DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Samstag, 08.08.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Das Kunstmobil kommt wieder auf den Fuggerplatz

Malen, gestalten, ausprobieren: Auch in diesem Jahr lädt das Kunstmobil der Kunstsammlungen & Museen Augsburg wieder Kinder zum Kreativsein ein.

Von Bruno Stubenrauch


Das Kunstmobil der Kunstsammlungen & Museen Augsburg bringt im August wieder Farbe auf den Fuggerplatz (Bild: Gemein­schafts­stiftung Mein Augsburg / KMA)

Vom 6. bis 30. August steht die mobile Station jeweils donners­tags und sonntags von 10.30 bis 16.30 Uhr bei schönem Wetter auf dem Fuggerplatz vor dem Maxi­milian­museum.

Unter Anleitung kann dort gemalt und gebastelt werden. Das Angebot richtet sich an Kinder ab 5 Jahren sowie an Familien. Eine Anmeldung ist nicht erforder­lich, eine Auf­sichts­person muss jedoch anwesend sein.

Start mit Streetart-Aktion „Print the City“

Die ersten beiden Termine am Donnerstag, 6. August, und Sonntag, 9. August, stehen ganz im Zeichen von Streetart. Künstler Erwa.One alias Vincent Göhlich ergänzt das Team des Kunst­mobils jeweils von 11 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 14 Uhr. Mit seiner Aktion „Print the City“ gibt er Einblicke in urbane Druck­techniken. Bereits im ver­gan­genen Jahr entstanden mit den Kindern Abdrücke eines Kanal­deckels in Augsburg-Farben.

Das Kunstmobil hat sich in den vergangenen Jahren als fester Bestand­teil des sommer­lichen Vermitt­lungs-Programms der Kunst­sammlungen & Museen für Kinder etabliert und bietet einen unkompli­zierten Zugang zu Kunst im öffent­lichen Raum.


Weitere Informationen gibt es unter kmaugsburg.de/termine.



Öffentliche Führungen im Fugger und Welser Er­leb­nis­mu­se­um im August

Auch im August bietet das Fugger und Welser Er­leb­nis­mu­se­um an allen Wochenenden öffentliche Führungen an – mit wechselnden Themen für Einheimische und Tourist*innen.

Renaissance-Arkaden mit Stephansgarten (Bild: Regio Augsburg Tourismus GmbH / Rudolf Morbitzer)

Überblick über die Termine im August (ohne den bereits vergangenen 2. August):

Samstag, 8. August, 14:30 Uhr: Themenführung „Luther und der Kapitalismus“ – anlässlich des Hohen Friedensfests. In den erfolgreichsten Jahren des Fugger-Handelsimperiums werden Jakob und Anton Fugger mit der Reformation konfrontiert. Martin Luther kritisiert nicht nur den Ablass­handel, sondern auch den entstehenden Früh­kapita­lismus scharf – man müsse diese „verdammte Fuckerei“ bekämpfen. Im Mittelpunkt stehen Fi­nanz­macht der Fugger und Luthers Kritik an den großen Handelshäusern.

Samstag, 15. August, 14:30 Uhr: Überblicksführung „Von Handel, Geld und Macht“. Warum entwickelte sich Augsburg zu Beginn der Renaissance zu einer der bedeutendsten Han­dels­me­tro­po­len Europas? Mit welchen Geschäften wurden die Fugger und Welser zu den (einfluss-)reichsten Kaufleuten des Kontinents?

Sonntag, 23. August, 11:00 Uhr: Erlebnisführung „Unter der Haube – Kleider machen Leute!“ Nicht nur verheiratete Frauen trugen eine Haube, auch wohlhabende Männer waren gut behütet. Die Kleidung verriet fast alles über Beruf und Stand: Bitterarmer Habnits oder steinreicher Kaufmann? Die Führung zeigt, wie Kleider (Kauf-)Leute machten. Auch gut geeignet für Menschen mit Sehbehinderung.

Sonntag, 30. August, 11:00 Uhr: Stadtführung „Per­spek­tiv­wech­sel – Augsburg neu erzählt“ – Treffpunkt Tourist-Information am Rathausplatz. Wessen Geschichten werden erzählt, auf wessen Kosten entstanden Reichtümer? Die Führung holt Menschen und Geschichten ans Tageslicht, die bisher hinter bekannten Persönlichkeiten verborgen blieben: Wer steckte hinter dem Wohlstand der Fugger und Welser? Wie waren Arbeitsbedingungen? Was hat das mit uns heute zu tun?


Weitere Informationen

Museumsführungen:

  • Dauer: jeweils 1 Stunde,
  • Kosten: 12 € / 10 € ermäßigt / 25 € Familie / 18 € Mini-Familie / 5 € Kind unter 17 – inklusive Museumseintritt,
  • Treffpunkt: Fugger und Welser Er­leb­nis­mu­se­um.

Stadtführung am 30. August:

  • Dauer: 2 Stunden,
  • Kosten: 16 € | erm. 14 € | Familie 40 € | Mini-Familie 24 €, inklusive Museumseintritt (einlösbar am Führungstag oder an anderem Termin),
  • Treffpunkt: Tourist-Information am Rathausplatz.

Tickets und das gesamte Programm gibt es unter: fugger-und-welser-museum.de/veranstaltungen/.



Fugger und Welser Er­leb­nis­mu­se­um am 1. August ge­schlos­sen

Wegen einer ge­schlos­se­nen Ver­an­stal­tung bleibt das Fugger und Welser Er­leb­nis­mu­se­um am Samstag, den 1. August, ge­schlos­sen. Ab Sonntag, den 2. August, ist es wieder wie gewohnt für Be­su­che­rin­nen und Be­su­cher ge­öff­net.

Renaissance-Arkaden mit Stephansgarten (Bild: Regio Augsburg Tourismus GmbH / Rudolf Morbitzer)

Am Sonntag steht auch gleich wieder ein Pro­gramm­punkt auf dem Plan: Um 11 Uhr findet die Über­blicks­füh­rung „Von Handel, Geld und Macht“ statt. Sie gibt Einblick in die Ge­schich­te der Augsburger Kauf­manns­fa­mi­li­en Fugger und Welser, die im 15. und 16. Jahr­hun­dert eu­ro­pa­weit Handel und Politik mit­präg­ten.

Das Museum befindet sich im Äußeren Pfaf­fen­gäss­chen 23, nur wenige Schritte vom Augsburger Dom entfernt, und zeigt die wirt­schaft­li­che und kul­tu­rel­le Be­deu­tung der beiden Kauf­manns­fa­mi­li­en für die Stadt­ge­schich­te.



Neugestaltung der Fuggerstraße: Stadtrat gibt grünes Licht für „Augsburg-Boulevard“

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause am 30. Juli hat der Augsburger Stadtrat einstimmig und ohne Aussprache die Grund­satz­ent­scheidung zur Aufwertung der Fugger­straße getroffen. Trotz des deut­lichen politi­schen Votums wird der Umbau jedoch noch Jahre auf sich warten lassen.

Von Bruno Stubenrauch

Mit dem Beschluss schließt sich das Plenum dem Stadt­ent­wicklungs­ausschuss an, der das Vorhaben bereits Anfang Juli einstimmig befürwortet hatte. Grundlage für die Umge­stal­tung bildet die Entwurfs­planung zum soge­nannten „Augsburg-Boulevard“.

Baumreihen bleiben, Flächen werden entsiegelt

Der Beschluss legt klare Prioritäten für die Neu­ge­staltung fest: Die beiden beste­henden Baumreihen entlang der Fugger­straße sollen voll­ständig erhalten bleiben. Zudem wird die Ver­waltung beauftragt, den Anteil ver­siegelter Flächen deutlich zu reduzieren. Die vor­liegende Entwurfs­planung muss nun ent­sprechend über­arbeitet werden, bevor sie dem Stadtrat als finaler Projekt­beschluss vorgelegt werden kann.

Baubeginn frühestens Mitte 2029

Wer auf eine rasche Umsetzung hofft, muss sich gedulden. Der Zeitplan der Stadt sieht vor, die Jahre 2026 und 2027 zunächst für Gutachten, die Über­ar­beitung der Planung sowie die Öffent­lich­keits­be­teiligung zu nutzen. Erst 2027 soll der end­gültige Projekt­beschluss fallen, gefolgt von der Aus­führungs­planung im Jahr 2028.

Der erste Spatenstich ist erst für Mitte 2029 eingeplant. Nadelöhr für den Baubeginn bleibt die Verlegung der Regional­busse, die derzeit noch in der Fugger­straße parken. Diese können erst umgeleitet werden, wenn das neue Regional­bus­terminal am Haupt­bahnhof fertig­gestellt ist – was nach aktuellem Stand im Sommer 2029 der Fall sein wird (DAZ berichtete). Die anschlie­ßenden Bau­arbeiten an der Fugger­straße werden sich voraus­sicht­lich minde­stens bis in das Jahr 2031 hinziehen.



Fuggerstraße: Baum-Allianz begrüßt Erhalt der Linden – fordert aber sofortige Schutzmaßnahmen

Die Baum-Allianz begrüßt die geplante Neu­ge­staltung der Fugger­straße mit dem Erhalt der beste­henden Linden. In einem Schreiben an Ober­bürger­meister Dr. Florian Freund fordert sie jedoch, die Bäume bereits vor Beginn der eigent­lichen Umge­staltung besser zu schützen und zu pflegen.

Von Bruno Stubenrauch

Bild: Monica Smekal / Gemini

Mit einem Grundsatzbeschluss zur Neuge­staltung der Fugger­straße will die Stadt von früheren Planungen abrücken (DAZ berichtete). Anders als bisher sollen die beiden bestehenden Baumreihen erhalten bleiben und durch weitere Linden ergänzt werden und der Straßenraum klima­ange­passter gestaltet werden.

Die Baum-Allianz wertet diesen Kurswechsel als Erfolg ihrer lang­jährigen Forderungen. Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass die bestehenden Linden über Jahre hinweg kaum gepflegt worden seien, weil lange Zeit von ihrer voll­ständigen Entfernung ausgegangen worden sei.

Sofortiger Schutz statt Warten auf den Umbau

Nach Ansicht der Initiative reicht der politische Beschluss zum Erhalt der Bäume allein nicht aus. Die offenen Pflanz­streifen müssten kurzfristig vor parkenden Fahrrädern, Motor­rädern und anderen Nutzungen geschützt werden. Zudem fordert die Baum-Allianz eine Sanierung und Belüftung des Wurzelraums sowie eine fachgerechte Kronenpflege.

Auch bereits entstandene Lücken in der Allee sollten nach Auffassung der Initia­tive möglichst bald mit Linden ver­gleich­barer Größe geschlossen werden, damit das histo­rische Alleebild bis zur späteren Umge­staltung wieder­her­gestellt wird.

Wettbewerbsentwurf aus dem Jahr 2009 aus Sicht der Initiative überholt

Kritisch bewertet die Baum-Allianz zudem den städte­bau­lichen Wett­bewerbs­entwurf aus dem Jahr 2009. Die damals vorgesehene mittige Promenade und eine verlegte Straßen­bahn­trasse ent­sprächen nach ihrer Ein­schätzung nicht mehr den heutigen Rahmen­bedingungen. Vor einer weiteren Planung müsse die Stadt zunächst einen rea­listi­schen Straßen­quer­schnitt als ver­bind­liche Grundlage festlegen.

Der Stadtrat will am 30. Juli mit einem Grund­satz­beschluss den Weg für die Über­ar­beitung der Planung freimachen. Nach der Beschluss­vorlage soll die Neu­gestal­tung auf dem beste­henden Boule­vard­konzept aufbauen, zugleich aber den Erhalt der Bestands­bäume und einen höheren Anteil unver­siegelter Flächen berück­sichtigen.



Renaissance-Café im Fugger und Welser Erlebnis­museum: Kaffee wie zu Fuggerszeiten

An mehreren Samstagen im Sommer laden das Fugger und Welser Erlebnis­museum und die Tanz­gruppe „Augsburger Patrizier – Tanz und Geschichte“ zum Renaissance-Café unter den Arkaden ein. Den Auftakt macht der 18. Juli, passend zum Hof­flohmarkt im Domviertel.

Von Bruno Stubenrauch

Café unter den Arkaden (Foto: Regio Augsburg Tourismus GmbH/ Gundula Hurler)

Unter den Arkaden des Fugger und Welser Erlebnis­museums trifft an diesen besonderen Samstagen italie­nisches Flair auf histo­risches Ambiente: Bürgerlich Gewandete servieren Kaffee-Spezialitäten mit Zutaten, die zur Fuggerzeit als exotische Kostbar­keiten galten – indische Gewürze, Kakao aus dem fernen Süd­amerika. Ein kleiner Ausflug in die Welt der Augsburger Handels­herren, ganz ohne Zeit­maschine.

Die Veranstaltung findet nur bei trockenem Wetter statt.

Termine:

18. Juli 2026, 11 bis 17 Uhr
8., 22. und 29. August 2026, jeweils 12 bis 17 Uhr



Fuggerstraße: Neustart ohne Musterfläche

Die Augsburger Stadtverwaltung legt dem Stadtrat am 9. Juli einen neuen Grundsatzbeschluss zur Umgestaltung der nördlichen Fuggerstraße vor. Der Entwurf verzichtet auf das bisher geplante, kostspielige Provisorium einer Muster­fläche und setzt auf den Erhalt des Baumbestands. Das Projekt soll über elf Millionen Euro kosten und verschiebt andere Fuß- und Radwegeprojekte.

Von Bruno Stubenrauch

Verhindern einen Baubeginn vor 2029: Parkende Regional­busse in der Fugger­straße, die mangels Fertig­stellung nicht zum Haupt­bahnhof umziehen können (Foto: DAZ)

Die Neugestaltung der nördlichen Fuggerstraße zwischen Königsplatz und Staatstheater steht vor einer grund­legenden Wende. Die Verwaltung hat für die kommende Sitzung des Stadt­ent­wick­lungs­aus­schusses eine neue Beschluss­vor­lage (BSV/26/00123) vor­ge­legt, die das bisherige Konzept deut­lich ver­än­dert. Ziel ist ein Grund­satz­be­schluss, der den di­rek­ten Um­bau des Be­reichs ein­lei­tet und lang­jäh­rige Pla­nungs­blockaden auf­hebt.

Verzicht auf teures Provisorium

Weg­fal­len wird ins­be­son­dere die im März 2025 be­schlos­sene Her­stel­lung einer sogenannten Muster­fläche. Diese sollte ur­sprüng­lich im Maß­stab 1:1 zwi­schen Königsplatz und Holbeinstraße er­rich­tet werden, um Ma­te­ria­lien, Ent­sie­ge­lun­gen und neue Stadt­mö­bel für min­des­tens ein Jahr lang zu er­pro­ben. Die Kos­ten für dieses tem­po­räre Ex­pe­ri­ment, das wegen an­ste­hen­der Lei­tungs­ar­bei­ten spä­ter wie­der kom­plett hät­te zu­rück­ge­baut werden müssen, waren auf rund 350.000 Euro ver­an­schlagt wor­den.

Gegen diese Pla­nung hatte sich be­reits im Kom­mu­nal­wahl­kampf Kri­tik formiert. Vor­würfe rich­te­ten sich gegen den Auf­wand für ein Pro­vi­so­rium, das kei­nen nach­hal­ti­gen Nutzen ge­bracht hätte. Nun folgt die Ver­wal­tung die­sen Be­den­ken und kippt die Test­stre­cke. Baureferent Steffen Kercher be­grün­det den Schwenk in der Vor­lage mit ver­än­der­ten Prä­mis­sen und dem Ziel einer di­rek­ten, schnel­le­ren Re­al­i­sie­rung.

Klimawandel zwingt zum Umdenken

Ein Haupt­grund für die Neu­pla­nung sind ver­än­derte An­for­de­run­gen an den Um­welt­schutz. Die ur­sprüng­li­che Ent­wurfs­pla­nung aus dem Jahr 2014 sah noch vor, die zwei ex­is­tie­ren­den Baum­rei­hen der Al­lee voll­stän­dig zu fäl­len und durch eine vier­rei­hige Neu­pflan­zung zu er­set­zen. Ange­sichts des Kli­ma­wan­dels gilt diese Ra­di­kal­lö­sung heute als un­zeit­ge­mäß; die Be­stands­bäume sol­len nun er­hal­ten und in die neue Struktur in­te­griert werden.

Zudem sol­len die Grün­strei­fen ver­brei­tert und ent­sie­gelt werden, um als ver­duns­tungs­of­fene Flä­chen das Stadt­klima zu ver­bes­sern. Nach dem ge­plan­ten Schwamm­stadt­prin­zip wird das Nie­der­schlags­was­ser der Geh­wege künf­tig di­rekt in diese Grün­zo­nen ge­lei­tet. Um den Wur­zel­raum der alten Bäume zu schonen, ver­zich­tet die Stadt auf die ur­sprüng­lich vor­ge­se­he­nen guss­ei­ser­nen Baum­roste und Plät­ten­be­läge in die­sen Zonen.

Explodierende Kosten und verschobene Projekte

Neben öko­lo­gi­schen Grün­den zwin­gen vor allem fi­nan­zi­elle Zwänge zum Han­deln. Der kom­plette Um­bau wurde im Jahr 2014 auf knapp 10,5 Millionen Euro be­zif­fert; die Bau­preis­stei­ge­run­gen hätten das alte Pro­jekt bis heute auf min­des­tens 18,8 Millionen Euro ver­teu­ert. Die nun an­ge­strebte, be­stands­nahe Va­ri­ante soll die Bauk­os­ten sen­ken und wird auf 11 bis 13 Millionen Euro ge­schätzt, wofür Zu­schüsse der Städ­te­bau­för­de­rung er­war­tet werden.

Ums­trit­ten dürf­te je­doch die Quer­fi­nan­zie­rung des städ­ti­schen Ei­gen­an­teils wer­den. Dieser soll nach ak­tu­el­len Plä­nen aus dem Be­reich für den Aus­bau von Geh- und Rad­we­gen ent­nom­men werden. Die Ver­wal­tung be­stä­tigt in der Vor­lage of­fen, dass dies zur zeit­li­chen Ver­schie­bung an­de­rer Fuß- und Rad­ver­kehrs­pro­jekte im Stadt­ge­biet füh­ren wird. Allein die kom­plet­ten Pla­nungs­kos­ten belau­fen sich vor­ab auf rund 1,15 Millionen Euro.

Baubeginn erst im Jahr 2029

Trotz des Ver­zichts auf die Muster­fläche ist mit einem schnel­len Bau­be­ginn nicht zu rech­nen. Nach dem gro­ben Zeit­plan sol­len die Jahre 2026 und 2027 für Gut­ach­ten, die Pla­nungs­über­ar­bei­tung und die Öf­fent­lich­keits­be­tei­li­gung ge­nutzt werden. Der ei­gent­liche Pro­jekt­be­schluss durch den Stad­trat soll erst im Jahr 2027 er­fol­gen, ge­folgt von der Aus­füh­rungs­pla­nung im Jahr 2028.

Der erste Spaten­stich ist frü­hes­tens für Mitte 2029 vor­ge­sehen. Zwin­gende Vor­aus­set­zung hier­für ist die Ver­la­ge­rung der Re­g­io­nal­busse, die der­zeit noch in der Stra­ßen­mitte par­ken. Diese kön­nen erst nach Fer­tig­stel­lung des neuen Re­g­io­nal­bus­ter­mi­nals am Haupt­bahn­hof um­ge­lei­tet werden, was nach ak­tu­el­lem Stand im Som­mer 2029 der Fall sein soll. Die Bau­ar­bei­ten an der Fuggerstraße sol­len sich an­schlie­ßend mindestens bis in das Jahr 2031 hin­zie­hen. Ob Ober­bürger­meister Dr. Florian Freund die Fugger­allee, eines seiner zentralen Wahlkampf­ver­sprechen, innerhalb seiner ersten Amtszeit umsetzen kann, ist also keineswegs sicher.

Der Stad­trat wird am 30. Juli 2026 fi­nal über den Grund­satz­be­schluss ent­schei­den.


Weiterführende Links:

SPD präsentiert „friedliche“ Vision für die Fuggerstraße

Fuggerstraße: Bäume schön und gut – aber wer schützt uns vor dem Regen?



Fugger und Welser: Stadt­füh­rung be­leuch­tet starke Frauen

Der Auf­stieg der Augs­burger Kauf­manns­fa­mi­lien Fugger und Welser wird meist mit den Män­nern ver­bun­den. Eine be­son­dere Schau­spiel­füh­rung im Juli rückt nun die weib­li­chen Ak­teure hin­ter den Ku­lis­sen in den Fo­kus.

​Von Bruno Stubenrauch

Foto: Regio Augsburg Tourismus GmbH, Daniela Sailer

​Wäh­rend Jakob Fugger durch seine Fi­nan­zen für Kaiser und Päpste Welt­ge­schichte schrieb, blie­ben die Frauen der Fa­mi­lie his­to­risch oft im Schat­ten. Dabei hat­ten be­reits seine Groß­mut­ter und seine Mut­ter einen er­heb­li­chen An­teil am wirt­schaft­li­chen Er­folg. Die Füh­rung be­leuch­tet die ent­schei­den­den Fra­gen zum Ein­fluss die­ser Frauen.

​Im Mit­tel­punkt der Stadt­füh­rung ste­hen Bar­bara Fug­ger-Bä­sin­ger, Sib­ylla Fugger und Mar­ga­re­the Peuting­er. Eine Schau­spie­le­rin er­weckt die drei his­to­ri­schen Per­sön­lich­kei­ten zum Le­ben. Der Rund­gang zeigt auf, wie sie die Ge­schicke der Han­dels­häu­ser lenk­ten, wäh­rend die Män­ner auf Rei­sen waren.

Sek­tem­pfang im Er­leb­nis­mu­seum

​Die Teil­neh­mer er­war­tet eine Zeit­reise durch die Re­nais­sance-Stadt. Nach dem rund ein­ein­halb­stün­di­gen Rund­gang en­det die Ver­an­stal­tung mit einem Sek­tem­pfang. Die­ser fin­det im Fugger und Welser Er­leb­nis­mu­seum (Äußeres Pfaffen­gäss­chen 23) statt, wobei der Ein­tritt in die Dau­er­aus­stel­lung im Preis be­reits in­be­grif­fen ist.


Drei Frauen, zwei Fa­mi­lien, eine Auf­stiegs­ge­schichte!

  • Wann: Sam­stag, 4. Juli, 14:30 Uhr
  • Ort: Treff­punkt an der Tou­rist-In­for­ma­tion am Rat­haus­platz, Augs­burg
  • Re­fe­rent: Schau­spiel­füh­rung
  • Ver­an­stal­ter: Regio Augs­burg Tou­ris­mus GmbH / Er­leb­nis­mu­seum
  • Ti­cket­preise: 18 Euro, er­mä­ßigt 16 Euro, Fa­mi­lie 48 Euro, Mini-Fa­mi­lie 34 Euro (inkl. Mu­se­ums­ein­tritt)
  • Mehr Info: fugger-und-welser-museum.de/veranstaltungen/


Fugger und Welser Erlebnismuseum: Öffentliche Führungen im Februar

Das Fugger und Welser Erlebnismuseum baut sein Angebot aus: Es findet nun an jedem Wochenende mindestens eine Museums­führung statt – mit wech­selnden Themen, spannend für Ein­heimische wie Touristen.

Jakob Fugger und Bartholomäus V. Welser im Gespräch in der Goldenen Schreibstube (Foto: Regio Augsburg Tourismus GmbH, Norbert Liesz)

Die Termine im Februar:

Sonntag, 01.02. (11 Uhr) & Samstag, 21.02. (14.30 Uhr): „Von Handel, Geld und Macht“ (Überblicks­führung).

Sonntag, 08.02. (11 Uhr): „Geh’ doch dahin, wo der Pfeffer wächst!“ (Kinderführung, 8–11 Jahre).

Samstag, 14.02. (14.30 Uhr): „Der Kaiser und der Kaufmann“ (Über die Allianz von Macht und Geld).

Sonntag, 22.02. (11 Uhr): „Luther und der Kapitalismus“ (Reformationsgeschichte und „Fuckerei“).

Sonntag, 22.02. (14.30 Uhr): „Clara Superstar“ (Kinderführung über ein reisendes Nashorn, 5–8 Jahre).

Details:

  • Dauer: jeweils 1 Stunde
  • Kosten: 12 € (erm. 10 €, Familien 25 €, Kinder unter 17 J. 5 €) inkl. Museumseintritt
  • Treffpunkt: Museumskasse

Weitere Informationen zu öffentlichen und buchbaren Führungen im Fugger und Welser Erlebnismuseum gibt es unter fugger-und-welser-museum.de/programm.



„Fuggers Erbe“ – Ein Augsburger Thriller zum 500. Fugger-Jubiläum

Am 30. Dezember 2025, genau 500 Jahre nach Jakob Fuggers Tod, öffnet sich in der Augsburger St.-Anna-Kirche ein Jahr­hunderte lang verborgen geblie­benes Geheim­fach. Darin liegt ein ver­schol­lenes Testament, das die globale Macht­balance aus den Angeln hebt.

Von Bruno Stubenrauch

Screenshot fugger.world

Das ist der Ausgangspunkt für „Fuggers Erbe“, den neuen Thriller von Dr. Florian M. Nebel. Was als lokale Nachricht beginnt, wächst sich zu einer globalen Suche nach Identität, Macht und Herkunft aus. Im Zentrum steht der Augsburger Lokal­journa­list Anton Pfaller, der zusammen mit der Histori­kerin Sophia Burda in ein Geflecht aus wirt­schaft­lichen Inter­essen, kirch­lichen Geheim­nissen und persön­lichen Verwick­lungen gerät.

Die Spur führt von Augsburg über Zürich bis in die Tiefen des Vatikans und zu den Glaspalästen moderner Tech-Milliardäre – und zu einem Erbe, das alle Vorstellungen übersteigt. Augsburg ist dabei mehr als Kulisse: Die Stadt bildet den histo­ri­schen und emotio­nalen Mittel­punkt des Romans.

Website als zweite Ebene

Der Roman erzählt in moderner Mehrformat-Form: klassische Prosa, Nach­richten­fetzen, Social-Media-Posts und Interviews verweben sich zu einem filmi­schen Erzählstrom.

Gleichzeitig öffnet die Website fugger.world eine zweite Ebene: komplexe krypto­grafische Rätsel, darunter der Appendix Secretus und der anspruchs­voll gestal­tete Fugger-Code, bei dem Leser im Buch Codewörter finden müssen, um mittels AES-256 ver­schlüs­selte Texte zu ent­schlüsseln. Wer also aufmerksam zwischen den Zeilen liest und ver­borgene Muster erkennt, öffnet die Tür zu tieferen Ebenen der Geschichte, die über die gedruckten Seiten hinausreichen.

Hauptcharakter Anton Pfaller auch auf Instagram

Ein besonderes Highlight: Der fiktive Charakter Anton ist bereits vor Roman­beginn auf Insta­gram aktiv. Ab dem 30. Dezember, dem Tag der Testa­ments­eröffnung, verschmelzen Buch und Wirk­lich­keit: Antons Posts begleiten die Handlung in Echtzeit, was eine völlig neue Art der Immersion schafft – man liest nicht nur über ihn, man kommuni­ziert mit ihm.

Dieser interaktive Thriller verbindet moderne Themen wie enorme Vermögens­kon­zen­tration und digitale Trans­parenz mit der histori­schen Tiefe Augsburgs und stellt am Ende die eine ent­scheidende Frage: Was macht einen Menschen wirklich reich?


Fuggers Erbe
Thriller von Dr. Florian M. Nebel
🔗Amazon

„Fuggers Erbe“ ist am 11.11.2025 erschienen, zusätzlich in Englisch als „Fuggers Legacy“.

Infos, Rätsel & Bonusmaterial:
fugger.world

Instagram:
Anton Pfaller