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Mittwoch, 20.10.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Grüne fordern Konzept für Kresslesmühle

Die Stadtratsfraktion der Augsburger Grünen brachte gestern ihr Bedauern bezüglich der Kündigung der Geschäftsführerin der Kresslesmühle, Gabrielle Spiller, zum Ausdruck.

Kresslesmühle

Kresslesmühle


Darüber hinaus untermauerten die Grünen eine unlängst gestellte Forderung, ein Konzept für die interkulturelle Arbeit in Augsburg zu erstellen. „In Augsburg arbeiten viele Institutionen wie zum Beispiel die Mühle, der Integrationsbeauftragte und die Fachstelle Interkultur in der Stadtverwaltung in ähnlichen Feldern nebeneinander und dabei wäre es sinnvoll, diesen Bereich zusammenzufassen und besser zu koordinieren, um insgesamt mehr für das Thema Interkultur zu erreichen“, so Verena von Mutius, die darauf hinweist, dass die Grünen schon vor dem Abschied von Hansi Ruile und auch beim Abschied von Timo Köster vom Büro für Frieden und Interkultur eine Neukonzeption gefordert hätten. „Das hat die Stadtregierung abgelehnt und keinen Gestaltungswillen erkennen lassen“, so von Mutius.

Erst Klarheit übers Konzept, dann Neuausschreibung

Aus Sicht der Grünen Stadtratsfraktion müsse in der jetzigen Situation der Kresslesmühle endlich die Chance auf eine konzeptionelle Neuausrichtung der Einrichtung ergriffen werden. „Es ist an der Zeit zu überprüfen, was in der Mühle passieren soll, wie viel städtische Förderung dafür nötig ist und was aber auch mit den vorhandenen Ressourcen nicht leistbar ist, oder besser von anderen Akteuren erledigt werden kann“, so der Grüne Fraktionsvorsitzende Reiner Erben, der darauf hinweist, dass der bestehende Zuschussvertrag in die Jahre gekommen sei und deshalb unter dem Themenschwerpunkt neu aufgestellt werden müsse. „Frau Spiller hat auch mit dem Hinweis gekündigt, dass ihr beim Stellenantritt nicht klar war, was auf sie zukommen würde. Dies ist ein deutlicher Hinweis auf eine konzeptionelle Leerstelle. Darüber müssen Stadt und Mühle-Gesellschafter zunächst Klarheit schaffen und erst dann in eine neue Ausschreibung gehen.“