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Dienstag, 12.05.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Städtebau

KfW-70 statt KfW-40? Bürgerliche Mitte fordert Kurswechsel beim Wohnungsbau

Die Fraktion Bürgerliche Mitte macht Druck beim Thema bezahlbares Wohnen. Ein von der Arbeits­gemein­schaft der öffent­lichen und freien Wohlfahrts­pflege erarbeitetes Eckpunkte­papier solle „zügig“ in den zuständigen Ausschüssen beraten und in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Von Bruno Stubenrauch

Fraktionsvorsitzender Lars Vollmar (FDP) verweist auf die wachsende Einwohner­zahl Augsburgs bei gleichzeitig zu geringem Wohnungs­neubau. Die Folge seien steigende Mieten, die für Normal­verdiener kaum noch tragbar und für einkommens­schwache Haushalte vielfach unbe­zahlbar seien. Umso unver­ständlicher sei es, dass das seit Monaten vorliegende Papier im Stadtrat bislang keine Rolle gespielt habe.

Absenkung von Standards zur Kostensenkung

Mit einem Antrag an die Stadt fordert die Fraktion nun konkrete Schritte. So soll die Stadt­verwaltung darauf hinwirken, dass die städtische Wohnungs­bau­gesell­schaft WBG künftige Neubauten grund­sätzlich im Energie­standard KfW 70 statt wie bisher etwa im strengeren KfW 40 errichtet – sofern dies wirt­schaftlich, rechtlich und energetisch vertretbar ist. Die Absenkung des Standards könne die Baukosten deutlich senken und sich damit positiv auf die Erst­ver­mietungs­mieten und städtische Zuschüsse auswirken. Zugleich solle geprüft werden, welche Folgen eine solche Umstellung für Klimaziele und Mieter hätte.

„Augsburger Modell“ für sozialen Wohnungsbau

Darüber hinaus beantragt die Bürgerliche Mitte eine Prüfung, ob das sogenannte „Münchner Modell“ auf Augsburg übertragbar ist. In der bayerischen Landes­haupt­stadt wird sozialer Wohnungs­bau unter anderem durch die Kombination aus öffentlicher EOF-Förderung – einem staatlichen Förder­programm für einkommens­orientierten, preis­gebundenen Miet­wohnungsbau – und einem Preisdeckel für Grundstücke abgesichert. Die Ver­waltung soll untersuchen, ob ein ähnliches „Augsburger Modell“ rechtlich möglich, finanziell darstellbar und wohnungs­politisch sinnvoll wäre.

Die Bürgerliche Mitte betont, Klimaschutz, Wirtschaft­lich­keit und soziale Ver­ant­wortung müssten im Wohnungs­bau zusammen gedacht werden. Ziel sei es, schneller mehr bezahlbare Wohnungen in Augsburg zu schaffen.

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Déjà-vu im „Puppenkistenviertel“

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Fuggerstraße: Bäume schön und gut – aber wer schützt uns vor dem Regen?

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