Malen, gestalten, ausprobieren: Auch in diesem Jahr lädt das Kunstmobil der Kunstsammlungen & Museen Augsburg wieder Kinder zum Kreativsein ein.
Von Bruno Stubenrauch
Das Kunstmobil der Kunstsammlungen & Museen Augsburg bringt im August wieder Farbe auf den Fuggerplatz (Bild: Gemeinschaftsstiftung Mein Augsburg / KMA)
Vom 6. bis 30. August steht die mobile Station jeweils donnerstags und sonntags von 10.30 bis 16.30 Uhr bei schönem Wetter auf dem Fuggerplatz vor dem Maximilianmuseum.
Unter Anleitung kann dort gemalt und gebastelt werden. Das Angebot richtet sich an Kinder ab 5 Jahren sowie an Familien. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, eine Aufsichtsperson muss jedoch anwesend sein.
Start mit Streetart-Aktion „Print the City“
Die ersten beiden Termine am Donnerstag, 6. August, und Sonntag, 9. August, stehen ganz im Zeichen von Streetart. Künstler Erwa.One alias Vincent Göhlich ergänzt das Team des Kunstmobils jeweils von 11 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 14 Uhr. Mit seiner Aktion „Print the City“ gibt er Einblicke in urbane Drucktechniken. Bereits im vergangenen Jahr entstanden mit den Kindern Abdrücke eines Kanaldeckels in Augsburg-Farben.
Das Kunstmobil hat sich in den vergangenen Jahren als fester Bestandteil des sommerlichen Vermittlungs-Programms der Kunstsammlungen & Museen für Kinder etabliert und bietet einen unkomplizierten Zugang zu Kunst im öffentlichen Raum.
Weitere Informationen gibt es unter kmaugsburg.de/termine.
Artikel vom
03.08.2026
| Autor: Bruno Stubenrauch
Rubrik: Kunst, Kurznachrichten, Veranstaltungshinweise
Auch im August bietet das Fugger und Welser Erlebnismuseum an allen Wochenenden öffentliche Führungen an – mit wechselnden Themen für Einheimische und Tourist*innen.

Renaissance-Arkaden mit Stephansgarten (Bild: Regio Augsburg Tourismus GmbH / Rudolf Morbitzer)
Überblick über die Termine im August (ohne den bereits vergangenen 2. August):
Samstag, 8. August, 14:30 Uhr: Themenführung „Luther und der Kapitalismus“ – anlässlich des Hohen Friedensfests. In den erfolgreichsten Jahren des Fugger-Handelsimperiums werden Jakob und Anton Fugger mit der Reformation konfrontiert. Martin Luther kritisiert nicht nur den Ablasshandel, sondern auch den entstehenden Frühkapitalismus scharf – man müsse diese „verdammte Fuckerei“ bekämpfen. Im Mittelpunkt stehen Finanzmacht der Fugger und Luthers Kritik an den großen Handelshäusern.
Samstag, 15. August, 14:30 Uhr: Überblicksführung „Von Handel, Geld und Macht“. Warum entwickelte sich Augsburg zu Beginn der Renaissance zu einer der bedeutendsten Handelsmetropolen Europas? Mit welchen Geschäften wurden die Fugger und Welser zu den (einfluss-)reichsten Kaufleuten des Kontinents?
Sonntag, 23. August, 11:00 Uhr: Erlebnisführung „Unter der Haube – Kleider machen Leute!“ Nicht nur verheiratete Frauen trugen eine Haube, auch wohlhabende Männer waren gut behütet. Die Kleidung verriet fast alles über Beruf und Stand: Bitterarmer Habnits oder steinreicher Kaufmann? Die Führung zeigt, wie Kleider (Kauf-)Leute machten. Auch gut geeignet für Menschen mit Sehbehinderung.
Sonntag, 30. August, 11:00 Uhr: Stadtführung „Perspektivwechsel – Augsburg neu erzählt“ – Treffpunkt Tourist-Information am Rathausplatz. Wessen Geschichten werden erzählt, auf wessen Kosten entstanden Reichtümer? Die Führung holt Menschen und Geschichten ans Tageslicht, die bisher hinter bekannten Persönlichkeiten verborgen blieben: Wer steckte hinter dem Wohlstand der Fugger und Welser? Wie waren Arbeitsbedingungen? Was hat das mit uns heute zu tun?
Weitere Informationen
Museumsführungen:
- Dauer: jeweils 1 Stunde,
- Kosten: 12 € / 10 € ermäßigt / 25 € Familie / 18 € Mini-Familie / 5 € Kind unter 17 – inklusive Museumseintritt,
- Treffpunkt: Fugger und Welser Erlebnismuseum.
Stadtführung am 30. August:
- Dauer: 2 Stunden,
- Kosten: 16 € | erm. 14 € | Familie 40 € | Mini-Familie 24 €, inklusive Museumseintritt (einlösbar am Führungstag oder an anderem Termin),
- Treffpunkt: Tourist-Information am Rathausplatz.
Tickets und das gesamte Programm gibt es unter: fugger-und-welser-museum.de/veranstaltungen/.
Artikel vom
03.08.2026
| Autor: Bruno Stubenrauch
Rubrik: Kurznachrichten, Veranstaltungshinweise
Wegen einer geschlossenen Veranstaltung bleibt das Fugger und Welser Erlebnismuseum am Samstag, den 1. August, geschlossen. Ab Sonntag, den 2. August, ist es wieder wie gewohnt für Besucherinnen und Besucher geöffnet.

Renaissance-Arkaden mit Stephansgarten (Bild: Regio Augsburg Tourismus GmbH / Rudolf Morbitzer)
Am Sonntag steht auch gleich wieder ein Programmpunkt auf dem Plan: Um 11 Uhr findet die Überblicksführung „Von Handel, Geld und Macht“ statt. Sie gibt Einblick in die Geschichte der Augsburger Kaufmannsfamilien Fugger und Welser, die im 15. und 16. Jahrhundert europaweit Handel und Politik mitprägten.
Das Museum befindet sich im Äußeren Pfaffengässchen 23, nur wenige Schritte vom Augsburger Dom entfernt, und zeigt die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung der beiden Kaufmannsfamilien für die Stadtgeschichte.
Artikel vom
31.07.2026
| Autor: Bruno Stubenrauch
Rubrik: Kultur, Kurznachrichten, Museen
In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause am 30. Juli hat der Augsburger Stadtrat einstimmig und ohne Aussprache die Grundsatzentscheidung zur Aufwertung der Fuggerstraße getroffen. Trotz des deutlichen politischen Votums wird der Umbau jedoch noch Jahre auf sich warten lassen.
Von Bruno Stubenrauch

Mit dem Beschluss schließt sich das Plenum dem Stadtentwicklungsausschuss an, der das Vorhaben bereits Anfang Juli einstimmig befürwortet hatte. Grundlage für die Umgestaltung bildet die Entwurfsplanung zum sogenannten „Augsburg-Boulevard“.
Baumreihen bleiben, Flächen werden entsiegelt
Der Beschluss legt klare Prioritäten für die Neugestaltung fest: Die beiden bestehenden Baumreihen entlang der Fuggerstraße sollen vollständig erhalten bleiben. Zudem wird die Verwaltung beauftragt, den Anteil versiegelter Flächen deutlich zu reduzieren. Die vorliegende Entwurfsplanung muss nun entsprechend überarbeitet werden, bevor sie dem Stadtrat als finaler Projektbeschluss vorgelegt werden kann.
Baubeginn frühestens Mitte 2029
Wer auf eine rasche Umsetzung hofft, muss sich gedulden. Der Zeitplan der Stadt sieht vor, die Jahre 2026 und 2027 zunächst für Gutachten, die Überarbeitung der Planung sowie die Öffentlichkeitsbeteiligung zu nutzen. Erst 2027 soll der endgültige Projektbeschluss fallen, gefolgt von der Ausführungsplanung im Jahr 2028.
Der erste Spatenstich ist erst für Mitte 2029 eingeplant. Nadelöhr für den Baubeginn bleibt die Verlegung der Regionalbusse, die derzeit noch in der Fuggerstraße parken. Diese können erst umgeleitet werden, wenn das neue Regionalbusterminal am Hauptbahnhof fertiggestellt ist – was nach aktuellem Stand im Sommer 2029 der Fall sein wird (DAZ berichtete). Die anschließenden Bauarbeiten an der Fuggerstraße werden sich voraussichtlich mindestens bis in das Jahr 2031 hinziehen.
Artikel vom
31.07.2026
| Autor: Bruno Stubenrauch
Rubrik: Politik, Aus dem Stadtrat, Umwelt, Verkehr
Die Baum-Allianz begrüßt die geplante Neugestaltung der Fuggerstraße mit dem Erhalt der bestehenden Linden. In einem Schreiben an Oberbürgermeister Dr. Florian Freund fordert sie jedoch, die Bäume bereits vor Beginn der eigentlichen Umgestaltung besser zu schützen und zu pflegen.
Von Bruno Stubenrauch

Bild: Monica Smekal / Gemini
Mit einem Grundsatzbeschluss zur Neugestaltung der Fuggerstraße will die Stadt von früheren Planungen abrücken (DAZ berichtete). Anders als bisher sollen die beiden bestehenden Baumreihen erhalten bleiben und durch weitere Linden ergänzt werden und der Straßenraum klimaangepasster gestaltet werden.
Die Baum-Allianz wertet diesen Kurswechsel als Erfolg ihrer langjährigen Forderungen. Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass die bestehenden Linden über Jahre hinweg kaum gepflegt worden seien, weil lange Zeit von ihrer vollständigen Entfernung ausgegangen worden sei.
Sofortiger Schutz statt Warten auf den Umbau
Nach Ansicht der Initiative reicht der politische Beschluss zum Erhalt der Bäume allein nicht aus. Die offenen Pflanzstreifen müssten kurzfristig vor parkenden Fahrrädern, Motorrädern und anderen Nutzungen geschützt werden. Zudem fordert die Baum-Allianz eine Sanierung und Belüftung des Wurzelraums sowie eine fachgerechte Kronenpflege.
Auch bereits entstandene Lücken in der Allee sollten nach Auffassung der Initiative möglichst bald mit Linden vergleichbarer Größe geschlossen werden, damit das historische Alleebild bis zur späteren Umgestaltung wiederhergestellt wird.
Wettbewerbsentwurf aus dem Jahr 2009 aus Sicht der Initiative überholt
Kritisch bewertet die Baum-Allianz zudem den städtebaulichen Wettbewerbsentwurf aus dem Jahr 2009. Die damals vorgesehene mittige Promenade und eine verlegte Straßenbahntrasse entsprächen nach ihrer Einschätzung nicht mehr den heutigen Rahmenbedingungen. Vor einer weiteren Planung müsse die Stadt zunächst einen realistischen Straßenquerschnitt als verbindliche Grundlage festlegen.
Der Stadtrat will am 30. Juli mit einem Grundsatzbeschluss den Weg für die Überarbeitung der Planung freimachen. Nach der Beschlussvorlage soll die Neugestaltung auf dem bestehenden Boulevardkonzept aufbauen, zugleich aber den Erhalt der Bestandsbäume und einen höheren Anteil unversiegelter Flächen berücksichtigen.
Artikel vom
21.07.2026
| Autor: Bruno Stubenrauch
Rubrik: Politik, Aus dem Stadtrat, Ökologie
An mehreren Samstagen im Sommer laden das Fugger und Welser Erlebnismuseum und die Tanzgruppe „Augsburger Patrizier – Tanz und Geschichte“ zum Renaissance-Café unter den Arkaden ein. Den Auftakt macht der 18. Juli, passend zum Hofflohmarkt im Domviertel.
Von Bruno Stubenrauch

Café unter den Arkaden (Foto: Regio Augsburg Tourismus GmbH/ Gundula Hurler)
Unter den Arkaden des Fugger und Welser Erlebnismuseums trifft an diesen besonderen Samstagen italienisches Flair auf historisches Ambiente: Bürgerlich Gewandete servieren Kaffee-Spezialitäten mit Zutaten, die zur Fuggerzeit als exotische Kostbarkeiten galten – indische Gewürze, Kakao aus dem fernen Südamerika. Ein kleiner Ausflug in die Welt der Augsburger Handelsherren, ganz ohne Zeitmaschine.
Die Veranstaltung findet nur bei trockenem Wetter statt.
Termine:
18. Juli 2026, 11 bis 17 Uhr
8., 22. und 29. August 2026, jeweils 12 bis 17 Uhr
Artikel vom
11.07.2026
| Autor: Bruno Stubenrauch
Rubrik: Kurznachrichten, Museen, Veranstaltungshinweise
Die Augsburger Stadtverwaltung legt dem Stadtrat am 9. Juli einen neuen Grundsatzbeschluss zur Umgestaltung der nördlichen Fuggerstraße vor. Der Entwurf verzichtet auf das bisher geplante, kostspielige Provisorium einer Musterfläche und setzt auf den Erhalt des Baumbestands. Das Projekt soll über elf Millionen Euro kosten und verschiebt andere Fuß- und Radwegeprojekte.
Von Bruno Stubenrauch
Verhindern einen Baubeginn vor 2029: Parkende Regionalbusse in der Fuggerstraße, die mangels Fertigstellung nicht zum Hauptbahnhof umziehen können (Foto: DAZ)
Die Neugestaltung der nördlichen Fuggerstraße zwischen Königsplatz und Staatstheater steht vor einer grundlegenden Wende. Die Verwaltung hat für die kommende Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses eine neue Beschlussvorlage (BSV/26/00123) vorgelegt, die das bisherige Konzept deutlich verändert. Ziel ist ein Grundsatzbeschluss, der den direkten Umbau des Bereichs einleitet und langjährige Planungsblockaden aufhebt.
Verzicht auf teures Provisorium
Wegfallen wird insbesondere die im März 2025 beschlossene Herstellung einer sogenannten Musterfläche. Diese sollte ursprünglich im Maßstab 1:1 zwischen Königsplatz und Holbeinstraße errichtet werden, um Materialien, Entsiegelungen und neue Stadtmöbel für mindestens ein Jahr lang zu erproben. Die Kosten für dieses temporäre Experiment, das wegen anstehender Leitungsarbeiten später wieder komplett hätte zurückgebaut werden müssen, waren auf rund 350.000 Euro veranschlagt worden.
Gegen diese Planung hatte sich bereits im Kommunalwahlkampf Kritik formiert. Vorwürfe richteten sich gegen den Aufwand für ein Provisorium, das keinen nachhaltigen Nutzen gebracht hätte. Nun folgt die Verwaltung diesen Bedenken und kippt die Teststrecke. Baureferent Steffen Kercher begründet den Schwenk in der Vorlage mit veränderten Prämissen und dem Ziel einer direkten, schnelleren Realisierung.
Klimawandel zwingt zum Umdenken
Ein Hauptgrund für die Neuplanung sind veränderte Anforderungen an den Umweltschutz. Die ursprüngliche Entwurfsplanung aus dem Jahr 2014 sah noch vor, die zwei existierenden Baumreihen der Allee vollständig zu fällen und durch eine vierreihige Neupflanzung zu ersetzen. Angesichts des Klimawandels gilt diese Radikallösung heute als unzeitgemäß; die Bestandsbäume sollen nun erhalten und in die neue Struktur integriert werden.
Zudem sollen die Grünstreifen verbreitert und entsiegelt werden, um als verdunstungsoffene Flächen das Stadtklima zu verbessern. Nach dem geplanten Schwammstadtprinzip wird das Niederschlagswasser der Gehwege künftig direkt in diese Grünzonen geleitet. Um den Wurzelraum der alten Bäume zu schonen, verzichtet die Stadt auf die ursprünglich vorgesehenen gusseisernen Baumroste und Plättenbeläge in diesen Zonen.
Explodierende Kosten und verschobene Projekte
Neben ökologischen Gründen zwingen vor allem finanzielle Zwänge zum Handeln. Der komplette Umbau wurde im Jahr 2014 auf knapp 10,5 Millionen Euro beziffert; die Baupreissteigerungen hätten das alte Projekt bis heute auf mindestens 18,8 Millionen Euro verteuert. Die nun angestrebte, bestandsnahe Variante soll die Baukosten senken und wird auf 11 bis 13 Millionen Euro geschätzt, wofür Zuschüsse der Städtebauförderung erwartet werden.
Umstritten dürfte jedoch die Querfinanzierung des städtischen Eigenanteils werden. Dieser soll nach aktuellen Plänen aus dem Bereich für den Ausbau von Geh- und Radwegen entnommen werden. Die Verwaltung bestätigt in der Vorlage offen, dass dies zur zeitlichen Verschiebung anderer Fuß- und Radverkehrsprojekte im Stadtgebiet führen wird. Allein die kompletten Planungskosten belaufen sich vorab auf rund 1,15 Millionen Euro.
Baubeginn erst im Jahr 2029
Trotz des Verzichts auf die Musterfläche ist mit einem schnellen Baubeginn nicht zu rechnen. Nach dem groben Zeitplan sollen die Jahre 2026 und 2027 für Gutachten, die Planungsüberarbeitung und die Öffentlichkeitsbeteiligung genutzt werden. Der eigentliche Projektbeschluss durch den Stadtrat soll erst im Jahr 2027 erfolgen, gefolgt von der Ausführungsplanung im Jahr 2028.
Der erste Spatenstich ist frühestens für Mitte 2029 vorgesehen. Zwingende Voraussetzung hierfür ist die Verlagerung der Regionalbusse, die derzeit noch in der Straßenmitte parken. Diese können erst nach Fertigstellung des neuen Regionalbusterminals am Hauptbahnhof umgeleitet werden, was nach aktuellem Stand im Sommer 2029 der Fall sein soll. Die Bauarbeiten an der Fuggerstraße sollen sich anschließend mindestens bis in das Jahr 2031 hinziehen. Ob Oberbürgermeister Dr. Florian Freund die Fuggerallee, eines seiner zentralen Wahlkampfversprechen, innerhalb seiner ersten Amtszeit umsetzen kann, ist also keineswegs sicher.
Der Stadtrat wird am 30. Juli 2026 final über den Grundsatzbeschluss entscheiden.
Weiterführende Links:
SPD präsentiert „friedliche“ Vision für die Fuggerstraße
Fuggerstraße: Bäume schön und gut – aber wer schützt uns vor dem Regen?
Artikel vom
06.07.2026
| Autor: Bruno Stubenrauch
Rubrik: Politik, Städtebau, Umwelt, Verkehr
Der Aufstieg der Augsburger Kaufmannsfamilien Fugger und Welser wird meist mit den Männern verbunden. Eine besondere Schauspielführung im Juli rückt nun die weiblichen Akteure hinter den Kulissen in den Fokus.
Von Bruno Stubenrauch

Foto: Regio Augsburg Tourismus GmbH, Daniela Sailer
Während Jakob Fugger durch seine Finanzen für Kaiser und Päpste Weltgeschichte schrieb, blieben die Frauen der Familie historisch oft im Schatten. Dabei hatten bereits seine Großmutter und seine Mutter einen erheblichen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg. Die Führung beleuchtet die entscheidenden Fragen zum Einfluss dieser Frauen.
Im Mittelpunkt der Stadtführung stehen Barbara Fugger-Bäsinger, Sibylla Fugger und Margarethe Peutinger. Eine Schauspielerin erweckt die drei historischen Persönlichkeiten zum Leben. Der Rundgang zeigt auf, wie sie die Geschicke der Handelshäuser lenkten, während die Männer auf Reisen waren.
Sektempfang im Erlebnismuseum
Die Teilnehmer erwartet eine Zeitreise durch die Renaissance-Stadt. Nach dem rund eineinhalbstündigen Rundgang endet die Veranstaltung mit einem Sektempfang. Dieser findet im Fugger und Welser Erlebnismuseum (Äußeres Pfaffengässchen 23) statt, wobei der Eintritt in die Dauerausstellung im Preis bereits inbegriffen ist.
Drei Frauen, zwei Familien, eine Aufstiegsgeschichte!
- Wann: Samstag, 4. Juli, 14:30 Uhr
- Ort: Treffpunkt an der Tourist-Information am Rathausplatz, Augsburg
- Referent: Schauspielführung
- Veranstalter: Regio Augsburg Tourismus GmbH / Erlebnismuseum
- Ticketpreise: 18 Euro, ermäßigt 16 Euro, Familie 48 Euro, Mini-Familie 34 Euro (inkl. Museumseintritt)
- Mehr Info: fugger-und-welser-museum.de/veranstaltungen/
Artikel vom
30.06.2026
| Autor: Bruno Stubenrauch
Rubrik: Kultur, Geschichte, Veranstaltungshinweise
Das Fugger und Welser Erlebnismuseum baut sein Angebot aus: Es findet nun an jedem Wochenende mindestens eine Museumsführung statt – mit wechselnden Themen, spannend für Einheimische wie Touristen.

Jakob Fugger und Bartholomäus V. Welser im Gespräch in der Goldenen Schreibstube (Foto: Regio Augsburg Tourismus GmbH, Norbert Liesz)
Die Termine im Februar:
Sonntag, 01.02. (11 Uhr) & Samstag, 21.02. (14.30 Uhr): „Von Handel, Geld und Macht“ (Überblicksführung).
Sonntag, 08.02. (11 Uhr): „Geh’ doch dahin, wo der Pfeffer wächst!“ (Kinderführung, 8–11 Jahre).
Samstag, 14.02. (14.30 Uhr): „Der Kaiser und der Kaufmann“ (Über die Allianz von Macht und Geld).
Sonntag, 22.02. (11 Uhr): „Luther und der Kapitalismus“ (Reformationsgeschichte und „Fuckerei“).
Sonntag, 22.02. (14.30 Uhr): „Clara Superstar“ (Kinderführung über ein reisendes Nashorn, 5–8 Jahre).
Details:
- Dauer: jeweils 1 Stunde
- Kosten: 12 € (erm. 10 €, Familien 25 €, Kinder unter 17 J. 5 €) inkl. Museumseintritt
- Treffpunkt: Museumskasse
Weitere Informationen zu öffentlichen und buchbaren Führungen im Fugger und Welser Erlebnismuseum gibt es unter fugger-und-welser-museum.de/programm.
Artikel vom
22.01.2026
| Autor: Bruno Stubenrauch
Rubrik: Kultur, Kurznachrichten, Museen, Veranstaltungshinweise
Am 30. Dezember 2025, genau 500 Jahre nach Jakob Fuggers Tod, öffnet sich in der Augsburger St.-Anna-Kirche ein Jahrhunderte lang verborgen gebliebenes Geheimfach. Darin liegt ein verschollenes Testament, das die globale Machtbalance aus den Angeln hebt.
Von Bruno Stubenrauch

Screenshot fugger.world
Das ist der Ausgangspunkt für „Fuggers Erbe“, den neuen Thriller von Dr. Florian M. Nebel. Was als lokale Nachricht beginnt, wächst sich zu einer globalen Suche nach Identität, Macht und Herkunft aus. Im Zentrum steht der Augsburger Lokaljournalist Anton Pfaller, der zusammen mit der Historikerin Sophia Burda in ein Geflecht aus wirtschaftlichen Interessen, kirchlichen Geheimnissen und persönlichen Verwicklungen gerät.
Die Spur führt von Augsburg über Zürich bis in die Tiefen des Vatikans und zu den Glaspalästen moderner Tech-Milliardäre – und zu einem Erbe, das alle Vorstellungen übersteigt. Augsburg ist dabei mehr als Kulisse: Die Stadt bildet den historischen und emotionalen Mittelpunkt des Romans.
Website als zweite Ebene
Der Roman erzählt in moderner Mehrformat-Form: klassische Prosa, Nachrichtenfetzen, Social-Media-Posts und Interviews verweben sich zu einem filmischen Erzählstrom.
Gleichzeitig öffnet die Website fugger.world eine zweite Ebene: komplexe kryptografische Rätsel, darunter der Appendix Secretus und der anspruchsvoll gestaltete Fugger-Code, bei dem Leser im Buch Codewörter finden müssen, um mittels AES-256 verschlüsselte Texte zu entschlüsseln. Wer also aufmerksam zwischen den Zeilen liest und verborgene Muster erkennt, öffnet die Tür zu tieferen Ebenen der Geschichte, die über die gedruckten Seiten hinausreichen.
Hauptcharakter Anton Pfaller auch auf Instagram
Ein besonderes Highlight: Der fiktive Charakter Anton ist bereits vor Romanbeginn auf Instagram aktiv. Ab dem 30. Dezember, dem Tag der Testamentseröffnung, verschmelzen Buch und Wirklichkeit: Antons Posts begleiten die Handlung in Echtzeit, was eine völlig neue Art der Immersion schafft – man liest nicht nur über ihn, man kommuniziert mit ihm.
Dieser interaktive Thriller verbindet moderne Themen wie enorme Vermögenskonzentration und digitale Transparenz mit der historischen Tiefe Augsburgs und stellt am Ende die eine entscheidende Frage: Was macht einen Menschen wirklich reich?
Fuggers Erbe
Thriller von Dr. Florian M. Nebel
🔗Amazon
„Fuggers Erbe“ ist am 11.11.2025 erschienen, zusätzlich in Englisch als „Fuggers Legacy“.
Infos, Rätsel & Bonusmaterial:
fugger.world
Instagram:
Anton Pfaller
Artikel vom
13.12.2025
| Autor: Bruno Stubenrauch
Rubrik: Literatur, Kultur, Kurznachrichten