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Freitag, 20.03.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Kultur

True Crime aus Augsburg: Ein Mordfall, der bis heute Fragen aufwirft

Ein Ring als verräterische Spur. Ein rätsel­hafter Brief „vom lieben Gott“. Und ein Totenschädel, geborgen aus dem Lechkanal. Was klingt wie der Stoff eines düsteren Krimis, ist tatsächlich eines der spektaku­lärsten Verbrechen der Augsburger Geschichte – und steht jetzt im Mittelpunkt eines Podcasts.

Von Bruno Stubenrauch

Am Karfreitag des Jahres 1821 verschwindet im Lechviertel die 55-jährige Näherin Maria Anna Holzmann. Eine unschein­bare Frau, allein­stehend, ohne großes Aufsehen. Ein zweifel­hafter Zeuge will sie noch am Morgen in Begleitung einer fremden Frau gesehen haben – danach verliert sich jede Spur. Wochen werden zu Monaten, ohne dass ihr Schicksal geklärt werden kann.

Dann, im Januar 1822, die Wende: Auf dem Dachboden ihres eigenen Hauses wird ein grausiger Fund gemacht. Plötzlich steht eine verstörende Frage im Raum: Hat Maria Anna Holzmann ihr Zuhause womöglich nie verlassen?

Der historische True-Crime-Podcast „BÖSES BLUT“ greift diesen Fall nun auf und erzählt ihn neu – detailreich, atmo­sphärisch und mit Blick weit über das Verbrechen hinaus. Denn es geht nicht nur um den Mord selbst, sondern auch um die Welt, in der er geschah: um Justiz und Ermittlungs­arbeit im 19. Jahr­hundert, um soziale Verhält­nisse und Lebenswege.

Besonders eindrücklich: die Geschichte des Täters Anton Georg Rauschmaier. Sein Weg führt von einfachen Ver­hält­nissen über die Schlacht­felder des Russland­feldzugs von 1812 bis hin zum Schafott – ein Lebenslauf, der mehr über seine Zeit erzählt als viele Geschichtsbücher.

Zum Podcast – wer steckt dahinter?

Hinter dem Podcast steht ein kleines, spezialisiertes Team: Autor und Historiker Jan Wiechert, der seit Jahren zu histori­schen Kriminal­fällen recher­chiert und als Host durch die Folgen führt. Für den Klang sorgt Musiker und Ton­techniker Jan Schellenberger, während Katharina Merz die digitale Präsenz und Social-Media-Arbeit betreut.

Die neue Folge mit dem Titel „Der Karfreitags-Mord“ erscheint am 2. April 2026 auf allen gängigen Podcast-Plattformen.

Dass „BÖSES BLUT“ dabei den Nerv des Publikums trifft, zeigt ein Blick auf die bisherigen Reaktionen: Ein „Projekt mit Sucht­potential“, schreibt der Münchner Merkur. Und das Haller Tagblatt lobt die Mischung aus Spannung und gesell­schaft­lichem Tiefgang.

Ein fast 200 Jahre alter Mordfall – und doch erstaun­lich nah. Wer sich darauf einlässt, wird Augsburg mit anderen Augen sehen.

Link: boesesblut-podcast.de

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ALLE beim bunten Brecht­festival: Das Staats­theater mit Drei­groschen­oper und Hamlet­maschine

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