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Donnerstag, 07.05.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Sozialpolitik

Weinkamms WBG-Debakel wird Chefsache

Die bisher nicht näher kommentierte Aussage von Sozialreferent Max Weinkamm, dass private Anbieter 30 Prozent billiger bauen als die städtische Wohnungsbaugesellschaft (WBG), kann nach Auffassung der Freien Wähler nicht so stehen bleiben. Oberbürgermeister Gribl soll nun den Sachverhalt klarstellen.

Sozialreferent Max Weinkamm

Sozialreferent Max Weinkamm


In einer vergangenen Sozialausschusssitzung soll Weinkamm bei der Kommentierung eines Antrages der Freien Wähler gesagt haben, dass er daran festhalten wolle, dass freie Unternehmer und nicht die WBG Wohnraum für Asylbewerber schaffen sollen, da private Anbieter in der Lage seien, im Durchschnitt 30 Prozent günstiger als die städtische Wohnungsbaugesellschaft zu bauen. In einem Schreiben an Oberbürgermeister Kurt Gribl verlangen nun die Freien Wähler eine Klarstellung. „Entweder ist diese Aussage des Sozialreferenten (hoffentlich!) falsch, dann diente sie offensichtlich nur dazu, Verwirrung zu stiften und seine Verantwortung abzuschieben. – Sollte die Aussage des Sozialreferenten allerdings richtig sein, stellt sich uns die Frage, wie es sein kann, dass stets die WBG/AGS die Ausführung von so wichtigen und teuren Projekten übertragen bekommt, wie zum Beispiel das Curt-Frenzel-Stadion, die Messehalle, die Stadtbücherei, das Technologiezentrum oder die Sanierung beziehungsweise den Ausbau der Ganztagsbetreuung an der Heinrich-von-Buz-Realschule.“

FW: Der Zweck der WBG bestehe darin, die Stadt an Vergabevorschriften vorbeizumogeln

Bisher seien die Stadträte davon ausgegangen, dass die Beauftragung von WBG/AGS als so genanntes „Inhouse-Geschäft“ dazu dienen sollte, die Stadt an komplizierten, teuren und zeitraubenden Vergabevorschriften „vorbeizumogeln“. Dass der Stadt die jeweiligen Bauvorhaben tatsächlich aber bis zu 30 Prozent teurer gekommen sein sollen, sei jenseits der schlimmsten Vorstellungen. Sollte Weinkamms Behauptung zutreffen, wäre der Öffentlichkeit verschwiegen worden, dass die WBG wesentlich teurer baut als der freie Markt. Die Freien Wähler würden dann beantragen, „künftig keinerlei Aufträge und Vergaben mehr durch die WBG/AGS erledigen zu lassen.“ Es könne nicht angehen, dass sich die Bauverwaltung zur eigenen Arbeitsentlastung von Vergabemodalitäten und Überwachungskriterien verabschiedet und dabei die erheblichen Mehrkosten schlichtweg auf den städtischen Haushalt abwälzt.

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Anschubfinan­zierung für Frei­willigen­projekte

Die Stadt Augsburg stellte gestern einen weiteren Baustein zur Unterstützung freiwilligen Engagagments vor. Gemeinwohl­orientierte Projekte werden in ihrer Aufbauphase mit bis zu 500 Euro gefördert. Oftmals fehlt es engagierten Menschen, die neue Ideen umsetzen möchten, zum Start an finanziellen Mitteln, beispielsweise für die Kosten der Vereinsgründung, der ersten Öffentlich­keitsarbeit oder einer Internet­domain. Hier soll eine […]

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Ottostraße: Grüne fordern drastische Umplanung

Die Grünen Landtagsabgeordneten Christine Kamm und Reiner Erben kritisieren via Pressemitteilung den bisherigen Umgang mit den Plänen für die Asylbewerberunterkunft in der Ottostraße durch die Regierung von Schwaben und die Stadt Augsburg. „Obwohl die Diskussion über Veränderungen in der Flüchtlingspolitik im Landtag über Jahre lief, wurden in Augsburg nach altem CSU-Denken Fakten geschaffen für eine […]

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Krippenplätze: „Augsburg ist gut gerüstet“

Augsburgs Sozialreferent Max Weinkamm sieht die Stadt in Sachen Krippenplätze gut gerüstet. Es gibt sogar freie Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren. Der 1. August 2013 ist der Stichtag, ab dem Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz für ihr Kind im zweiten und dritten Lebensjahr haben. „Augsburg ist für die neue Rechtslage gut gerüstet. Derzeit […]

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Wohnraum soll bezahlbar bleiben

Mit der symbolischen Enthüllung eines neuen Straßenschildes machten Augsburgs Grüne und der Mieterverein Augsburg und Umgebung e.V. auf die aktuellen Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt aufmerksam.
Augsburg müsse sich „um die Wohnraumversorgung für alle seine Bürgerinnen und Bürger kümmern und nicht nur für gut bezahlte MünchenpendlerInnen“, so der Presseeinladungstext für die Aktion an der Ecke Maximilianstraße/ Armenhausgasse, […]

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Sozialpolitik: Weinkamm im Feuer

Die Kritik an Sozialreferent Max Weinkamm reißt nicht ab. In einem aktuellen Statement hat ihm nun die FDP den Kampf angesagt.
In den vergangenen Wochen ließ weder die SPD noch die Grünen ein gutes Haar an Augsburgs Sozialreferenten. Es werde immer lauter ausgesprochen, dass viele den Sozialreferenten auch fachlich für inkompetent halten, wie unlängst die Augsburger Allgemeine schrieb. […]

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Infoabend „Demenz“ in Lechhausen

Anlässlich der kurz bevor­stehenden Inbetriebnahme des Seniorenzentrums „Lechrain“, das am 1. Juni von der städtischen Altenhilfe eröffnet wird, hält die Dipl. Psychogerontologin Barbara Stemmer einen Vortrag mit dem Titel „Leben in Gemeinschaft mit Demenz“. Dies teilte die Altenhilfe der Stadt Augsburg am Mittwoch mit. Demenzielle Erkrankungen sind in Zukunft eine der pflegerischen und medizinischen Herausforderungen unserer […]

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SJR-Desaster: Prüfbericht bestätigt DAZ-Recherche

Das Ergebnis des Prüfberichtes in Sachen Finanzdesaster des Augsburger Stadtjugendrings wurde gestern in verkürzter Form vom Bayerischen Jugendring bekannt gegeben. Der Prüfbericht bestätigt den DAZ-Artikel „Stadtjugendring in schwerer Not“ vom 25. März. „Zur Aufklärung der Angelegenheit hatte der BJR umgehend die weisungsunabhängige interne Revision einbezogen. Deren Prüfung ergab, dass Buchhaltung und Verwaltungs­leitung des SJR seit […]

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SJR-Desaster: Interview mit Bernd Kränzle

Auch wenn Bernd Kränzle, Vorsitzender der CSU-Fraktion im Augsburger Stadtrat, kaum etwas sagt und es sich um das kürzeste DAZ-Interview aller Zeiten handelt, soll den Lesern der DAZ nicht vorenthalten werden, dass auch Bernd Kränzle die Informationspolitik des Stadtjugendringes nicht in Schutz nimmt. Bernd Kränzle hatte in seiner Eigenschaft als Landtagsabgeordneter zuletzt jede Menge zu […]

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Grüne kritisieren Immobilien-Deal der Patrizia AG

Die Augsburger Patrizia Immobilien AG hat zusammen mit Co-Investoren den Zuschlag für den Kauf von 32.000 Wohnungen der BayernLB-Wohnungstochter GBW erhalten. Die Augsburger Grünen warnen vor negativen gesellschaftlichen Folgen. Die BayernLB musste sich auf Druck der EU von ihren Immobilien­beständen, zu denen auch die 32.000 GBW-Wohnungen gehören, trennen. Patrizia hatte mit über 2 Milliarden Euro […]

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