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Dienstag, 28.04.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

FCA

FCA: Glücklicher Dreier gegen Werder

Der FCA gewinnt sein Heimspiel gegen Werder Bremen mit 2:1. Vor ausverkauftem Haus erzielten Dion Beljo (6.) und Arne Maier (46.) die Tore für den FCA. Den zwischenzeitlichen Bremer Ausgleich konnte Jens Stage verbuchen (16.). 

Beim FCA lässt Enrico Maaßen im Vergleich zum 0:2 bei Hertha dreimal rotieren. Pedersen startet für Iago auf links, zudem beginnen Vargas und Beljo für Berisha und Yeboah.

Die erste Riesenchance für den SV Werder Bremen: Eine Hereingabe von Bittencourt von der rechten Seite kommt links in den Strafraum durch zu Füllkrug. Der Angreifer schließt mit dem zweiten Kontakt ab, doch Gikiewicz ist schnell unten und lenkt den Schuss um den Pfosten (3.).

Wenig später geht der FCA in Führung: Ein hoher Ball von Gumny wird von der Bremer Defensive verschlafen. Beljo nimmt die Kugel gemütlich auf, geht mit Tempo links in den Strafraum und schließt im Fallen flach ins rechte Eck ab (6.). Ein geschenktes Tor und eine frühe Führung wie sie im Buche steht.

Der FCA nutzt die Räume, die von Werder schlecht verteidigt werden, und ist auch stets nah am Ball, wenn Werder das Leder hat. Doch plötzlich baut Renato Veiga einen Riesenbock und „passt“ relativ unbedrängt zu Werders Niklas Schmidt (so als wäre er ein FCA-Spieler), der nun völlig freistehend vor Rafal Gikiewicz steht und überhastet vorbeizieht. Gikiewicz war noch leicht dran, weshalb es Ecke gibt. Riesenglück für den FCA (10.).

Sechs Minuten später ist dann aber der Bremer Ausgleich fällig: Ducksch spielt Bittencourt rechts am Strafraum frei, dessen harmlose Flanke nicht der Rede wert wäre, doch weil sich Gikiewicz einen schweren Patzer leistet, flutscht der Ball als Aufsetzer zu Stage durch, der nur den Kopf zum Ausgleichstreffer hinhalten muss (16.).

Nun verflacht das Spiel ein wenig, da beide Mannschaften versuchen ihre wackligen Defensivreihen zu stabilisieren. Die Bremer werden von Minute zu Minute das bessere Team, während der FCA nach hinten fehleranfällig bleibt und Glück hat, dass Ducksch mit dem Ball nichts anfangen kann und sein Schuss geblockt wird, nachdem Gumny ein Luftloch geschlagen hatte (29.). Eine Unsicherheit nach der anderen in der FCA-Defensive sorgt dafür, dass FCA-Trainer Enrico Maaßen die Reißleine zieht und in der 34. Minute (!) für den verunsicherten Renato Veiga Maximilian Bauer bringt.

Danach zeigt sich die FCA-Defensive etwas stabiler, steht auch etwas tiefer, doch vorne geht beim FCA kaum noch etwas. Es sei denn, die Werder-Defensive legt denselben Fehlereifer an den Tag: So stürmt Ermedin Demirovic nach einem spektakulären Bremer Fehler allein auf Jiri Pavlenka zu und schießt den Werder-Keeper an (36.). Eine Minute später trifft Linksverteidiger Mads Pedersen beim Flanken den Ball nicht: wilder gehts kaum noch. Wenig später läuft Füllkrug allein auf Gikiewicz zu – und vergibt.

Das 1:1 zur Pause geht leistungsmäßig in Ordnung – auch wenn Werder das aktivere Team ist – mit den besseren Chancen in einem vogelwilden Spiel mit einer hohen Fehlerquote bei beiden Mannschaften.

Bremen ist noch nicht richtig auf dem Platz – und der FCA kommt nach 30 Sekunden gefährlich nach vorne: Demirovic nimmt Maier mit, der nach zwei Schritten frei zum Abschluss kommt und aus 15 Metern den Ball durch Mann und Maus ins Bremer Tor trifft. Ehe die Schaumkronen des Halbzeit-Biers weggetrunken, geht der FCA wieder in Führung! Das 2:1 wird vom Augsburger Block frenetisch gefeiert, während der 3.500-Mann-starke Bremenblock in Schockstarre verfällt. Die insgesamt 30.660 Zuschauer sehen in der Folge dennoch ein schlechtes Bundesligaspiel des FCA, der nach vorne über weite Strecken der zweiten Halbzeit kaum ein Bein vor das andere bekommt.

Wenig später versucht es Gouweleeuw mit einer Einzelaktion aus 25 Metern, aber Pavlenka lenkt den Schuss über die Latte (49.). Das sollte die letzte gefährliche FCA-Aktion im Strafraum der Gäste sein.

Danach spielte nur noch Bremen auf den Ausgleich – und der FCA verteidigte tief und brachte mit viel Glück gegen schwerfällig und ungenau agierende Bremer die drei Punkte unter Dach und Fach, ohne auch noch einmal gefährlich vors Werder-Tor zu kommen. Nach dem Heimspiel gegen Hoffenheim ist diese Bremer Partie das zweite schlechte Heimspiel in Folge mit glücklichem Ausgang für Augsburg.

So glücklich der Dreier auch war, so wichtig war er für Augsburg: Der FCA konnte mit diesem Sieg (27 Punkte nach 23 Spieltagen) acht Punkte Abstand zu den prekären Tabellenrängen herstellen.

Am kommenden Samstag tritt der FCA in München gegen den FC Bayern an (15.30 Uhr). 

FC Augsburg:  Gikiewicz – Gumny, Goulweleeuw, Veiga (34. Bauer), Pedersen (67. Iago) – Maier, Engels, Dorsch (46. Baumgartlinger), Demirovic – Beljo (74. Yeboah), Vargas (67. Berisha).

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