„lab.30“ trotz(t) Biennale-Konzept
Das „Biennale-Konzept“ des Kulturreferenten hat den städtischen Etat für das Elektronik-Festival „lab.30“ deutlich reduziert, der im vergangenen Jahr rasch ins Leben gerufene Freundeskreis konnte bei weitem nicht so viele Spenden akquirieren, wie optimistisch angenommen – und trotzdem steht dem „lab“ in diesem Jahr mehr Geld zur Verfügung als je zuvor: Auf 30.000 Euro ist der Etat angewachsen, dank gestiegener Drittmittel und Unterstützung aus dem Kultusministerium.
Von Frank Heindl

30.000 Euro für eine ambitionierte Ausstellung elektronischer und Medienkunst aus dem In- und Ausland sind natürlich nicht viel. Trotzdem freut sich Peter Grab, das „lab“ stehe nun – nicht trotz, sondern dank seines Biennale-Konzeptes – „auf soliden Füßen.“ Und der städtische Kulturetat wird geschont: Gab Grab fürs lab früher jährlich 20.000 Euro pro Jahr aus, sind es jetzt nur noch 30.000 Euro für zwei Jahre. Das Konzept stellte es den Veranstaltern zwar von Anfang an frei, weiterhin jährlich vors Publikum zu treten – dann allerdings entweder mit weniger Geld oder mit anderweitig aufgetriebenen Mitteln. Nach Christian Stocks „Jazzsommer“ verweigert sich mit „lab.30“ nunmehr ein weiteres städtisches Festival dem Zwei-Jahres-Rhythmus – und hat die entstandenen Finanzierungslücken in Eigeninitiative gestopft. (mehr …)