DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Samstag, 18.05.2024 - Jahrgang 16 - www.daz-augsburg.de

Bundesliga

FCA holt in Wolfsburg einen Punkt

Der FC Augsburg trennt sich vom VfL Wolfsburg mit einem 2:2-Unentschieden. Die Tore des FCA erzielten Arnold (Eigentor) bereits in der zweiten Minute nach einem Eckball und Berisha nach einer starken Aktion von Engels (32.). Den Anschlusstreffer der Wolfsburger erzielte vor vor 22.107 Zuschauern in der VW-Arena Waldschmidt (84.). Den Wolfsburger Ausgleich erzielte Nmecha nach einem dicken Gikiewicz-Fehler in letzter Sekunde (90+6).

FCA-Trainer Maaßen baut seine Startelf im Vergleich zum Heimspiel gegen Schalke nur auf einer Position um: für den rot-gesperrten Demirovic rückt Beljo in die erste Elf.

Den Halbsatz, dass Mergim Berisha in der 32. Minute mit dem ersten Augsburger Torschuss das 2:0 des FCA erzielt, darf man sich auf der Zunge zergehen lassen: Arne Engels, der beste Augsburger, nimmt mit einem klasse Tackling einem Wolfsburger den Ball ab und spielt sofort den freistehend Berisha an, der das Leder sich schön auf den linken Fuß legt und ins lange Eck versenkt. Erste starke Szene nach vorne, erster Torschuss, zweites Tor!

Besonders auf der rechten Seite verteidigen Gumny und Maier schlecht, ohne dass davon die Wolfsburger hätten profitieren können. Dass der FCA fast die komplette erste Halbzeit schlecht verteidigt, ist allerdings eine erschreckende Wahrheit dieser Partie. In der Hauptsache hat der FCA nur Glück, dass die Wolfsburger ihre zahlreichen Abschlüsse kläglich vergeben, darunter ein Elfmeter, den Maximilian Arnold übers Tor jagt (21.) und eine sogenannte 100-prozentige Torchance in der 44. Minute, als Wimmer einen Ball völlig freistehend am leeren Tor vorbeiköpft. Kurz vorher hatte man zum ersten Mal den Eindruck, dass die Augsburger Kicker auch zusammen trainieren: Engels weiter Eckball zum freistehenden Rexhbecaj wirkt einstudiert. Rexhbecaj trifft den Ball zwar voll, setzt ihn aber wuchtig neben das Tor (43.). 

Fazit zur Halbzeit: Die glücklichste FCA-Führung seit die Augsburger der Bundesliga angehören. Nach vorne läuft fast nichts, nach hinten wird zu viel zugelassen.

Die zweite Halbzeit beginnt so wie die erste endete. Nur Wolfsburg scheint den Ball zu besitzen, der FCA verteidigt tief und bringt keine kontrollierte Bälle nach vorne. In der 70. Minute wechselt FCA-Trainer Enrico Maaßen. Für die angeschlagenen Spieler Berisha und Gouweleeuw kommen Veiga und Cardona, der sogleich die Vorentscheidung auf dem Fuß hat: Die erste starke Vorwärtsbewegung des FCA führt dazu, dass Cardona frei vor Casteels steht und den Ball zu lässig über den VfL-Keeper heben will, aber dabei an Casteels scheitert (73.).

Danach wieder die gleiche FCA-Auswärtsleier: Der FCA verteidigt nur noch und spielt dabei nicht mehr kontrolliert nach vorne. Hätte der FCA die Partie gewonnen, hätte man mit viel Glück einen Dreier aus der VW-Stadt entführt. Dass die Augsburger in letzter Sekunde zwei Punkte durch einen Torwartfehler abschenken, ist dennoch bitter.

Am kommenden Wochenende ist in Augsburg der 1. FC Köln zu Gast.