Lernen mit System: Augsburger Gymnasiallehrerin entwickelt KI-Lernplattform „Lomomé“
Wer mit Kindern zu Hause für die nächsten Schulaufgaben übt, kennt das Problem: Unzählige Übungshefte stapeln sich auf dem Schreibtisch, doch selten passt das Material exakt zu dem, was in der Schule gerade behandelt wird. Und wer kontrolliert am Ende die frei geschriebenen Sätze auf Fehler?
Von Bruno Stubenrauch
Nicht nur „richtig“ oder „falsch“: Die KI liefert den Kindern präzise Rückmeldungen (Bild: Lomomé)Genau vor dieser Herausforderung stand auch Hedwig Mölle, Gymnasiallehrerin aus Augsburg. Aus der Frustration über unpassendes Übungsmaterial und den Zeitmangel im Schulalltag heraus entwickelte sie eine eigene Lösung: die KI-gestützte Lernplattform Lomomé.
Individuelle Rückmeldung statt pauschaler Lösungen
Das Programm konzentriert sich auf die Fächer Französisch und Englisch und orientiert sich strikt am bayerischen Lehrplan sowie den gängigen Schulbüchern wie Découvertes, À plus!, Access oder Green Line. Das Besondere: Künstliche Intelligenz wird hier gezielt eingesetzt, um jedem Kind eine präzise Rückmeldung zu geben.
Wie das im Detail aussieht, zeigt ein Blick in die Praxis: Tippt ein Schüler das französische Wort répéter ohne Akzente ein, stuft das System die Eingabe nicht einfach pauschal als falsch ein. Stattdessen markiert es genau die Stellen und weist auf die zwei fehlenden Akzente hin. Auch ein kleiner Vertipper wirft die Vokabel nicht gleich komplett zurück, sondern weist beispielsweise präzise auf verdrehte Buchstaben hin. Zu jedem Fehler gibt es eine verständliche Erklärung der Regel, und aus den individuellen Schwächen generiert das System automatisch maßgeschneiderte Übungsrunden.
Ein weiterer Vorteil: Während Lehrkräfte nur Rückmeldungen geben können, soweit es die Zeit im Unterricht erlaubt, gibt Lomomé sie dauerhaft. „Immer, wenn das Kind üben möchte“, so Entwicklerin Hedwig Mölle.
Kostenlose Testphase bis 1. November
Besonders jetzt im Herbst, wo die ersten Schulaufgaben anstehen, bietet das Tool Familien eine direkte Unterstützung beim Lernen. Bis zum 1. November 2026 kann Lomomé vollständig kostenlos getestet werden. Danach wechselt das System in ein kostenpflichtiges Jahresabo, wobei Frühentschlossene von dauerhaft vergünstigten Tarifen profitieren. Auch eine spezielle Version für den Einsatz an Schulen befindet sich derzeit in Erprobung.
Mehr: lomome.de