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Montag, 12.10.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Sparen statt Spiele?

Linksfraktion fordert Olympia-Rückzug wegen Haushaltssperre

Erst Ende September feierte die Augsburger Stadtspitze die DOSB-Entscheidung für die Olympiabewerbung „München+“ als Riesenchance für die Region. Doch die Medaille hat eine Kehrseite: Wegen der am 24. September verhängten Haushaltssperre und angekündigter Einsparungen im Sozialbereich fordert die Linksfraktion im Augsburger Stadtrat nun den sofortigen Ausstieg aus dem Projekt.

Von Bruno Stubenrauch

Das Olympia-Symbol schlechthin: Zeltdach in München (Bild: DAZ)

In einem Antrag zur Sitzung des Sportausschusses am Dienstag, 13. Oktober fordert Die Linke, dass Augsburg alle Beschlüsse zur Beteiligung an den Olympischen und Paralympischen Spielen 2036, 2040 oder 2044 aufhebt und keine weiteren Verpflichtungen eingeht. Die Begründung: Angesichts steigender Belastungen in der Jugendhilfe, verhängter Wiederbesetzungssperren bei städtischem Personal und drohender Einschnitte im Sozialbereich passe eine freiwillige, jahrelange Großbewerbung nicht zur finanziellen Lage der Stadt.

Was kostet die Olympia-Beteiligung?

Zwar verweist die Stadtspitze darauf, mit dem Eiskanal und der WWK-Arena auf bereits bestehende Sportstätten zu setzen, doch Die Linke warnt vor versteckten Nebenkosten für Organisation, Personal, Verkehr und Sicherheit. Zudem fordert die Fraktion eine lückenlose Offenlegung aller bisher aufgelaufenen und künftig zu erwartenden Kosten für die Augsburger Beteiligung.

Oberbürgermeister Dr. Florian Freund sieht in der Kooperation mit München weiterhin gewaltige Impulse für Infrastruktur, Wirtschaft und internationale Sichtbarkeit. Wie der Sportausschuss den Vorstoß der Linksfraktion bewertet und ob der Augsburger Olympia-Traum durch die Kassenlage ins Wackeln gerät, zeigt sich am heutigen Dienstag ab 14.30 Uhr.