Die Augsburger Zeitung

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Dienstag, 6.12.2016 • Nr. 341 • Jahrgang 6 • www.daz-augsburg.de
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Tag des europaweiten Notrufs 112 am 11.2.

Aus Anlass des Tages des europaweiten Notrufs weist die Berufsfeuerwehr Augsburg darauf hin, dass nur 17% der Bevölkerung wissen, dass der Notruf 112 mittlerweile europaweit gilt.

In den nächsten Wochen, werden die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Augsburg mit diesem Logo beklebt.

In den nächsten Wochen, werden die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Augsburg mit diesem Logo beklebt.

“Das sind viel zu wenig”, so Friedhelm Bechtel, Pressesprecher der Berufsfeuerwehr Augsburg, “denn die Notrufnummer 112 könnte im Notfall Ihr Leben retten”. In nur drei EU-Staaten (Großbritannien 13%, Griechenland 7% und Italien 5%) wissen noch weniger Bürger, dass die 112 europaweit gilt. Dabei gilt für den Notruf schon seit Jahren: Ein Europa – eine Nummer. “Wenn wir den einheitlichen Notruf 112 nicht hätten”, so Bechtel, “müssten die Bürger bei einer Reise durch alle EU-Staaten über 40 unterschiedliche nationale Notrufnummern kennen”.

In allen EU-Staaten gebührenfrei und ohne Vorwahl

Alle EU-Staaten haben deshalb beschlossen, den 11.2. zum Euronotruftag zu erklären, um die Vorteile der gemeinsamen Notrufnummer bekannter zu machen, denn an diesem Tag der Notruf auch im Datum steckt. Die Notfallnummer gilt nicht nur europaweit, sondern ist auch im Ausland gebührenfrei und ohne Vorwahl wählbar. Selbst an Mobiltelefonen kann ohne PIN, ohne Guthaben und trotz Tastensperre der Notruf 112 gewählt werden. In Augsburg gehen die 112-Notrufe seit 2008 in der Integrierten Leitstelle für Feuerwehren und Rettungsdienste ein, die rund um die Uhr besetzt ist. Täglich erreichen etwa 900 Anrufe bzw. Notrufe die Integrierte Leitstelle in Augsburg.

“Man sollte die 112 im Zweifelsfall lieber einmal zu oft wählen als einmal zu wenig”, so Günter Gsottberger, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen. Wenn tatsächlich eine Notsituation vorliegt, entstehen dem Anrufer keine Kosten für den Einsatz, egal ob Rettungswagen, Notarzt oder gar der Rettungshubschrauber zum Einsatzort ausrücken – auch wenn einmal zu viel angerufen wurde.


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