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Sonntag, 28.06.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Kultur

Was schert sich der Markt um die Menschenwürde?

Kinoverleiher Michael Hehl stellt den bemerkenswerten Film „Der Wert des Menschen“ im Liliom vor.

Von Sophia Winiger

Wie nimmt einer die Welt wahr, der seit fast zwei Jahren keine Arbeit findet? Der zu alt ist für eine neue Laufbahn, aber zu jung für die Rente? Dem die kalte Distanziertheit des kapitalistischen Systems entgegenschlägt, in Form sich häufender Absagen, schrumpfender Finanzen, erzwungener Verkäufe, sodass in der Existenznot das Lebenswerk den Bach hinunterzugehen droht? Und wie nimmt die Welt so jemanden andererseits wahr? Deckt sich das Bild? Stéphan Brizés Drama „Der Wert des Menschen“ befasst sich porträthaft mit dem Kampf gegen eine Situation, deren Last den Protagonisten kampfunfähig zu machen droht. Am Samstag hat der Augsburger Kinoverleiher Michael Hehl „seinen“ neuen Film im Liliom vorgestellt. Anschließend gab es ein Publikumsgespräch.

Held oder Antiheld?

Michael Hehl

Michael Hehl


Thierry Taugourdeau (Vincent Lindon) steht im Zentrum des Films. Er wirkt passiv, ist schweigsam in sich gekehrt – hat er aufgegeben, oder ist „Ihr könnt mir alle kreuzweise den Buckel runterrutschen“ auch eine Kampfhaltung? Thierry ist 50 Jahre alt, seit 20 Monaten auf Arbeitssuche, hat eine Frau und einen behinderten Sohn zu versorgen. Gutmütig erscheint er, als er für die Berufslaufbahn seines Sohnes einen weiteren Kredit aufnimmt, aller Schwierigkeiten zum Trotz. Ausnutzbar, unterordnend aber auch, als die Bankangestellte ihm zusätzlich eine Lebensversicherung aufdrücken will: „Was ist wenn Ihnen etwas zustößt? Ich meine ja nur.“ – „Mhm.“ Als Zuschauer hält man Thierrys Phlegma kaum aus, nicht weil man ihn verachtet, sondern weil er trotz allem der Sympathieträger, der Gute in der Geschichte ist, den man wachrütteln und wieder in den Vollbesitz seiner Handlungsmöglichkeiten bringen will. (mehr …)

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Theatersanierung: Verstößt das Stadttheater mit seiner Kampagne gegen die Gemeindeordnung?

Befindet sich das Augsburger Stadttheater mit seiner Kampagne gegen die Sanierungskritiker außerhalb der Gemeindeordnung? Mit dieser Frage muss sich die Regierung von Schwaben auseinandersetzen. Eine unangemeldete Demonstration mit zirka 200 Personen, ein Programmheft als Zeitungsbeilage, das eine Lanze gegen das Bürgerbegehren zur Theatersanierung reitet, Infostände in der Fußgängerzone und Aufforderungen vor und nach den Theatervorstellungen […]

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Susanne Ortner & Tcha Limberger live im Kaffeehaus

Am morgigen Mittwoch, 27.04.2016, findet um 20:30 Uhr im Kaffeehaus  Thalia am Obstmarkt eine bemerkenswerte Jam Session statt: Susanne Ortner & Tcha Limberger zelebrieren “For the Love of Django and the Big Easy”. Die mittlerweile in Pittsburgh lebende Vollblutmusikerin Susanne Ortner ist hierzulande vor allem durch ihr ausdrucksstarkes Klarinettenspiel im Klezmer-Stil bekannt, hat aber auch […]

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Theatersanierung: CSU positioniert sich für städtische Planung

Der Bezirksvorstand der CSU Augsburg hat am Freitag auf seiner Vorstandssitzung ein Positionspapier zur anstehenden Theatersanierung beschlossen. Darin spricht sich der Vorstand für eine Sanierung des Augsburger Theaters auf Grundlage des vorliegenden Konzepts aus. Bezirksvorsitzender Johannes Hintersberger betont, dass „damit ein zukunftsweisender städtebaulicher Akzent zwischen Theater, dem Umbau der Grottenau als neue Wirkstätte des Leopold-Mozart-Zentrums […]

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Theatersanierung: Architekten mischen sich ein

Der Augsburger Kreisverband des Bund Deutscher Architekten (BDA) hat sich in Sachen Theatersanierung zu Wort gemeldet. Die Stadt solle die Planung, um den Neubau der Multifunktionsspielstätten, Infrastruktur, Probebühnen, Orchesterprobensaal und der Werkstätten als Chance für einen öffentlichen Prozess auffassen und mit dem Umfeld abstimmen. „Mit Blick auf eine moderne inhaltliche Ausrichtung des Theaters sollte so […]

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Ein großer Wurf: Lady Macbeth von Mzensk

Peter Konwitschny inszeniert Schostakowitschs Oper mit Farbsignalen und grandioser Besetzung Von Halrun Reinholz Die Gegenwart ist unerträglich. Mit solchen Worten verabschiedet sich Katerina Ismailowa vom Opernpublikum – und von dieser Welt. Nachdem sie bereits drei Morde begangen hat, richtet sie sich selbst. Und zeigt damit ihre Ausweglosigkeit. Das Augsburger Theaterpublikum konnte mit der jüngsten Opernpremiere […]

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Die Kunst der Stadttheatersysteme muss hinterfragt werden

Warum das Bürgerbegehren der Sanierungskritiker eine notwendige Sache ist Von Siegfried Zagler I Die Software Während sich die großen philharmonischen Orchester und Bühnen wie in Berlin, München, Stuttgart, Madrid, Paris, Wien, Mailand und Frankfurt als qualitiativ hochkarätige Kultureinrichtungen im Bewusstsein der europäischen Gesellschaften verfestigt haben – und somit den Status des Unverzichtbaren erreicht haben, befinden […]

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„Die Fragestellung des Bürgerbegehrens lässt keine Öre Neuverschuldung zu“

Peter Bommas im DAZ-Interview DAZ: Herr Bommas, gibt es die Möglichkeit, wie von Kurt Idrizovic in der Augsburger Allgemeinen dargestellt, das laufende Bürgerbegehren abzubrechen? Bommas: Nein, es sei denn, die Stadt stemmt das ohne Neuverschuldung. Etwas anderes lässt unsere Fragestellung nicht zu. DAZ: Die lautet: „Sind Sie dafür, dass die Stadt Augsburg die Sanierung des […]

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Stadttheater: Spielplan 2017 mit Brechtrevue und Faust 1 & 2

„Die Kunst ist lang“: Die letzte Spielzeit von Juliane Votteler steht im Zeichen des Abschieds. Von Halrun Reinholz Wie immer im Frühjahr die Vorstellung des Spielplans für die kommende Spielzeit. Es herrscht Abschiedsstimmung, weil es die letzte von Juliane Votteler sein wird. Und man hat tatsächlich den Eindruck, dass sie dem Spielplan ihren persönlichen Stempel […]

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Sinfoniekonzert: „Blickwinkel“ im Zeichen des Todes

Ein ungewöhnlicher und reizvoller Konzertabend im Zeichen des Todes mit einem Aufruf für die planmäßige Sanierung des Großen Hauses. Von Halrun Reinholz Die Fragen um Leben und Tod haben Künstler schon immer fasziniert. Obwohl die Passionszeit längst vorbei ist, stand das April-Konzert der Augsburger Philharmoniker unter dem Eindruck des Todes. Sogar optisch, denn zu jedem […]

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