„Seit an Seit“ den FCA angefeuert

Beim abendlichen Festakt, der von der Big Band des Holbein Gymnasiums umrahmt wurde,  gingen die beiden Bürgermeister auf die Geschichte der Städtepartnerschaft ein. Diese erschöpfe sich keineswegs in Festtagsreden, sondern praktiziere durch die regelmäßige Begegnung ihrer Bürger in geradezu vorbildlicher Weise europäisches Miteinander, so Kurt Gribl.

Wie intensiv solches Miteinander sein kann, dafür war der gemeinsame Besuch des Schicksalsspiels des FCA gegen die Dortmunder Borussia bestes Beispiel. „Seit an Seit“ – so Augsburgs Oberbürgermeister Gribl in seinem launigen Beitrag – habe er mit seinem Amtskollegen aus Bourges den FCA von der ersten bis zur letzten Minute angefeuert, was bekanntlich zu einem glücklichen und im Abstiegskampf voraussichtlich entscheidenden Punktgewinn führte. Abgerundet wurde der Festakt durch ein Grußwort des Generalkonsuls der Republik Frankreich Jean-Claude Brunet, der das deutsch-französische Verhältnis, auch im Kontext der jüngsten Präsidentschaftswahlen in Frankreich, näher skizzierte.

Das Geschenk der Deutsch-Französischen Gesellschaft Augsburg und Schwaben e.V. an die beiden Stadtoberhäupter verwies auf die Ausstellung „La Caricade Franco-Allemand“, die noch bis Ende Mai im Bildungs- und Begegnungszentrum im Zeughaus zu sehen ist.



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