DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Sonntag, 21.06.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Umwelt

Stadtwerke Augsburg bauen riesigen Tauchsieder

„Power-to-heat“ als Beitrag zur Energiewende

Mit einem überdimensionalen Tauchsieder wollen die Stadtwerke Augsburg (swa) das Stromnetz entlasten und überschüssigen Strom für die Fernwärme sinnvoll nutzen. „Power-to-heat“ heißt die Anlage, zu Deutsch: Strom zu Wärme.

Neben der Gasturbine in Lechhausen: Der Trafo der "Power-to-heat-Anlage" wird in das Anlagen-Gebäude gehoben. (Foto: swa/Thomas Hosemann)

Neben der Gasturbine in Lechhausen: Der Trafo der "Power-to-heat-Anlage" wird in das Anlagen-Gebäude gehoben. (Foto: swa/Thomas Hosemann)


Die Anlage entsteht derzeit direkt neben der Gasturbine der swa in Lechhausen. „Wir können damit flexibel auf Schwankungen im Stromnetz reagieren, das Netz stabilisieren und leisten so einen Beitrag zur Energiewende“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus-Peter Dietmayer. Im Zug der Energiewende haben vor allem die Stromanteile aus Photovoltaik und Windkraft deutlich zugenommen. So wird heute doppelt so viel Strom aus Windkraft erzeugt wie vor zehn Jahren, beim Sonnenstrom sind es sogar 60 Mal so viel. Dadurch entsteht aber eine skurrile Situation: Es ist zeitweise mehr Strom vorhanden als gebraucht wird. Verbraucher, die dann auf Abruf schnell Leistung aus dem Netz nehmen, erhalten sogar Geld für das Verbrauchen des überschüssigen Stroms. Etwa eintausend Mal war das im vergangenen Jahr der Fall.

Genau da setzt die Power-to-heat-Anlage der Stadtwerke Augsburg an. Sie ist quasi ein überdimensionaler Tauchsieder. Je nach Bedarf wird das heiße Wasser entweder direkt in das Fernwärmenetz der swa eingespeist oder für einen späteren Verbrauch im Wärmespeicher zwischengelagert. Die Anlage hat eine Leistung von 10 Megawatt, das entspricht etwa 10.000 haushaltsüblichen Tauchsiedern mit 1.000 Watt Leistung. Der Wirkungsgrad bei der Umwandlung von Strom in heißes Wasser liegt bei nahezu 100 Prozent.

Rund 1,5 Millionen Euro wird die Anlage kosten, die in den kommenden Wochen bei der Gasturbine in Lechhausen gebaut wird. In vier bis fünf Jahren ist sie durch die Erlöse refinanziert. „Power-to-heat“ wäre im Fall einer Fusion zwischen der Stadtwerke-Energiesparte mit Erdgas Schwaben der swa-Beitrag zu einem virtuellen Kraftwerk. Die Erdgas Schwaben würde ihre Technologie „Power-to-gas“ beisteuern.

» Auf dem Weg zum virtuellen Kraftwerk

» Virtuelles Kraftwerk (Wikipedia)

gesamten Beitrag lesen »



REA mit neuer Geschäftsführerin

Anfang Februar hat Dr. Sylke Schlenker-Wambach die Position der Geschäfts­führung der Regionalen Energieagentur Augsburg (REA) angetreten. Sie löst Hans Peter Koch vom Umweltamt Augsburg ab, der seit der Gründung der Energieagentur im Herbst 2011 die kommissarische Leitung innehatte. Als studierte Diplom-Geologin und promovierte Naturwissen­schaftlerin der TU Bergakademie im sächsischen Freiberg nahe Dresden ist Dr. Sylke […]

gesamten Beitrag lesen »



43 Millionen für die Uni

Die Universität Augsburg erhält einen Neubau des Instituts­gebäudes für Materials Resource Management. Der Freistaat Bayern investiert insgesamt 43,2 Millionen Euro in den Neubau. „Das ist ein starkes Signal für den Hochschul­standort Augsburg“, so Finanz­staats­sekretär Johannes Hintersberger aus Anlass der Genehmigung der Hochbau­vorlage durch den Haushalts­ausschuss des Bayerischen Landtags am vergangenen Mittwoch. Errichtet werden soll ein […]

gesamten Beitrag lesen »



Endspurt für Vor-Ort-Energie­beratung in Lechhausen

Noch bis 5. Dezember haben Gebäude­eigentümer in Lechhausen Zentrum die Möglichkeit der kostenlosen Energie­beratung direkt an ihrem Gebäude. „Dieses Beratungsangebot sollten Sie sich nicht entgehen lassen“, so Reiner Erben, Referent für Umwelt, Nachhaltigkeit und Migration. Fast 50 qualifizierte Energieberatungen haben im Rahmen des Koopera­tions­projektes „Energiekarawane“ zwischen Stadt Augsburg und Regionaler Energie­agentur Augsburg seit Ende Oktober […]

gesamten Beitrag lesen »



Umweltamt unter neuer Leitung

Der 50-jährige Hans Peter Koch ist neuer Leiter des städtischen Umweltamtes. Er folgt Dr. Alois Betz nach, der im Oktober 2011 aus dem aktiven Dienst ausgeschieden ist. Als frisch diplomierter Geograph fing Hans Peter Koch 1991 beim Umweltamt an. Viele Jahre leitete er die Abteilung Klimaschutz und war stellver­tretender Amtsleiter. Seit 2011 leitet er zusätzlich […]

gesamten Beitrag lesen »



Neue Agendazeitung Herbst und Winter 2014/2015 erschienen

Ab sofort ist die zweite Agenda­zeitung des Jahres erhältlich, wieder gut gefüllt mit Berichten über nachhaltige Aktivitäten in Augsburg. Die Zeitung enthält u.a. Berichte zum ausleihbaren Lastenfahrrad der Transition Town Augsburg, über die Erzählcafés von Prima Klima, den bevor­stehenden zweiten Augsburger Nachhaltig­keitstag Wirtschaft und den Frauen­fahrradklub für Flüchtlings­frauen von Volldabei. Einen Schwerpunkt der Nummer 41 […]

gesamten Beitrag lesen »



Öffentliche Auftakt­veran­staltung zum Stadt­entwick­lungs­konzept

OB Dr. Kurt Gribl gibt Startschuss für Online-Dialog Das Stadtentwicklungs­konzept, kurz STEK, beschäftigt sich planerisch mit allen Bereichen, die das Leben in der Stadt Augsburg prägen. Es baut auf zahlreiche bestehende Fachkonzepte und Planungen auf und führt diese fort. Am 5. November um 17.30 Uhr laden Oberbürger­meister Dr. Kurt Gribl, Baureferent Gerd Merkle und Reiner Erben – […]

gesamten Beitrag lesen »



Rinder haben in der Wolfzahnau nichts zu suchen

Warum die Stadt gegen ihre eigene „Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet Wolfzahnau“ verstößt Von Siegfried Zagler Verordnungen sind etwas Sinnvolles, weil sie das Zusammenleben der Menschen ordnen. Bei Verordnungen zu Landschaftsschutzgebieten geht es in erster Linie um die sich nicht selten im Widerspruch befindlichen Interessen zwischen Landschaft/Natur und dem erholungssuchenden Mensch. Die zusammenwirkende Kräfte einer Gesellschaft […]

gesamten Beitrag lesen »



Post SV-Umzug: Grüne sehen Artenvielfalt bedroht

Die Grüne Stadtratsfraktion sieht sich nach einem Ortstermin am Wasenmeisterweg darin bestätigt, dass gravierende ökologische Argumente gegen einen Umzug des Post SV von der Grenzstrasse an den Wasenmeisterweg und den dort geplanten Sportcampus sprechen. „Die NaturschützerInnen haben uns erläutert, welche Artenvielfalt auf der Wasenmeisterwiese noch zu finden ist. Leider sind solche natürlichen Wiesen inmitten der […]

gesamten Beitrag lesen »



Bohrungen am Stempflesee

Der Grund des Stempflesees wird erkundet. Nach der Absenkung des Wasserpegels im Stempflesee werden ab heute bis zum 17. Oktober vorübergehend mehrere Untersuchungsplattformen am Seeufer aufgeschüttet. Diese sind erforderlich, um in der ehemaligen Kiesgrube, die der Stempflesee einmal war, bis auf vier Meter Tiefe das Bodenprofil und die Stärke der Sediment- und Schlammschicht zu erkunden. […]

gesamten Beitrag lesen »