„Das Begonnene fortsetzen und noch mehr Vernetzung mit den anderen kulturellen Institutionen der Stadt schaffen“, so Intendantin Juliane Votteler im Mai 2010 im DAZ-Interview. Für die Augsburger Grünen hat diese Fortsetzung offensichtlich nicht stattgefunden. Sie stellten im Juni 2012 ihr „Positionspapier zum Theater der Zukunft“ vor.
Fraktionschef Reiner Erben und die kulturpolitische Sprecherin der Grünen Verena von Mutius vertraten dabei die Ansicht, dass sich die Politik zusammen mit der Stadtgesellschaft darauf verständigen müsse, welches Theater sich die Stadt Augsburg in Zukunft leisten wolle. Erst nach dieser Debatte sollte man die kostenintensive Generalsanierung des Theaters vorantreiben. Die Nutzungsintention solle das Wie und das Wieviel der Sanierung des Stadttheaters bestimmen. Mehr „Tom Dumm“ als „La Traviata“ und mehr „Die Weber von Augsburg“ als „Der zerbrochne Krug“, so in etwa könnte man die Vorstellungen der Grünen auf eine einfache Formel herunterbrechen.
Kernthemen: Interkulturelle Öffnung und kulturelle Bildung
Das Theater müsse identitätsstiftend und integrativ wirken, kulturell bildend und mit den „übrigen Akteuren der Kulturlandlandschaft“ vernetzt sein. Auch Einsparungen beim Stadttheater dürfen nach Auffassung der Grünen kein Tabu darstellen. Es sei nun Aufgabe der Stadtregierung, mit dieser Diskussion zu beginnen. Die Parameter dieser Debatte müsste die Aufgabenkritik der interkulturellen Öffnung und der kulturellen Bildung darstellen.
Damit das Theater diese Arbeit leiste könne, habe sich das Personaltableau zu verändern: „Eine einzige offizielle Theaterpädagogin und ein eigentlich als Assistent des Generalmusikdirektors angestellter Konzertpädagoge können diese Arbeit nicht im geforderten nötigen Umfang leisten.“ Das Theater sei in diesen Angelegenheiten insgesamt zu zögerlich: „Hier muss sich in den nächsten Jahren noch viel entwickeln, damit das Theater auch weiterhin in der Stadt und ihrer Bevölkerung verankert bleibt.“
Ort der Selbstvergewisserung
Das „Prinzip Stadttheater“ stellten die Grünen bei aller Kritik nicht in Frage. „Im Theater werden ethische Fragen, gesellschaftliche Diskussionen oder auch Aspekte der Identität einer Stadt aufgegriffen.“ Die Theaterproduktionen würden Auseinandersetzungen über das Selbstverständnis der Stadtkultur an anstoßen, womit ein Theater auch ein Ort der Selbstvergewisserung einer Gesellschaft sei.
Das neu verlegte Pflaster in der Maximilianstraße, das nach Regenfällen Verfärbungen und Nässeflecken zeigt, war Hauptthema in der gestrigen Sitzung des Ferienausschusses des Augsburger Stadtrats. Auf Antrag der SPD wurde den 15 Stadträten das Ergebnis eines Gutachtens vorgestellt.
Mangel oder kein Mangel? Fleckiges Granitpflaster in der Maxstraße
Die SPD-Fraktion wollte in ihrem Antrag insbesondere wissen, ob die verlegten Granitsteine für die Belastungen in der Maximilianstraße und in weiteren Stadträumen geeignet sind und [...]
Dem Theater laufen die Abonnenten in Scharen davon. Will es neue gewinnen, muss es einen Aufbruch wagen: Neue Themen, neue Stücke, neue Kunden. Der kommende Spielplan ist ein Schritt in die richtige Richtung, so Frank Heindl, der sich in seinem Kommentar auch Intendantin Juliane Votteler zur Brust nimmt.
Aufbruch? – Mehr davon!
Kommentar von Frank Heindl
Die Zahl der Theaterabonnements, so hatte der kaufmännische Direktor Steffen Rohr kürzlich vor dem Werkausschuss geklagt, [...]
Von Siegfried Zagler
Die Berichte der vergangenen Jahre bezüglich der Finanzmisere des Augsburger Stadttheaters lesen sich in der DAZ wie "Aufzeichnungen aus einem Tollhaus". Auch 2010 war seitens des Theaters von chronischer Unterfinanzierung die Rede und der Stadtrat goutierte gegen zwei Stimmen einen Wirtschaftsplan des Theaters mit 2 Millionen Euro Unterdeckung, wie der "historische Bericht" aus dem Stadtrat von Bruno Stubenrauch zeigt. Wirtschaftsreferent Hermann Weber (damals noch CSU) lehnte es ab, dieses [...]
Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl über das Theater Das städtische Theater ist in Augsburg ein wohlbehüteter Schatz. Quer durch alle Schichten und Parteien scheint es eine unausgesprochene Übereinkunft darüber zu geben, dass wir in dieser Stadt ein Theater mit dieser Struktur und in dieser Dimension brauchen. Was aber wäre, wenn diese Grundannahme falsch wäre? Steht die […]
Von Siegfried Zagler „Das Theater produziert den Regen, in dem man es nicht stehen lassen soll, selbst“, so die DAZ zu einer Art Happening der Theaterleitung am 2. März 2011 vor dem Augsburger Rathaus, als es darum ging, die Brecht-Bühne, die damals noch „Container“ hieß, in trockene Tücher zu bringen. Wie eine Pressemitteilung der Freien […]
In zirka 80 Städten gab es weltweit Proteste gegen das Moskauer Urteil im Schauprozess gegen die Punkband Pussy Riot. Zwei Jahre Lagerhaft droht nun den drei jungen Frauen, die wegen eines provokativen Protestgebets in der Moskauer Erlöserkirche verurteilt wurden. Auf Russland komme nun ein „Toleranztest für Tyrannei“ zu, so eine russische Internetzeitung. Mit dem harten […]
Mit einem spöttischen Lächeln, das ihre Angst vor dem Kommenden kaschieren sollte, nahmen in Moskau die Musik-Künstlerinnen der Punkband „Pussy Riot“ Nadeschda Tolokonnikowa, Maria Alechina und Jekaterina Samuzewitsch ihr Urteil entgegen: zwei Jahre Haft. Ihr „Verbrechen“ bezeichnete die Richterin Maria Syrowa als „religiös motiviertes Rowdytum“. Die Richterin folgte bei der Verlesung des Urteils in weiten […]
Die Augsburger CSU geht davon aus, dass Karl Heinz Englet bei der Kommunalwahl 2014 auf einem sicheren Platz der CSU-Liste wieder in den Stadtrat einzieht. Dies ist der aktuelle Stand einer langen Liaison zwischen dem parteilosen Englet, der im Februar 2010 aus der Fraktion von Pro Augsburg austrat, weil er sich nicht mehr mit der […]
Warum der Englet-Coup das politische Ende von Pro Augsburg als Regierungspartei einleitet Kommentar von Siegfried Zagler Offiziell bestätigen will es aktuell niemand, doch dass Karl Heinz Englet auf einem der vorderen Listenplätze für die CSU Wahlkampf betreiben wird, steht nicht nur für den Schreiber dieser Zeilen fest. Englet hat aus seiner Sicht etwas gut zu […]
Tag der offenen Tür im Kulturmuseum und in der Synagoge
Bereits zum dreizehnten Mal veranstalten jüdische und nichtjüdische Organisationen gemeinsam am Sonntag, 2. September den Europäischen Tag der jüdischen Kultur. In Augsburg können bei einem Tag der offenen Tür von 11 bis 19 Uhr das Jüdische Kulturmuseum und die Synagoge bei freiem Eintritt besucht werden. […]
Am vergangenen Sonntag stellte die schwäbische Piratenpartei ihre Kandidaten für die kommende Landtags-und Bezirkstagswahl auf.
Die Aufstellungsversammlung der Kandidaten aus den Stimmkreisen für Augsburg-Stadt, Augsburg-Land sowie für Aichach-Friedberg fand im Friedberger Zieglerbräu statt und dauerte acht Stunden, da sich die Kandidaten einem langatmigen Frageprozedere unterwerfen mussten. Im Jargon der Piraten wird das als „Kandidatengrillen“ bezeichnet. […]
Am Mittwoch, den 15. April, lädt der Bund für Geistesfreiheit (bfg) Augsburg K.d.ö.R. wieder zu seinem traditionellen, offenen Kaffeenachmittag in das bfg-Zentrum in der Haunstetter Straße 112 ein. Der Nachmittag widmet sich dem Thema „Der neue Atheismus“. Ab 16 Uhr sind Mitglieder sowie alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich willkommen, in geselliger Runde bei Kaffee, Kuchen […]
Bis zum 6. Mai 2026 zeigt die Fotografin Claudia Specht ihre Ausstellung „Momente eingefangen“ im Bürgertreff Hochzoll. Die Aufnahmen verzichten bewusst auf digitale Bearbeitung – und fangen Landschaften und Augsburger Motive mit Hilfe von Licht, Perspektive und Spiegelungen neu ein. Von Bruno Stubenrauch Die ausgestellten Arbeiten sind frei von Photoshop oder anderen Manipulationen. „Ich glaube […]
In vier Wochen ist es so weit: Der Schöne Felder Verein lädt am 9. Mai zum Tag der offenen Tür in sein neu eröffnetes Künstlerhaus ein. In zwei verbundenen Gebäuden in zentraler Lage – Schaezlerstraße 34 und Volkhartstraße 9 – entstehen Ateliers, Ausstellungsflächen und Werkstätten für 85 Kreative. Ab 15 Uhr können Interessierte die Räumlichkeiten erkunden, offene Ateliers besuchen […]
Der FC Augsburg hat sich im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim mit einem 2:2 begnügen müssen – und fühlt sich am Ende doch eher wie ein Verlierer. Nach furiosem Start und zwischenzeitlicher 2:0-Führung durch Alexis Claude-Maurice und Michael Gregoritsch zeigte der FCA über weite Strecken die reifere und gefährlichere Spielanlage. Auch nach dem Hoffenheimer Ausgleich […]