DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Donnerstag, 01.10.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Theater

Dirk Wurm: Es braucht Klarheit zur Modernisierung und zum Neubau des Theaters

Die aktuell in die Kritik geratene Planung des Bauteils 2 der Augsburger Theatersanierung könnte zu einem Thema im Wahlkampf werden. Die Politik schießt sich gerade darauf ein. Vergangene Woche gab OB-Kandidat Dirk Wurm ein Statement ab. 

Nach intensiven Diskussionen über die Modernisierung des Großen Hauses des Staatstheaters Augsburg und die Ausgestaltung des sogenannten Bauteils 2 – den Neubau des Verwaltungs- und Werkstättengebäudes samt Schauspielhaus – im Sommer dieses Jahres, sei nicht klar, wie es nun weitergehe und welche Kosten dafür voraussichtlich auf die Augsburgerinnen und Augsburger zukommen werden. So beginnt eine Stellungnahme vom OB-Kandidaten der SPD, Dirk Wurm.

„Klar ist, dass die Modernisierung des Großen Hauses am Kennedy-Platz kommt, und dass dafür auch die Infrastruktur mit einem entsprechenden Verwaltungs- und Werkstättengebäude errichtet werden muss. Das Große Haus in zentraler Lage mit seinem differenzierten Programm stellt einen Mehrwert für unsere Stadt und sein kulturelles Leben dar“, so Wurm.

„Klar ist auch, dass das ganze Vorhaben finanzierbar sein muss, weswegen der Stadtrat auf Antrag der SPD eine Kostenobergrenze von 189 Millionen Euro für beide Bauteile beschlossen hat (zuzüglich konjunkturell bedingter Baupreissteigerungen)“, so Wurm.

Unklar stellt sich dagegen für Dirk Wurm und die SPD-Fraktion im Rathaus die Situation rings um das neue Schauspielhaus dar, welches als Anbau an das Große Haus geplant ist. Die Kostensituation sei nicht geklärt.

„Hier braucht es schnellstmöglich Antworten, unter Berücksichtigung der temporären und gut angenommenen Spielstätten im martini-Park und am Gaskessel. Denn einerseits wurden diese Spielstätten mit erheblichem finanziellen Aufwand hergestellt, andererseits kann in der räumlichen Diversität durchaus eine Chance für die Verankerung des Staatstheaters in der Stadtgesellschaft liegen, indem neue, „theaterfernere“ Zielgruppen angesprochen werden“, erklärt Dirk Wurm.

„Mir ist wichtig, dass Modernisierung und Neubau des Theaters Augsburgs realistisch und ordentlich dargestellt werden und, dass nicht Luftschlösser gebaut werden, die am Ende nicht finanzierbar sind, sodass damit das Engagement der Mitarbeiter*innen des Staatstheaters auf allen Ebenen, ebenso wie das der Bürger*innen umsonst war“, so Wurm weiter.

„Dies sollte bis Ende des Jahres gelingen, denn nur mit einem klaren Konzept zur Umsetzung wird es auch möglich sein, private Unterstützer mit Hilfe der Stiftung für das neue Staatstheater Augsburg zu gewinnen. Unterstützung, die es dringend braucht und die bei ähnlichen Vorhaben in anderen Städten dann auch akquiriert werden konnte“, so Wurm abschließend.

 

gesamten Beitrag lesen »



André Bücker: Es macht keinen Sinn, auf Dauer im Gaswerk zu bleiben

André Bücker, Intendant des Staatstheaters Augsburg, positioniert sich im Gespräch mit Jürgen Kannler bezüglich der Augsburger Theatersanierung. Für die DAZ ein Grund sich zu verneigen, denn schließlich steht aktuell das gesamte Bauteil 2 auf dem Prüfstand. Das Interview erschien zuerst in a3kultur und darf freundlicherweise von der DAZ „nachgedruckt“ werden. „Ich gehe heute davon aus, […]

gesamten Beitrag lesen »



Traum oder Wirklichkeit? „Luzid“ am Staatstheater Augsburg

Als deutsche Erstaufführung inszeniert David Ortmann Rafael Spregelburds Stück auf der Brechtbühne Von Halrun Reinholz So viel Harmonie zu Beginn! Eine glückliche Familie – Mutter mit Tochter und Sohn, wie sich dann herausstellt – ist in einem sehr angenehmen Restaurant-Ambiente („Feng Shui!“) versammelt, um den 25. Geburtstag von Lucas zu feiern. Dass es so harmonisch nicht bleiben […]

gesamten Beitrag lesen »



Selbstbestimmt? – Schnitzlers Fräulein Else am Theter Ensemble

Mit dem City Club am Königsplatz bringt man nicht zwangsläufig Theater in Verbindung. Und doch logiert hier seit geraumer Zeit das Theter Ensemble: Junge Theaterbegeisterte, deren harter Kern einst beim JTT des (damals noch nicht Staats-) Theaters Augsburg seine „Grundausbildung“ hatte.   Der künstlerische  Leiter Leif Eric Young gehört dazu, die Dramaturgin Eva Ries. Und […]

gesamten Beitrag lesen »



Theaterpremiere am Tag der deutschen Einheit: Born in the GDR

Am 3. Oktober zeigt das Sensemble Theater BORN IN THE GDR. Ein Schauspiel mit Daniela Nering, Wini Gropper, Dörte Trauzeddel und Fred Brunner. Regie führt Dagmar Franz-Abbott. „Wir leben in Deutschland und manchmal haben wir sie fast vergessen – die Mauer, die sich einst durch unser Land zog. 2019 jährt sich der Mauerfall zum 30. Mal – Zeit […]

gesamten Beitrag lesen »



Auszeichnungen für das Augsburger Staatstheater

Die Verleihungszeremonie für die Theaterpreise steht vor der Tür. Drei Gewinner stehen bereits fest. Die Namen werden am 15. September bekannt gegeben. Die Abstimmung des Preises für die beste Inszenierung läuft noch bis zum 10. September. Das Augsburg Journal verleiht seit der Intendanz von Dr. Ulrich Peters auf der jährlichen Theatergala zur neuen Spielzeit Auszeichnungen für die […]

gesamten Beitrag lesen »



Sebastian Seidel: In Augsburg muss ein großer, kulturpolitischer Wurf entwickelt werden

Ob die freien Theater in Augsburg besonders unterstützt werden oder nicht, soll im Rahmen einer Veranstaltungsreihe verschiedener Kulturschaffender („Ständige Konferenz“) im kommenden Herbst geklärt werden. Nicht ein Akteur, sondern der Aktivposten der Freien Theaterszene, Sebastian Seidel, fordert in der DAZ einen visionären Entwicklungsplan 2030 für die gesamte freie Theaterszene. Es gehe dabei um nicht viel […]

gesamten Beitrag lesen »



Theater zeigt sich mit Publikumszuspruch zufrieden

Das Augsburger Staatstheater verbuchte in der vergangenen Spielzeit 187.000 Besucher bei 662 Vorstellungen. Die Theaterleitung zeigt sich zufrieden: Trotz schwerer Bedingungen habe man erneut eine hervorragende Besucherzahl erreicht. Nach dem Ende der Spielzeit 2018/19 verzeichnet das Staatstheater Augsburg einen vorläufigen Besucherstand von 187.700 bei 662 Vorstellungen. (In der Spielzeit 17/18 waren es 196.677 in 804 […]

gesamten Beitrag lesen »



Jesus Christ Superstar: Ein Mythos, den wir überwinden sollten, statt ihn zu verfestigen

Bereits zum zweiten Mal im noch relativ jungen dritten Millennium der Zeitrechnung läuft die Rockoper „Jesus Christ Superstar“ auf der Augsburger Freilichtbühne. Immerhin ein Werk, das textlich dem Vorwurf der Judenfeindlichkeit ausgesetzt war und ist. Die von Cusch Jung geleitete Produktion des Staatstheaters Augsburg unternimmt dagegen nichts.  Von Bernhard Schiller Als „Jesus Christ Superstar“ am […]

gesamten Beitrag lesen »



Rock-Musical auf der Freilichtbühne: Jesus Christ Superstar

Mit Spannung erwartet: Die Rock-Oper von Andrew Lloyd Webber ist ein Klassiker – bekannt durch einen legendären Film, der Generationen begleitet hat. Jede Inszenierung muss sich daran messen lassen. Vor 12 Jahren war sie schon einmal auf der Augsburger Freilichtbühne zu sehen, nun holte Intendant André Bücker mit Cusch Jung einen Musical-Profi in den Ring. […]

gesamten Beitrag lesen »