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Sonntag, 23.02.2020 - Jahrgang 12 - www.daz-augsburg.de

Ökologisch und funktional

Neues Umweltbildungs­zentrum im Botanischen Garten geplant

Ein Preisgericht aus Architekten, Stadträten, Mitarbeitern des Botanischen Gartens, des Hochbauamts und der Umweltstation, der Handwerkskammer für Schwaben und der Universität Augsburg hat aus 25 Wettbewerbs­entwürfen aus ganz Deutschland einen Sieger gekürt.



Visualisierung des Sieger-Entwurfs (Quelle: Christoph Keiner)

Der mit einem Preisgeld von 14.000 Euro dotierte Siegerentwurf des Architekten­wettbewerbs stammt vom Hamburger Architekten Christoph Keiner. Auf Platz 2 und 3 kamen die mit 9.000 Euro bzw. 6.000 Euro dotierten Entwürfe des Büros Hess/Talhof/Kusmierz (München) sowie Gies Architekten (Freiburg).

Das Verfahren wartete mit einer Besonderheit in Sachen Nachhaltigkeit auf: „Der Architektur-Wettbewerb für das Umwelt­bildungs­zentrum ist der erste Wettbewerb in Deutschland, der explizit ein umwelt­gerechtes Maß für den Flächen- und Materialeinsatz schon in dieser frühen Planungsphase integriert“, erläutert Baureferent Gerd Merkle. Unter anderem waren für die Teilnehmer Nachhaltigkeits­kriterien hinsichtlich Baustoffen, Energieverbrauch und Gestaltung der Außenanlage festgelegt worden.

Holzkonstruktion mit besten Kennwerten

Das Büro Christoph Keiner hat die Aufgabe mit einer kompakten Holzkonstruktion gelöst. Das Gebäude vermittelt das Bild einer modernen Scheune mit hoher Funktionalität sowie räumlicher Qualität und entspricht dem Image, das vom UBZ vermittelt werden soll. Die im Dach integrierte Photovoltaik-Anlage soll langfristig für eine klimaneutrale Bilanz sorgen.

Mit einem Raumprogramm von rund 770 qm soll das neue UBZ die künftige Heimat der Umweltstation Augsburg werden, die damit ihr Veranstaltungs­angebot quantitativ wie qualitativ stärker ausbauen möchte. Ziel ist, Umwelt­bewusstsein und Handlungs­kompetenzen bei Bürgerinnen und Bürgern aller Altersstufen zu entwickeln. Mit neuen Informations­methoden und innovativen pädagogischen Ansätzen sollen in der Umweltstation eine Auseinander­setzung mit Umwelt- und Globalisierungs­themen erfolgen und Naturerlebnisse ermöglicht werden.

Alle 25 Wettbewerbsarbeiten werden noch bis Sonntag, 2. April täglich von 14 bis 18 Uhr im ehemaligen Offizierskasino im Sheridan-Park öffentlich ausgestellt. Zwischen 15 und 17 Uhr finden kommentierte Rundgänge statt, bei denen Mitarbeiter des Botanischen Gartens und der Umweltstation für Fragen zur Verfügung stehen.

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