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Montag, 20.09.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Coronakrise

Fünf FFP2-Masken für zirka 26.000 Bedürftige: Stadt Augsburg verteilt 130.000 FFP2-Masken mit der Post

FFP2-Masken sind Masken, die nicht nur die anderen vor einer möglichen Infektion schützen, sondern auch ihre Träger. Doch im Vergleich zu den OP-Masken, die man längst überall für wenig Geld erwerben kann, sind FFP2-Masken nicht nur wesentlich unangenehmer zu tragen, sondern auch wesentlich teurer. Aus diesem Grund erhalten nun zirka 26.000 Augsburger fünf FFP2-Masken via Post als “Geschenk”.

Apothekenpreise von FFP-Masken – Grottenau-Apotheke © DAZ

Seit heute, 18. Januar 2021, müssen in Geschäften (die Eingangsbereiche und Parkplätze eingeschlossen), im ÖPNV, auf Wochenmärkten, in Praxen und in Apotheken FFP2-Masken, oder Masken mit vergleichbarem Schutz (N95- oder KN95- Masken) getragen werden. Ausgenommen sind Beschäftigte und Kinder bis einschließlich 15 Jahren. Diese Verschärfung der Maskenpflicht wurde von der Bayerischen Staatsregierung verordnet, gleichzeitig räumte sie eine Kulanz bis zur Vollstreckung der Maskenpflicht bis Montag, 25. Januar, ein. Die Stadt Augsburg setzt diese Vorschrift nun im Auftrag der Staatsregierung um.

Versand per Post, um Menschenansammlungen zu vermeiden

Die Stadt Augsburg ließ bereits vergangene Woche unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen mit der Organisation des Versands von über 130.000 FFP2-Masken an bedürftige Augsburgerinnen und Augsburger beginnen. Der Kreis der Bedürftigen umfasst zirka 26.000 Personen, die Leistungen des Staates bedürfen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Als „bedürftig“ werden seitens des Freistaats Leistungsempfangende aus SGB II (Arbeitslosengeld II und Sozialgeld) und SGB XII (Sozialhilfe), Nutzerinnen und Nutzer von Angeboten der „Tafel“ sowie Obdachlose betrachtet. „Wir haben den Kreis derer, die als bedürftig gelten, für Augsburg weiter gefasst und beziehen explizit auch Beziehende von Wohngeld, von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und des Kinderzuschlags in die Bedarfsberechnung mit ein“, so Oberbürgermeisterin Eva Weber. Auch Betreuende von pflegebedürftigen Angehörigen sollen FFP2- Masken vom Freistaat Bayern erhalten.

Das Ausgabeprozedere wird derzeit insbesondere unter datenschutzrechtlichen Aspekten geklärt. Die Stadt Augsburg ist hierzu in Abstimmung mit den Pflegekassen.

Der Freistaat Bayern stellt den Kommunen 2,5 Millionen FFP2-Schutzmasken für Bedürftige kostenlos zur Verfügung – zunächst fünf pro Person. Das kündigten Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsminister Klaus Holetschek bereits am vergangenen Mittwoch in München an. Damit ging die Staatsregierung auf Forderungen von Sozialverbänden und der Opposition ein.